Vorspeise: Wassermelonen-Gazpacho mit Focaccia
Hauptgang: Tomaten-Polenta mit Honig-Halloumi und Aubergine
Nachtisch: Limoncello-Mousse-Törtchen mit Basilikum-Pesto
Nach 2 Wochen Pause und Wintereinbruch geht es zurück auf die Piste, die sich "das perfekte Dinner" nennt - und zurück in den Sommer 2025
Es ist sehr kalt geworden, und selbst in unserer Ruhrgebiets-Stadt liegt Schnee, den es hier nicht mehr wirklich oft gibt. Da kommt die neue Wochen-Show der Dinner-Ausgabe wie ein Relikt aus einer anderen Zeit rüber, aber immerhin können wir es im Warmen genießen,
während viele tausend Berliner in ihren Stadtbezirken weder Strom noch Heizung haben.
Aber sie können diese Sendung ohnehin nicht sehen ... es sei denn, sie haben das "Angebot" ihrer Stadt angenommen, für ab 70 Euro pro Nacht in Hotels zu übernachten ... was sich viele ohnehin nicht leisten können. Denn die, die sich das leisten können, sind sicherlich ganz von allein auf solch eine Idee gekommen, für die die Stadt Berlin sich auch noch bauchpinselt.
Vielleicht will der Sender gerade neue Folgen drehen, die in genau dieser Ecke von Berlin stattfinden, wer weiß: es kann eben jeden betreffen, unschuldig im Chaos zu landen ...
Heute - also vor einigen Monaten - kocht die 31jährige Kira, die mit ihrem Freund Tim und Hund Fritzi in einer gemeinsamen Wohnung lebt, in der Fritzi der Mittelpunkt ist.
Ohne Schnibbelhilfe, aber ganz allein ist (kocht) sie auch nicht, denn später kommt ihre Freundin Christin vorbei, die sicher "nur mal ins Fernsehen" will - und als Alibi ein bisschen spült.
Die beiden Frauen haben sich vor 2 Jahren in der Welpenschule für ihre Hunde kennengelernt.
Das Menü
Mehr als 70 Euro hat sie sicher nicht ins Menü (Getränke ausgenommen) investiert: und wie es ist im Leben, können 70 Euro viel ... aber auch wenig sein (wie in diesem Fall bei 800 Euro Aufwandsentschädigung).
Die kalte Wassermelonen-Vorspeise erlangt die Lobeshöhe ... ob durch falsche oder echte Töne, wer weiß das schon. Aber die Suppe sieht ganz nett aus, und ulkig transportiert sie jede einzelne Tasse ins Esszimmer, weil sie gleichzeitig das selbstgebackene Brot festhält.
Da ist es nur passend, dass die Suppe bereits kalt ist. Mit einer kalten Speise umschifft man immerhin die Hürde, dass etwas Warmen am Ende kalt bei den Gästen ankommt.
Der Hauptgang macht auf mich den Eindruck eines Unglücks: aufgefächerte Auberginen inklusive Strunk quetschen sich an Halloumi, den sie selbst hergestellt hat.
Zuvor hat sie den Käse mit ihren langen blauen Fingernägeln zurechtgestutzt (hier wären vielleicht Handschuhe besser gewesen), um ihn anzubraten ... wobei manche Stücke so viel Hitze abbekommen, dass sie sich sich scheinbar schwarzgeärgert haben.
Der Nachtisch macht eine bessere Figur, und für ihre vier männlichen Gäste ist dies der wohl beste Gang in dem vegetarischen Menü.
Fazit
Kira freut sich über ihre vier männlichen Konkurrenten und äußert: "Spannend, die Hähnin im Korb zu sein."
In der Tierwelt abseits der ihres Hundes ist sie wohl nicht wirklich bewandert. Hoffentlich wird es wenigstens ein Korb, in dem sie sich geborgen fühlen kann - und kein glattes Parkett.
Am Ende kommt das, was immer kommt, die Punkte: 9 gibt Frank, 8 Sascha und je 7 Adib und Andreas.
Das ergibt die summierte Vorlage von 31 Zählern, nach der die anderen erst einmal greifen möchten.
Guten Morgen, Gruß Silvia
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