Donnerstag, 4. Juni 2026

3. Juni 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Kassel bei Kei




Ich war noch nie in Indien, habe keinen einzigen Bollywood-Film gesehen - und das Kochbuch habe ich gekauft, weil es auch sehr schön bebildert ist ...



Vorspeise
: Indien auf die Hand - Knusprige Papadams mit Mangochutney und Gurken-Raita, dazu drei Pani-Puri-Variationen

Hauptgang: Indische Klassiker - Butter Chicken und Lamm Madras mit Basmatireis, Spitzkohl und Cashews, dazu frisches Naan
Nachtisch: Europa trifft Indien - Kokos-Safran-Panna-Cotta mit Passionsfrucht, dazu frittierte Quark-Kardamom-Bällchen mit Feigenmarmelade



Dinner . Indien . BollyVox

Tim und Elina können ihre Sorgenfältchen wieder glätten: sie müssen sich keine Gedanken mehr darüber machen, wie sie künftig mit einer voxschen Siegerkrone durchs Land reisen:

Kei zieht mit seinem indischen Menü locker an ihnen vorbei - und kann durchaus hoffen, dass ihn niemand mehr von links oder rechts überholt. Natürlich weiß er zum Drehzeitpunkt nicht, wie hoch sein Menü eingestuft worden ist - und muss sich bis zum Ende der Woche gedulden.

Einem Ende, das von den Kandidaten an diesem Mittwoch bereits bedauert wird: so sehr seien sie zusammengewachsen. Was als gegenseitige Sympathie begann, fühle sich nun beinahe schon wie Familie an -

und der 49jährige Pädagoge Kei macht ihnen heute große Freude.

Zwar war Kei noch nie in Indien, aber immerhin hat er einen indischen Kochkurs besucht. Der Rest ist einfach erklärt: Wer lesen kann, der kann auch kochen.

Nur zum Tischdecken braucht Kei ein Tischdeko-Trio: für die Ausstattung verantwortlich zeigen sich seine Freundin Alex, ihre Mutter und Keis Mutter, die als ehemalige Floristin den Blumenschmuck zu einem harmonischen Bild zusammengefügt hat.

Obwohl ich eher für bescheidene Blumentupfer auf Tischen bin, passt das üppige protzende Gesteck natürlich besser zu BollyVox.

Bei alledem verliert Kei kein einziges Wort über indische Schmalzfilme, denn das interpretiere ich freihändig hinein, weil mir einfach danach ist ... und ich mich erwischt fühle, dass ich das Buch auf dem obigen Bild schon sehr lange besitze, aber noch nichts daraus gekocht habe.


Das Menü

bedeutet vor allem viel Arbeit für Kei, obwohl er dieses und jenes bereits vorbereitet hat - und die Panna- Cotta ihm besonderen Ärger bereitet. Zweimal startet er einen neuen Versuch, bis auch sie am Ende gelingt. Hier ist vor allem

seine Schnibbelhilfe Tobi von großem Nutzen: er kann schnell losflitzen, um neue Milch zu kaufen. Vorausschauend bringt er gleich zwei Flaschen mit ... denn offenbar ist die Panna-Cotta inzwischen zu Keis Angstgegner geworden.

Eigentlich hätte er das Lamm für den Hauptgang gern von seinem Vater bezogen, der Schafe züchtet: aber offenbar reichte die Zeit (von der Annahme seiner Bewerbung bis zu den Dreharbeiten) nicht aus, um noch schnell Lämmer in diese Welt zu setzen ... Geboren, um zu sterben, fällt mir hier besonders auf.

Das Menü lebt natürlich von den verwendeten Gewürzen - und daher kann man es als Zuschauerin nicht wirklich beurteilen.


Fazit

Nebenbei erfahre ich durch Elina, dass in Bulgarien abends gern Sonnenblumenkerne gegessen werden ... 

Und ich überlege, was eigentlich in Deutschland an Abenden gern gegessen wird. Mir fällt dazu nur nichts ein. Ich kenne zu wenige Deutsche im Verhältnis zur Größe des Gesamtvolkes. Und die, die ich kenne, habe ich noch nicht nach ihren abendlichen kulinarischen Vorlieben gefragt ...

Nach einem wirklich anstrengenden Tag bekommt Kei endlich seinen Lohn: je 9 Punkte geben Elina, Tim, Alex und Madeleine,

so dass er mit 36 Zählern nicht leicht aufholbar ist.



Guten Morgen, Gruß Silvia



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