Freitag, 14. August 2020

14. August 2020 - System ...relevant . Seelen ... relevant . Herzens...relevant

Dieses Lokal gibt es hier nicht mehr


System...relevant
Seelen...relevant
Herzen...relevant

Seit Beginn der Corona-Krise kennt die ganze Welt das Wort systemrelevant, und darunter zählen natürlich Berufe und Bereiche,

die man selbst in traurigen Zeiten nicht auf Null herunterschrauben kann:

Krankenhäuser und Lebensmittelmärkte konnten nicht einfach schließen und deren Personal abwarten lassen, bis der Spuk vorbei ist.

Er wird ohnehin nicht so schnell vorbei sein.

Kleidung und Schuhe allerdings konnte man im Lockdown nicht persönlich und vor Ort erwerben, denn die entsprechenden Läden waren geschlossen. Eine weitere Chance, die Online-Anbieter

(auf dem Weg zu kaputten Innenstädten)

nutzen konnten ...

denn gerade bei Schuhen denken viele Frauen an eine Seelen-Relevanz, die man permanent füttern muss.

Die Film- und TV-Industrie stand auch erst einmal still, doch nachdem im TV ausgiebig auf Wiederholungen gesetzt wurde,

gab es ein kleines Bonbon:

Genau in dieser Zeit, in der die Sender viel Geld sparen konnten, wurden die Rundfunk- und TV-Gebühren erhöht.

Das ist weder system-, noch seelen-, noch herzensrelevant, sondern fällt unter die Rubrik:

Seltsam! Zur falschen Zeit das falsche Signal!


Herzens- und seelen-relevant

ist am Ende für jeden etwas anderes, aber für jeden ist seine Relevanz wie das Sahnehäubchen auf der Torte oder dass am Ende des Krimis der Mörder gefunden wird.

Viele haben Umarmungen vermisst.

Musiker, Schauspieler und andere Künstler haben ihre Einkommensquellen vermisst. Restaurant-Betreiber durften keine Gäste bewirten - ein leises Sterben begann.

Reisen bildet nicht nur, sondern sie sind auch für die Seele wichtig. Gestrichen! Die Reise-Branche wird sich nur sehr langsam erholen.

Für die Seele sehr wichtig ist es, besonders sterbenden Angehörigen in Krankenhäusern beistehen zu dürfen. Selbst das war nicht möglich - so manch ein Mensch musste seine letzte Reise ohne Abschied antreten, ohne ein Händestreicheln, ohne liebevolle Worte.


Fazit

Am Ende finden die Begriffe system-, seelen- und herzensrelevant wieder zueinander. Denn alles zusammen hält auch eine Gesellschaft zusammen.

Allerdings finde ich persönlich, dass ein geplantes Konzert mit 13.000 Besuchern im Moment ein

völlig falsches Signal ist. Damit wird Normalität nur herbeigeredet oder herbeigeträumt,

die noch gar nicht wieder vorhanden ist.

Aber in jeder Krise gibt es Leute, die es verstehen, sich gegen die Vernunft durchsetzen ... Da kann Sarah Connor noch so klugscheißen, dieses Konzert ist sowieso

nur ein Tropfen auf einen heißen Stein ... für die beteiligten Arbeiter der Show bringt es nur ein Stückchen Brot, aber die Butter wird fehlen -

und das Perpetuum mobile könnte sich am Ende rückwärts drehen.


Guten Tag, Gruß Silvia

13. August 2020 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Köln bei Torsten

Foto: S. B.

Vorspeise: Französische Fleischterrine, Lachs-Forellen-Terrine mit Jakobsmuscheln, Terrine von Spargel-Mozzarella-Rote Bete
Hauptgang: Chateaubriand, Pommes dauphines ou duchesses, Ratatouille, Rotwein-Jus
Nachtisch: Zitroneneis, Schoko-Mandel-Tarte, Mousses au chocolat blanc


Gnädige und Ungnädige

Im Trailer hebt Naara die Besonderheit der Kölner Gruppe hervor, und ich frage mich, ob es ihr besonders gut gefällt, hier manipulieren zu können. Sicherlich gefällt es ihr ebenso gut, die Kandidaten zu beeindrucken.

Dann jedoch gibt sie die Dinner-Domina und schwingt die Wörter-Peitsche ... natürlich unterbrochen von ihren ewigen Ähms, die ihre Aussagen aber nicht abmildern, sondern die Zeit des Zuhören-Müssens nur verlängern. Es ist eine Qual ...

Doch von Anfang an:

Torstens umfangreiche Vorbereitungen für seine Vorspeise sehen eigentlich gelungen aus. Auch, wenn er daran erinnert werden muss, den weißen Spargel zu schälen ... es kann durchaus an der Aufregung liegen. Eine Aufregung, die Naara eher fremd ist.

Natürlich ist es keine Kunst, Fleisch sous-vide zu garen, aber die Würzung darf unter Kochkunst verbucht werden. Leider lässt Torsten beides in einem Metzgerei-Schwimmbad erledigen. Dies sollte er besser vor seinen Konkurrenten verschleiern ... man gibt doch nicht freiwillig Munition in die Hände von Naara.

Denn die hält die Munition ganz fest.


Es ist eine Qual

wie Naara öffentlich Denise auf ihre Seite holt. Falls Denise in ihrer Punkte-Wahl noch schwankt, Naare nimmt ihr diese Unsicherheit.

Jedoch auch die anderen Mitspieler dieser besonderen Gruppe finden nicht so gute Worte für Torstens Vorspeise. Nico,

der eigentlich bis ein paar Stunden vorm Dinner keine Terrine kannte, würde wohl ohnehin lieber auf die

5-Minuten-Terrine

zurückgreifen. Die kennt er offenbar, was viel über die Qualität all seiner Aussagen übers perfekte Dinner aussagt.

Naara betont, wie kritisch Torsten in den vergangenen Tagen war - und daher die Erwartungen an ihn besonders hoch sind.

Seltsam nur, und vermutlich ein Fehler im TV-Schnitt, dass ich sie nicht nur als wesentlich kritischer, sondern auch als belehrend obendrein erlebt habe und noch erlebe.


Fazit

In dieser Gruppe bekommt Torsten kein Bein auf die Erde. Ein bisschen Lob gibt es nur für sein Dessert, aber das hindert

Naara und Denise nicht daran, mit eiskalten Händchen die 5er-Tafel zu ziehen. Nico und Anne geben ihm wenigstens die neutrale 7.

Zwischen 5 und 7 Umdrehungen klafft eine vollständige Meinung - oder auch nur Freundlich- bis Unfreundlichkeit.

Mit insgesamt 24 Zählern liegt er noch hinter dem jungen Nico, der überhaupt nicht kochen kann.

So unterscheiden sich Gnädige von Ungnädigen. Wie das Dinner wirklich ist ... keine Ahnung. Ich traue  niemandem aus dieser Gruppe ein ehrliches Wort zu.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Donnerstag, 13. August 2020

12. August 2020 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Köln bei Naara

Vorspeise: Jakobsmuschel, Sellerie, Beurre Blanc, Passionsfrucht
Hauptgang: Pasta, Filet vom Milchkalb, Erbsen, Jus
Nachtisch: Pavlova, Mango-Maracuja-Sorbet


Die Klugscheißerin

Bevor es die Zuschauer merken, ist es ein guter Schachzug, seine negativen, aber erkennbaren Wesenszüge, selber zu offenbaren. Eine Freundin nannte Naara sogar Korintenka..., wobei sie das böse Fäkaliensprachenwort durch ein niedliches ersetzt hat: Ich habe dieses Wort leider vergessen.

Der Gast Nico, seines Zeichens nun wirklich weder ein Hobby- noch ein Gelegenheits- bzw. Verlegensheitskoch, gibt ihr im Klugscheißen sogar ein bisschen Schützenhilfe ... und kritisiert, wo er besser still, ganz still, wäre.

Allerdings weiß Nico, dass jeder Kölner anders ist. Das soll heißen, sie sind nicht geklont und nicht pauschal zu beschreiben. Seine vielleicht klügste Aussage in dieser Woche.

Naara lebt mit ihrem Mann, dem sie einst nach seinem Nudelgericht die Chance auf eine Beziehung gegeben hat,

in einem schönen, gepflegten Haus mit Garten. Beides ist absolut vorzeigbar. Ihr Mann Markus natürlich auch.

Eher bekommen die Zuschauer ohnehin mehr Probleme mit dem zu Hörendem: Die ausgewiesene Perfektionisten

hat völlig vernachlässigt, ihre Sprache dem perfekten Rahmen anzupassen:

Ähm . Tatsächlich

vertragen keine Überdosierung, wie Naara sie hier praktiziert. Bis zur nächsten Show muss sie sich und wird sie vermutlich - das dringend abgewöhnen.

Ich sehe förmlich ihr Leid über sich selber, als sie die Ausstrahlung ihrer Sendung betrachtet.


Fazit

Da ich alles mit geschlagenem Eischnee und selbstgemachte Baisers sowieso liebe, gefällt mir die Pavlova.

Beim Milchkälbchen scheint einiges nicht wirklich zu gelingen (aber das kann ich gar nicht im Einzelnen beurteilen),

wobei das erste Misslingen beim frühen Schlachten liegt. Wie lange würden eigentlich Kühe ihre Kälbchen hüten, wenn sie dürften wie sie wollten? Aus der Antwort könnte man dann schließen, wie lange die Mutterkuh ihr Kälbchen vermisst ... und um es trauert.

Die Punkte: 10 gibt Anne, 9 bekommt Naara von Torsten, je 8 von Denise und einem Nico, der lieber gar nicht bewerten sollte.

Mit 35 Zählern liegt Naara - zum Ego passend - an der bisherigen Spitze.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Mittwoch, 12. August 2020

11. August 2020 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Köln bei Nico

Vorspeise: Selbstgeräuchertes Tatar auf Pumpernickel-Talern, dazu fruchtiger Granatapfel-Salat
Hauptgang: Selbstgefangener Saibling mit Ofengemüse und Dill-Senf-Dressing
Nachtisch: Cheesecake im Glas mit Früchten


Die morbiden Freuden  mancher Leute

Dass Nico umfänglich tätowiert ist, eine gespaltene Zunge hat und diverse Magnete oder was auch immer unter seiner Haut implantiert hat,

interessiert mich überhaupt nicht. Ebenfalls ist es mir völlig egal, dass er irgendwann seinen ganzen Körper bunt bemalt haben will. Dazu gäbe es nur zu bemerken, dass sich Geschmäcker im Laufe des Lebens total verändern können - und das beinhaltet auch Bilder. Heute findet man sie schön, morgen will man sie nicht mehr sehen.

Doch die Hauptsache ist, dass seine Oma ihn immer erkennt. Seine Dackelmix-Hündin Lotte wird ihn sowieso erkennen - denn sie achtet nicht auf Äußerlichkeiten.

Ich jedoch hier und da durchaus, denn ich bin kein treuer Hund:

Und hier fällt mir sein Wohnzimmer-Friedhof ins Auge. Er sammelt ausgestopfte und aufgespießte Tiere, die nebeneinander an einer Wand hängen - und findet das schön.

Ich finde es lediglich schön, dass Nico später in die Kochschule umziehen muss, weil in seiner Wohnung die derzeit geltenden Abstände nicht eingehalten werden können,

denn so muss auch ich als Zuschauerin nicht den weiteren Abend im Schatten toter Tiere verbringen.


Eigentlich

wirkt Nico sehr sympathisch, wenn man ihn reden hört. Ein bisschen naiv, ein bisschen dreist (sich für eine Kochsendung empfohlen zu haben) und, was das Kochen angeht, mit einer Spur Selbstüberschätzung:

Aber leider kann ich diesen Friedhof nicht vergessen ...

Ansonsten kann Nico mal so überhaupt nicht kochen. Er ist der Angler, der seinen Fisch auf den Tisch bringen will - alles andere wie z. B. Gemüse muss er zwangsweise hinzufügen, damit es zumindest ein bisschen wie ein Menü wirkt.

Den heute angerichteten Fisch hat er allerdings vor einiger Zeit in einem Forellenteich gefischt. Eine Art Gatterjagd für Fische. Für eine diesbezügliche kleine Lüge

ist er wohl wirklich zu einfach ehrlich gestrickt.


Fazit

Das Zusammen-Gemansche aller Zutaten könnte leicht erheiternd wirken, weil es mehr Unwissenheit kaum geben kann. Besonders die Zubereitung seines Nachtisches

macht baff. Käsekuchen soll es werden - heraus kommt das erste Getränk mit einer Spur von Käse.

Nico wird sich nicht auf den Sieg konzentriert haben, ihm reicht vermutlich bereits die Aufwandsentschädigung (meines Wissens sind das 800 Euro), um finanziell zufrieden zu sein. Ein bisschen Werbung für seine Berufstätigkeit als Piercer ist nebenbei auch noch drin ...

Die Punkte: Je 7 geben Denise, Torsten und Anne, 6 gibt Naara. Das sind 27 Zähler.

Von dem übrig gebliebenen Geld der Aufwandsentschädigung kann er sicher seinen Wohnzimmer-Friedhof erweitern. In meiner Glaskugel, die in die Zukunft zielt, sehe ich die Hündin Lotte,

posthum zurück zu voller Schönheit - und an die Wand gepinnt.

Mich gruselt es.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Dienstag, 11. August 2020

10. August 2020 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Köln bei Denise

Vorspeise: Thunfisch-Mango-Avocado-Tatar, Preiselbeer-Brotchip
Hauptgang: Bergisch Beef auf Erbsen-Minz-Espuma, Heumilchschaum, Blaubeer-BBQ-Soße und Topinambur-Chips
Nachtisch: Brownie-Crumble mit Tonkabohnen-Eis und Himbeer-Espuma


Nur einer ist nicht happy

... und dieser heißt ausgerechnet Happy. Heißt das Kaninchen so, weil es sein eigenes Heim im Haus von Denise bewohnt? Das ist sogar 2stöckig, aber dennoch so klein, dass Happy sich darin kaum umdrehen kann. Mit einem tierischen Gefährten wäre dieses Ställchen bereits hoffnungslos überfüllt.

Natürlich kann es sein, dass Happy auch einmal im Haus und im Garten herumhoppeln darf - aber dieser Stall steht sicherlich nicht ungenutzt in einem dunklen Raum herum - oder ist gar für die Zeit des "perfekten Dinners" angeschafft worden.

Eher ist er dazu gedacht, Happy jederzeit wegsperren zu können, wenn einem gerade nicht nach Happy ist. Hoffentlich wird er nicht eines Tages in seinem Verlies völlig vergessen ...

Einen großzügigen Freilauf im Garten für den einsamen tierischen Hausbewohner sehe ich ebenso wenig wie eine nötige Gesellschaft für ihn.

Stattdessen gibt es reichlich Platz im Garten für wuchernden Lorbeer und Rosmarin. Beides entspricht einer Lebens-Ration.

Ansonsten ist es heiß draußen, als die Sendung mit Denise ausgestrahlt wird - derart heiß, dass der WDR im Anschluss an die Tagesschau eine Sondersendung über die Hitze und tropische Nächte ausstrahlt. Sie schlagen eben schon ein bisschen aufs Gemüt, diese hohen Temperaturen ...

und man fühlt doppelt intensiv mit Happy: Wie würde es mir selber jetzt in einem Raum ergehen, in dem der Platz nicht einmal zum Ausstrecken reicht?

Wenn sie gewinnt, würde Denise sich ein Gartenhäuschen gönnen - also wäre auch genug Platz vorhanden, dem Kaninchen einen schönen Aufenthaltsort - und einen Artgenossen - hinzustellen.

Apropos würde: Das Wort genau oder tatsächlich bekommt heute einen Kumpel mit dem Wort würde. Vor jedem Handgriff erklärt sie, was sie nun machen würde ... obwohl sie es nicht machen würde, sondern macht.

Das nervt! Fast 40 Grad vor dem Bildschirm sind einfach zu viel,

um ihr auch noch 40 Punkte gönnen zu können.

Wirklich happy sind die Gäste mit ihrem Menü auch nicht.

Torsten und Naara geben ihr je 7, Anne und Nico 8 je Zähler. Mit 30 Punkten ist sie gut bedient.

Und es ist sicherlich Absicht, dass zwei der Teilnehmer während ihrer Interviews vor dem traurigen Stall sitzen, der damit noch dominanter in den Mittelpunkt ragt.

Welche Sendung für Denise als nächste aus der voxschen Reihe in Frage käme, ist hiermit klar: Eine der Tiersendungen, damit sie lernt,

Happy entweder artgerechter zu halten ... oder ihn in gute Hände abzugeben.


Guten Morgen, Gruß Silvia 


Samstag, 8. August 2020

8. August 2020 - Die Profi-Besserwisser




Die Profi-Besserwisser

Manche der im Titel genannten unterscheiden sich nicht wesentlich von den Gebrüdern Grimm oder auch ihrem Vorfahren, dem Baron Münchhausen.

Ihre wirkungsvollste Waffe beim Eingreifen in jede Tatsache ist die Phantasie. Phantasie besitze ich auch, aber die nutze ich für fiktive

Geschichten, die auch als solche erkennbar sind. Ich nehme die Phantasie nicht als Ratgeber fürs tägliche Leben,

und bin somit keine Ur-Ur-Enkelin von jenem Baron, der die hanebüchesten Geschichten erfand - und dem die Leute auf den Leim gegangen sind. Selbst, wenn der Baron selber eine fiktive Person war - es gab ein Vorbild für diesen Lügen-Profi, und diesem wurden von verschiedenen Autoren diverse Lügenstories zugeschrieben:

Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen (1720 - 1797).

Heute heißen solche Geschichten "Alternative Fakten" oder "Fake-News", im Besonderen sind es jedoch Verschwörungs-Theorien.

Wer sich nun an der über Elvis festklammern will, sollte sich beeilen, denn sonst droht dem noch Lebendigkeit erachteten Elvis bald der natürliche Tod. Immerhin wäre er jetzt bereits 85 Jahre alt, da kann der Tod schon mal anklopfen.

Dass der Tod durch Corona nicht anklopfen wird, unterstellen die Verschwörungs-Theoretiker, die nicht an das Virus glauben,

weil sie meinen, das alles sei nur etwas, das in die Welt gesetzt wurde, um uns allesamt in den wirtschaftlichen und psychischen Ruin zu treiben. Am Ende wird dann ein

Bill Gates

vermutlich die Weltherrschaft übernehmen.

Falls die Verschwörungs-Theoretiker  dennoch an die Existenz des Virus glauben, so sind sie sicher, dass wir mittels einer baldigen Impfung alle einen Chip eingesetzt bekommen ...

und schwupps durch den Stoff auch noch verbal und handlungsunfähig ruhig gestellt werden.

Wobei manchen ein wenig Ruhigstellung durchaus gut stehen würde.

Natürlich sind diese Leute keine Verschwörungs-Theoretiker, sondern Querdenker, und sie haben die Fähigkeit gepachtet,

die irren und bösen Absichten zu durchschauen, die uns alle in der heutigen Zeit drohen - falls wir uns nicht wehren.


Meine Gegenwehr

gilt dem Virus. Ich sehe es nicht, ich kann es nicht anfassen oder riechen, und ich bin noch nicht einmal - bislang - daran erkrankt. Trotzdem ist das keine

Glaubenssache (wie die an Gott), sondern eine reale Bedrohung.

Ich halte Abstand, schütze mich, wo es nötig ist, mit einer Mund-Nasen-Maske. Große Menschenansammlung meide ich, weil ich mir

selber die Nächste bin. In diesem Fall auf jeden Fall.

Die Profi-Besserwisser finden bei mir kein Gehör, weil ich weiß, wie Viren ticken. Weil ich ihr böses Einschleichen in die Körper kenne, und ich kenne die Macht, die sie im Anschluss daran gnadenlos übernehmen.

Klar, wenn es Covid-19 nicht gäbe, dann wäre das alles natürlich überflüssig ...

überflüssig, die Weltwirtschaft herunterzufahren, Leute finanziell zu ruinieren, manche in den Suizid zu treiben oder einfach nur in den Wahnsinn, weil ja alles nur gefaket ist.

Vernunftgesteuert möchte ich anmerken, dass ich mir keinen Politiker vorstellen kann, der einem Bill Gates die

Weltherrschaft überlassen will. Vor allem sind sich die Politiker weltweit untereinander nicht einmal grün.

Und eine auf Einigkeit begründete Vorgehensweise von allen Politikern dieser Welt gibt es sowieso nicht.

Am Ende sind die auch allesamt davon abhängig, dass wir

zahlungsfähig bleiben.


Guten Tag, Gruß Silvia 


7. August 2020 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Berlin bei Julia


Foto: Sabine Carolina Hallwachs "Bine kocht"


Vorspeise: Spinat-Bergkäseknödel mit Thymian-Schinkenchips auf Wildkräutersalat
Hauptgang: Rindersteak mit Kräuterhaube an Laugentaler und Steinpilzsauce
Nachtisch: Kaiserschmarrn mit dreierlei betrunkenen Früchten


Eine Berliner Göre, in Rostock geboren

... sagt Julia über sich selbst. Als kleine Kostprobe berlinert sie, und, obwohl sich das niedlich anhört, spricht sie sogleich wieder hochdeutsch, denn Berlinern findet sie "ein bisschen asozial".

Ihre Mit-Kandidaten halten Julia für ehrgeizig und gewinnorientiert - selber und aus der Distanz über den Schirm betrachtet, sehe ich andere, die dieses Prädikat weitaus mehr transportieren. Die ewig nörgelnde Melanie zum Beispiel, die alles kurz und klein redet ... leider hält sie ihren eigenen Ansprüchen nicht stand. Auch Sandra traue ich diesen Ehrgeiz nicht nur zu, sondern auch, dass sie kräftig daran mitwirkt, am Ende der Show als Gewinnerin nach Hause gehen zu dürfen.

Nur André und auch Ida muss ich von jedem Verdacht meinerseits ausnehmen. Ida kann gönnen und André kleidet seine Begeisterung in gefühlvolle Worte wie:

Eine Landschaft, die sich mir sehr erfreulich erschloss. - Zum Kaiserschmarrn: Ein Gedicht, ich fühlte mich wie ein Kaiser.

Bevor jedoch der letzte Bissen des Schmarrns gegessen wird, erfahren wir, dass Julia ein österreichisches Menü ausgewählt hat, weil ihr Corona

in diesem Jahr einen Strich durch die Reise dorthin gemacht hat.

Keinen Strich macht Melanie den Machern der Sendung durch ihre Rechnung: Demonstrativ hält die Kamera auf ihre prallen Oberschenkel. Es macht vermutlich Spaß, wenn man Gesprächsstoff filmt.

Für alle künftigen Teilnehmer eine kleine Warnung: Im Fernsehen sehen alle Menschen dicker aus als sie sind - kommt dann noch eine ungünstige Perspektive hinzu, ist solch ein Schmarrn auch fertig.


Fazit

Es ist sehr angenehm, Julia zuzusehen. Aber dennoch: Manche Leute lernt man übers TV ein Stück weit kennen, andere gar nicht. Manche wissen ganz genau, was sie von sich preisgeben, andere machen sich darüber keine Gedanken. Insgesamt lernt man in einer 5-Tage-Woche niemanden wirklich kennen, was nicht ausschließt, dass man den einen vielleicht mag, den anderen eher weniger.

Julias Punkte: Je 9 bekommt sie von André und Ida, 8 von Melanie und 7 von Sandra. Mit 33 Zählern liegt sie knapp hinter der

Wochengewinnerin Sandra.

Ich wünsche allen Lesern ein schönes und gesundes Wochenende. In unserer Region werden wieder Hitzerekorde gebrochen - ich wünschte, wir würden andere, positive Rekorde brechen. Aber es ist wie es ist. Wir machen das Beste daraus.


Guten Morgen, Gruß Silvia