Mittwoch, 21. Januar 2026

20. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Darmstadt bei Petra

Foto: Marianne Mossel


„Odenwälder Geschichten: Vom Rind, das auszog, den Apfel zu küssen“
Vorspeise: Tatar vom Odenwälder Weiderind mit Apfeljulienne und Walnussbrot
Hauptgang: Bürgermeisterstück auf Apfel-Jus mit Pfifferlingen,
Nachtisch: Ein Apfel-Crumble mit einer Trilogie von Apfel-Eis und Calvados


Die Äpfel aus Nachbars Garten ...

schmecken in der Regel besser als die aus dem eigenen, und das Gras ist dort sicher auch grüner und der Himmel darüber wolkenlos blau.

Uwe, der Ehemann der Kandidatin Petra, hat die vielen, vielen Äpfel fürs heutige Menü nicht nur gepflückt, er schält und schnibbelt sie auch zurecht.

Die 66jährige Petra hat einen eigenen Friseursalon und lebt mit ihrem Mann und Hündin Aywa im Schatten der Burg Frankenstein im Odenwald in einem Haus am Hang, das recht verwinkelt scheint und von kleinen Räumen dominiert wird. Wunderschön ist jedoch der Blick von der Terrasse hinein ins Land.

Sie hätten sehr, sehr viel Besuch, erzählt Petra - und darum darf der wohl auch heute nicht fehlen: es schneit Sohn Nils rein, weil in seinem und seines Vaters Betrieb ... die Kaffeemaschine "ausgefallen" ist. Er will sich nur einen Kaffee holen ... später bringt ihr Schwiegersohn Matthias noch dieses und jenes vorbei.

Der Sender liebt solche "Spontanbesuche" ... die vielleicht genauso zum Plan gehören wie das Probekochen.

Dabei gibt es in allen Ecken und Winkeln des Hauses schon genug zu sehen, so dass mir die meisten Details überhaupt nicht wirklich ins Auge stechen. Motto: man sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

Nur die tiefschwarze schicke Küche hält meinen Blick gefangen, denn natürlich spielt hier die "Musik". Manch einem gefällt diese Küche, anderen eher nicht. Immerhin verdunkelt sie das Bild, bietet aber sicherlich schöne Flächen, um sich kurz einmal selber drin zu spiegeln.


Das Menü

Generell mag ich solche Geschichten wie die Vom Rind, das auszog, den Apfel zu küssen überhaupt nicht.

Zur Vorspeise schneidet Petra das Fleisch zurecht, reicht selbstgebackenes Walnussbrot hinzu und toppt das Tatar mit Julienne. Julienne kennt

Max nicht, und spricht die Fitzelchen wie einen weiblichen Vornamen aus.

Das geschmorte Rindfleisch - das sogenannte Bürgermeisterstück - sieht ziemlich trocken aus. Vielleicht hat sie es auch falsch aufgeschnitten. Die Soße dazu ist dünnflüssig, aber mit Äpfeln gepimpt.

Aber Susanne schmecken ohnehin die Möhren am besten, die so schön erdig munden.

Aus einer Sorte Eis macht sie mittels Teilen gleich drei verschiedene: sie fügt Calvados zu der einen hinzu, Karamell aus einem Fläschchen zu der nächsten und Vanille zur dritten. Die Eismaschine ist gut beschäftigt.

Und natürlich kommt auch der Nachtisch nicht ohne Apfel aus, und ein Apple-Crumble oder auch Apfel-Streusel-Kuchen genannt, muss sein.


Fazit

Die Gäste loben Petras Gastgeberqualitäten und geizen dann überhaupt nicht mit den Punkten:

8 gibt Turina, je 9 Susanne und Markus, 10 gibt Max.

Das ergibt die Summe von 36 Zählern, so dass Petra am 2. Tag auf dem bislang 1. Platz liegt, denn sie überholt Markus um ein Pünktchen.

Und am Ende der Sendung springt Max unter Applaus seiner Mitstreiter in Petras und Uwes Swimming-Pool ...

während ich umschalte, um mich beim München-Mord-Krimi "Kein Mensch, kein Problem" abzukühlen.


Guten Morgen, Gruß Silvia




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