Hauptspeise: Sikahirsch-Rücken mit Kürbispüree, Kräuterseitlingen und dunkler Jus
Nachspeise: Topfensoufflé mit Pflaumen-Rotwein-Kompott
Flashback!
Es gibt Familien-Geschichten, die bei jeder Feier und sonstiger Zusammenkunft immer wieder auf den Tisch kommen,
und zwar so lange, bis auch das "Opfer" darüber lachen kann.
Als 5jahrigen hat seine heute 63 Jahre alte Mutter Kornelia ihren heute 45jährigen Sohn zu Hause "vergessen", als sie sich auf den Weg zu einer Konfirmation gemacht hat.
Auch vor der voxschen Kamera wird dies erzählt, und inzwischen kann Tim drüber lachen - aber wie sah das wohl damals für den Fünfjährigen aus? Und ist seiner zu der Zeit noch sehr jungen Mutter nirgendwo auf dem Weg zur Feier oder spätestens während der Feier nicht aufgefallen, dass ihr Kind fehlte?
Vielleicht wurde Tim erst danach zu dem Jungen, den seine Mutter als ängstlich und schüchtern beschreibt?
Ein ganz anderer Flashback hat vermutlich den Regisseur erwischt, der das Geschlechtsteil des "Herkules" von Kassel verpixelt hat. Vielleicht hatte der Sender schon mal Ärger mit Nacktaufnahmen? Allerdings machen Statuen keinen Ärger, und schon gar nicht, wenn sie in aller Öffentlichkeit stehen. Vielleicht wollte er auch nur, dass jeder auf den Herkules nicht nur guckt, sondern sich auch an ihn erinnert ... Pixel können Bilder interessanter machen ...
Tim
ist Vertriebsleiter beim TÜV Hessen und lebt in einer rotierenden Elternschaft mit seinem 14jährigen Sohn Luke zusammen. Lukes Mama lebt ganz in der Nähe, so dass er sein schulisches und persönliches Umfeld nie vermissen muss.
Eine gute Lösung nach einer Scheidung, in die Luke sicher auch selber eingebunden war. Er macht einen sehr selbstbewussten Eindruck.
Tim hingegen sehe ich als nervös und ziemlich unter Strom stehend an. Es ist eben nicht einfach, vor Kameras zu kochen und sich obendrein einem Wettbewerb zu stellen.
Das Menü
Die Maronensuppe sieht gelungen und nicht - wie oft bei anderen Kandidaten - wie Brei aus. Das selbstgebackene Baguette erhöht hier ein wenig den Schwierigkeitsgrad des 1. Ganges.
Der Jäger selber bringt den Sika-Hirschrücken ins Haus - und erklärt, dass diese Hirschart vor über 100 Jahren eingewandert sei. Hoffentlich wird die Spezies nicht versehentlich irgendwann ausgerottet.
Das Kürbis-Kartoffel-Püree hätte lt. Elina mehr Kürbis beinhalten dürfen - während ihr die Soße zu süß ist.
Den anderen gefällt der Hauptgang.
Ich gehe mit Alex konform, der nicht gern Geschirr auf Geschirr stehen sieht: das wackelt hin und her und macht unschöne Geräusche,
allerdings sehen die Quark-Soufflés gelungen aus.
Fazit
Alex verleiht der Poesie Flügel: "... Vehikel für Geschmacksprofile ..." oder "Dessert geht niemals durch den Magen, sondern durchs Herz."
Ich kann einpacken mit meiner Sachlichkeit.
Die Punkte für Tim: je 8 geben Elina, Alex und Madeleine, 9 gibt Kei
(ja, sein Name schreibt sich genau so: er stammt aus Japan und kann unterschiedliche Bedeutungen haben: der Glückliche, der Geliebte, der Ehrliche oder auch der Reine - und ist sowohl männlich als auch weiblich). - Natürlich musste ich "Kei" googeln, denn ich war vorher davon ausgegangen, dass seine Eltern einfach nur die falsche Schreibweise gewählt haben.
Mit insgesamt 33 Punkten darf Tim sich nun - wie gewünscht - für den Rest der Woche zurücklehnen und alles auf sich zukommen lassen.
Guten Morgen, Gruß Silvia

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