"Fusion aus amerikanischer und deutscher Hausmannskost"
Vorspeise: Diner Sampler vs. Brotzeit - Buffalo Chicken, Ranch und Cracker / Mac‘n‘Cheese / Landbrot, Schinken und Bergkäse
Hauptgang: Rolling Beef Burger / Laugen-Brioche-Buns / Potato Skin / Red Coleslaw
Nachtisch: Pumpkin-Strudel
Vorspeise: Diner Sampler vs. Brotzeit - Buffalo Chicken, Ranch und Cracker / Mac‘n‘Cheese / Landbrot, Schinken und Bergkäse
Hauptgang: Rolling Beef Burger / Laugen-Brioche-Buns / Potato Skin / Red Coleslaw
Nachtisch: Pumpkin-Strudel
"Dass Amerika entdeckt wurde, war erstaunlich. Noch erstaunlicher wäre gewesen, wenn Amerika nicht entdeckt worden wäre."
- Mark Twain (1835 - 1910)
- Mark Twain (1835 - 1910)
Selbst die Bundeswehr hat Amerika für sich entdeckt. Das Bundeswehrkommando "German Armed Forces Command, United States and Canada" ist in Virginia beheimatet.
Und heute bringt die 37jährige Katrin einen Teil ihres us-amerikanischen Speiseplans in Holzwickede auf den Tisch, verknüpft es mit etwas deutscher Beteiligung, aber erinnert vor allem an ihre vielen Kindheitsjahre in den USA. Es waren nicht nur viele Jahre, sondern auch viele verschiedene Orte: als Bundeswehrsoldat musste ihr Vater flexibel sein und seine Familie natürlich notgedrungen ebenfalls.
Der unschätzbare Vorteil für Katrin bestand darin, zweisprachig aufzuwachsen. Am Ende hätte sie ihre Muttersprache beinahe verlernt ... meint sie. Glaube ich nicht. Das spricht zwar einerseits für Integration, andererseits lebten sie auch in den USA manchmal sicher in einer deutschen Blase. Aber
locker hätte sie diverse heute ausgestoßene Flüche ebenso in englischer Sprache über den Sender bringen können.
Die Gäste tragen Katrins amerikanischen Erinnerungen Rechnung und erscheinen mit Cowboy-Hüten zum Abendessen in Holzwickede. Wer hat denn so schnell solch einen Hut zur Hand? Ich tippe mal darauf, dass Vox das inszeniert und jedem eine Kopfbedeckung verpasst hat - weil es einfach dem
Klischee entspricht. Aber in all ihren Wohnorten der USA kam z. B. das Texas der Cowboys gar nicht vor ...
Das Menü
ist umfangreich und viel zu unübersichtlich, um es näher zu beschreiben. Selbst Katrin kommt mental an ihre Grenzen. Und sie hat sich das ausufernde Paket selber vorgenommen. Ein wenig hilft ihr
Cousin Daniel beim Schnibbeln. Daniel hat vor 12 Jahren gemeinsam mit einem anderen Kandidaten das "perfekte Dinner" mit 32 Punkten gewonnen.
Die großen Holzbretter der Vorspeise mit den vielen Zutaten erinnern an "in Amerika ist alles groß". Ich wäre danach bereits satt ... aber ich war nicht eingeladen.
Burger zum Hauptgang mit einer Anleihe an in Deutschland bekannte Rouladen als Fleischbelag. Burger eignen sich nicht für ein Dinner, das von TV-Kameras begleitet wird. Da ist die Kunst des eleganten Essens gefragt ... Burger und elegant, eine Mischung, die kaum je gelingt.
Kürbis-Apfel-Strudel ist der letzte Gang. Hierzu würde mir der "amerikanische Gaumen" fehlen. Mir erschließt sich nicht, warum Katrin nicht einfach den Kürbis weglässt. Na ja, weil es amerikanisch sein soll. Klar. Dünner
Strudelteig hält mühsam Kürbis- und Apfelstücke zusammen. Das Ganze wirkt wie ein Obst-Gemüse-Salat mit etwas Teig drumherum.
Fazit
In dieser Runde hat Gabriel die Rolle des rundum zufriedenen Gastes übernommen. Schon gestern bei Franzi hat er alles gelobt - und heute findet er wieder nur freundliche Worte fürs Menü. Einzig Kürbis entspricht nicht seinem Geschmack ...
Franzi kritisiert lieber als dass sie lobt. So ist der Fisch, der ihr als Pescetarierin alternativ gereicht wird, nicht durchgebraten. Vielleicht mag sie es eher richtig tot. Doch dass sie Rouladen-Soße auf ihrem Teller findet,
hätte wirklich nicht passieren dürfen. Katrin ist allerdings an ihre Grenzen angelangt. Selbst die zuvor sehr schön aufgeräumte Küche sieht nun wie ein Trümmerfeld aus.
Eines lobt Franzi dann doch noch, und zwar ausgerechnet den Nachtisch. Ich erkenne: jeder tickt anders, und das meinetwegen gern.
Kurz vor dem Ende der Veranstaltung erfahren wir, dass Katrin in einer Musicalgruppe Mitglied ist. In einer für die Zuschauer kurzen Sequenz singt ihr Kollege Tim (so heißt er, glaube ich) ein
Lied aus dem Musical
"9 to 5 - Warum bringen wir unseren Chef nicht um?"
Das ist ein Musical von Dolly Parton, die zu dem Zeitpunkt der Dreharbeiten noch gelebt hat. Vor kurzem ist sie mit 80 Jahren verstorben.
Die Punkte für Katrin: 8 geben Gabriel und Tim, 7 Maike und 6 Franzi.
Das ergibt die Summe von 29 Zählern und den vorläufigen 3. Platz am 3. Tag.
Guten Morgen, Gruß Silvia

Schönen guten Morgen, jetzt meld ich mich mal wieder. Zum Thema Kürbisstrudel. Den hat es bei uns auch immer gegeben, im Herbst. Meine Ur-, und Großeltern hatten im Garten eigene Kürbisse, Bratkürbisse, große, dicke mit orangefarbenem süßen Fleisch. Die wurden in Scheiben geschnitten und im Rohr gebraten und mit Zimt und Zucker gegessen. Oder als Kompott mit Zitronenscheiben serviert. Oder eben als Strudel. Meine Mama mochte außer dem Kompott gar nix von alledem. Kürbis allgemein mag sie nicht. Mein Papa schon. Darum habe ich immer extra einen Apfel- und einen Kürbisstrudel gebacken. Und jedesmal hat meine Mama gesagt "Dein Apfelstrudel schmeckt heute besonders gut, wie hast denn den gemacht?" Naja Mama, mit Kürbis halt :-D. Zwei- dreimal ist ihr das passiert, danach hat sie immer vorsichtig gefragt welcher Strudel welcher ist. Weil Kürbis mag sie bis heute nicht. Liebe Grüße und einen schönen Tag!
AntwortenLöschenSchön, mal wieder etwas von dir zu lesen. - Und dazu noch mit einer kleinen Geschichte über Kürbisse. - Ich mag Kürbissuppe sehr gern, aber diesen Kuchen kann ich mir leider kopfmäßig nicht vorstellen, obwohl mir bekannt ist, dass man Kürbis auch in "süß" essen kann. Viele liebe Grüße, Silvia
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