Zum 100. Geburtstag der Queen am 21. April 2026
70 Jahre auf einem Thron, den sie nicht einmal direkt geerbt hat - und der ihr nur durch die Liebe ihres Onkels zu einer verheirateten amerikanischen Frau zugefallen ist.
Noch an ihrem letzten Lebenstag hat sie pflichterfüllt die kurzzeitige neue Premierministerin empfangen,
und all das kann ihr nie ein anderer Arbeitnehmer gleichtun.
Sie sah gebrechlich aus, natürlich, aber willens, ihrem Arbeitgeber, dem britischen Volk, zu dienen. Bis zuletzt.
Gefühle äußern konnte sie öffentlich nur gegenüber Vierbeinern: ihren Pferden und ihren Hunden. Auf Galopprennbahnen war sie in ihrem Element - sah glücklich aus, und hier und da konnte sie dort sogar eskalieren.
Nach ihrem Tod im Jahr 2022 und besonders im Nachtreten zu ihrem 100. Geburtstag wird geschrieben,
dass sie als Mutter versagt hat.
Siehe besonders ihren Sohn Andrew.
Aber auch ihren Umgang mit der "heiligen" Diana.
Meiner Meinung nach hat sie damals, als Diana tödlich verunglückt ist, erstmals überhaupt Gefühle gegenüber einem Menschen gezeigt: sie mochte Diana nicht, und das war zu spüren.
Auch eine pflichtbesessene Königin ist ein Mensch. Und diese Erkenntnis spricht nicht g e g e n die Queen, sondern eher gegen Diana, die der "Firma" viele Probleme verursacht hat. Diana und die "Firma" passten einfach nicht zusammen.
Andrew ist ein härteres Kapitel: jeder kennt seine Schuld.
Und hier kommt die Schuld einer Mutter ins Spiel, die neben ihrer Tätigkeit fürs Imperium eben
keine wirklich Mutter sein konnte.
Erzogen wurden die Kinder von anderen - und wenn sie einmal mit der Queen zusammengetroffen sind, dann
hat sie das bekannt tiefschwarze Schaf der Familie vielleicht verhätschelt, aber die
Entscheidungen, so zu sein wie er war oder noch ist, hat Andrew selber getroffen.
Am Ende steckt niemand in den Köpfen seiner Kinder.
Auch König Charles hat oft darüber gesprochen, wie kalt sein Elternhaus war - und wie sehr er seine Nanny gemocht hat.
Die Queen hat ihre Kinder "gedeckelt", weil ihr nichts anderes übrig geblieben ist. Eine
Mutter im Sinne einer wirklichen Mutter konnte sie nie sein.
Während Diana Andrew Morton bei seinem Buch tatkräftig assistiert hat, war sie damit beschäftigt,
das Commonwealth zu vertreten.
Während Andrew zügellos gelebt hat, hatte sie Termine.
Während Charles mit Camilla über Tampons telefoniert hat, hat sie ihm sicher nicht den Telefonhörer gehalten - sondern war im Dienste des Landes unterwegs.
Und wer kann schon erklären, warum nicht Anne, sondern Andrew ihr Lieblingskind gewesen sein soll.
Vielleicht, weil sie bei ihm ihre größten Versäumnisse als Mutter erkannt hat.
Sie soll Tagebücher geschrieben haben, deren Veröffentlichung noch viele, viele Jahre andauern können.
Erst danach kann man über die Queen als Mutter und die Schuld einer Mutter schreiben. Vielleicht.
Bis zu ihrem Tod war sie die Mutter des Commonwealth - und nur ganz am Rande als eher Außenstehende die ihrer vier Kinder.
Die Kinder hatten eben keine vier Beine und hießen weder Pferd noch Hund ...
und ihr Leben insgesamt hatte sie sich eher als Landfrau vorgestellt ohne

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