Dem ZDF-Traumschiff zuzusehen gleicht einer Erinnerungs-Fahrt auf der Titanic, denn die Frage ist, wann kooperiert die fußhohe Handlung mit seichten Gewässern - und lässt den Traum auf Grund fahren?
Zwar behindert kein Eisberg die Fahrt auf den Grund, weil heiße, verschwenderische Gefühlsduseleien mit platten Dialogen gleichgestellt sind - und man unwillkürlich nach der Absicht sucht, die hinter solch einer Reise lauert:
Urlaub für die Schauspieler könnte einer sein, für besonders verdiente im ZDF-Sinn natürlich.
Müde von den Feiertagen, die doch erst heute mit dem Ostermontag zu Ende gehen, wollte ich mich berieseln lassen - einfach nur ein paar schöne Bilder sehen und die Seele müden Hauptes baumeln lassen. Stattdessen habe ich mich amüsiert geärgert. Geht das? Ärger plus Amüsement? Beim "Traumschiff"-Ansehen immer ...
In der Tat waren schöne Aufnahmen von Island zu sehen, die teilweise einen majestätischen Eindruck hinterlassen haben. Was ich von
den Schauspielern und Schauspieler-Darstellern nicht behaupten kann.
Die Geschichten sind mit der "heißen Nadel gestrickt" worden, und auch ein lesbischer Kuss macht die Überraschung keineswegs perfekt:
an jeder Tankstelle hält dieser Moment, in dem man vorsichtig auf die Anzeigentafel mit den aktuellen Preisen guckt,
mehr Knalleffekte bereit.
Einen Vorteil gegenüber den Spritpreisen hat das "Traumschiff" - das Zuschauen tut nicht weh und hinterlässt keine bleibenden Schäden.
Mein nächstes Traumschiff-Date werde ich in etwa 5 Jahren haben - und mich dann nicht wundern, dass Saskia Vester
fürs Fernsehen noch immer unersätzlich ist.
Guten Morgen, Gruß Silvia

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