Mittwoch, 5. August 2015
4. August 2015 - Vox - Goodbye Deutschland - Die Mallorca-Bande
Der schöne Teller
Dass man von solch einem nicht allein isst - ist Sarah längst klar. Dass sie mit dem schönen Teller Jens meint, ist dann doch ziemlich weit hergeholt - und bringt mein Weltbild gehörig ins Wanken. Ebenso wie die blonden und brünetten Frauen, die sich um ihn reißen. Schlummern da etwa unter der unscheinbaren Hülle eines Mr. LovaLova explosionsartige Versprechen der anderen Art, die mir verborgen bleiben?
Oder habe ich verlernt, auf innere Werte zu achten und sie der äußeren Erscheinung zuzuordnen? Sind mir jetzt auch schon frisch geduschte und sauber gekleidete Männer lieber? Bei Gelegenheit schäme ich mich mal für meine Oberflächlichkeit.
Während meiner intensiven Überlegungen werde ich von einem lauten Knall unterbrochen - schon wieder ist Jenny jemand in ihr Auto rein gefahren. Diesmal in ein ganz neues. Und jetzt hat sie ein paar blaue Flecken auf der Haut - nicht nur die auf der Seele, die ihr Jenser-Superman einst verpasst hat. Das hindert sie nicht daran, ihre Tombola-Verlosung vor einem immensen Publikums-Auflauf ohne den Ex-Ex über die Bühne zu bringen.
Der weilt unterdessen in Delmenhorst und gibt den Einheizer für andere Tingel-Sänger wie Loona und Konsorten. Vor siebzehn Jahren hatte sie einen Hit - seitdem ist der genug Grund für eine Daseinsberechtigung im Show-Biz. Also eigentlich ein ganz einfaches Geschäft!
Jens glaubt, er habe seinen Hit mit "Arm, aber sexy", doch er wird im weltberühmten und ereignisreichen Delmenhorst eines Besseren belehrt. So schnell zerplatzen Träume, so ratzfatz wird er wieder auf den Hintern gesetzt.
Eine Antonia aus Tirol, die wer weiß wo wirklich her kommt, backt in der Zwischenzeit einen kalorienbefreiten Kuchen für ein paar Leute, die auf Diät sind. Erich, der Millionär, der nicht nur schlafzimmerweise, sondern gleich häuserweise von seiner Liebsten Svetlana getrennt lebt, ist auf Liebes-Diät. So bedröppelt wie er guckt, geht das wohl schon lange so ...
Die anderen diäten nur der Figur wegen. Der Fürst beansprucht gleich den ganzen Kuchen für sich - ein Synonym für die Goodbye-Deutschland-Folgen im allgemeinen, an denen er teil nimmt. Wenn er so weiter macht, lässt er noch einen Jens Büchner alt aussehen.
Antonia diätet nicht, sie promoted: Ihr Backbuch, das bald erscheinen wird. Und da helfen ein paar Tränen über die überstandene Krankheit ihres Mannes immer ganz gut. Hat doch sowieso kein Zuschauer genug zu tun, über eigene Unglücke zu weinen - da kommt ein fremdes gerade recht.
Und ganz traurig kann man werden, wenn man die Schluss-Akkorde der Sendung vernimmt: Inzwischen haben sich Sarah und Jens getrennt, und der Schwerenöter hat bereits eine Neue. Ob die sich dann traut, von dem schönen Teller jeden Tag und ganz allein zu essen, wird uns sicher nicht erspart bleiben ...
Guten Tag, Gruß Biene
4. August 2015 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Berlin bei Sabine
| Foto: S. B. |
Vorspeise: Roter Traum - Rote Bete Carpaccio mit karamellisierten Walnüssen, Feldsalat und Ziegenkäse
Hauptspeise: Süßes Schwein - Schweinefleisch mit Pflaumen, gereicht mit Ofenkartoffeln und Gemüse
Nachspeise: Aufregender Dreier - Eis mit Erdbeeren und Mandelkuchen
Ich mach' mir die Welt, so wie sie mir gefällt
Wer sich je gefragt hat, wie Pippi Langstrumpf in reiferen Jahren aussieht, wird mit etwas Phantasie hier fündig: Sabine mit dem Staubwedel aus steil in die Luft aufgestreckten Haaren und ihrer chaotischen Art, mit der sie alle anderen leicht durcheinander und aus dem Konzept bringen kann, bemüht sich nach Kräften, das Alter außen vor zu lassen und das Leben als Dauer-Jugendliche zu genießen.
Vor nicht allzu langer Zeit hat ihr vierter Ehemann sie als Witwe zurück gelassen, und manchmal düst sie ganz allein mit ihrem Fahrrad in Richtung Küste. Ob man sie unterwegs gerne treffen möchte - denn sie ist sehr kommunikativ - ist eine Frage, die die einen mit Ja und die anderen eher mit Nein beantworten würden. Denn ein bisschen strapaziert sie auf Dauer die Nerven.
Und denke ich noch, es gibt nur eine Pippi im höheren Alter - kommt schon die zweite zur Tür herein: Frisuren-Double Evchen ist eine Freundin und heute schnibbelt sie für die Kopier-Künstlerin großer Maler. Ach ja, als Künstlerin würde sie sich ebenso wenig bezeichnen wie als Dame. Da gehe ich mit ihr konform. Ist auch viel lustiger, ein verrücktes Haus zu sein als eine Dame.
Nur Steffi sieht dem Abend erst einmal mit Panik entgegen: Nachdem man sie im Kindergarten einst gefesselt haben soll, weil sie ihre Pellkartoffeln mit Quark nicht essen wollte - kommt heute ein zweites Trauma auf den Tisch: Schweinefleisch mit Pflaumen. Sie hasst es! Angeblich hat ihre Mutter das jeden gefühlten Sonntag auf den Tisch gebracht. - Aber, aber ... eine Mutter kann doch ihre Tochter nicht so hassen, dass sie ihr das dermaßen Ungeliebte ständig vorsetzt!
Sabines Menü kommt gut an, sieht auch gut aus - nur sie selber klamüsert die einzelnen Bestandteile gern zu negativen Aussagen auseinander. So zwingt sie ihre Mit-Streiter geradezu in die Verteidigungsposition, denn: Im Zweifel für die Angeklagte ...
Am Ende verleihen sie der etwas verpeilten (oder spielt sie das nur?) und schusseligen Sabine insgesamt dreißig Punkte.
Ein lustiger Abend neigt sich mit dem Geburtstag von Jörn dem Ende zu. Als Gastgeberin ist sie eine Bereicherung in den Annalen des perfekten Dinners, wenn man sie auch nicht täglich um sich haben möchte.
Da sie Schulsekretärin ist, stelle ich sie mir in einer Grundschule vor - denn sie hat sich sehr viel Kindliches bewahrt - oder befindet sich aus der ständigen Jagd danach.
Guten Morgen, Gruß Biene
Dienstag, 4. August 2015
3. August 2015 - RTL - "Ich bin ein Star ... lasst mich wieder rein"
| Foto: I. N. |
Die Fernseh-Prominenz
der Buchstaben X, Y, Z gibt sich die Ehre und kämpft um einen der begehrten Plätze im Dschungel-Camp 2016. Den Sender des Schreckens kann selber gar nichts schrecken, weder Tod noch Teufel, höchstens der Verlust der Zuschauer. So schicken sie die vierundachtzigjährige Ingrid van Bergen ins für sie aussichtsreiche Rennen um einen Pritschenplatz bei Wasser und Bohnen.
Während dessen dümpelt die Show am Rande der Zuschauergunst, und täglich schalten weniger ein. Ob da Mausi und Peter Bond und Ingrid etwas dran geändert haben? Zumindest ist Ingrid van Bergen cooler drauf als die Moderatoren Sonja und Daniel, die ohne Vorlage und frei Schnauze die Lockerheit völlig verloren haben. Wer die noch lustig findet, findet auch Peter Bond attraktiv.
Wie ich höre, darf Ingrid sich nun unter anderem mit Costa Cordalis und Willi Herren um einen Platz im Dschungel bemühen. Naddel wurde von den gnädigen und fürsorglichen Zuschauern nicht in den "Recall" gewählt, weil es im Dschungel zwar Grenzerfahrungen gibt, aber über diese Grenzen kein Alkohol geschmuggelt werden darf. Dafür ist Frau Engel noch im Rennen, die sich mit gockelnden Ehemännern auskennt.
So wird die schräge Ingrid vermutlich am Ende den Mann mit dem schrägen Gesicht ebenso schlagen wie den jüngeren Mann mit den schrägen Gedankengängen hier und da und öfter. Oder es kommt alles ganz anders, und Mathieu Carrière darf erneut eine junge Frau aufs Verzweifelteste anbeten, sie möge doch mal ihren Mund halten. Ich erinnere gerade den Namen der Frau nicht. Sie huschen so schnell und spurlos an mir vorbei, ist wirklich nicht meine Schuld.
In den nächsten Tagen geben ein paar ziemlich Unbedarfte dann ihr Bestes. Allen voran ein Joey, der seine Gage schon im Vorfeld abdrücken muss.
Und warum schickt eigentlich niemand die Moderatoren in den Dschungel? Dschungel steht hier als Synonym. Denn ohne die hinter ihnen stehenden Autoren sind sie gerade mal geeignet, in einem Autohaus einen Auftritt von Tatjana Gsell anzumoderieren. Wie so oft bringen hier Leute die Lorbeeren nach Hause, die andere für sie geschrieben haben.
Ein Sender auf dem Weg, alles zu versuchen, um den Dschungel im nächsten Jahr interessanter zu gestalten als die langweilige Veranstaltung in diesem Jahr.
Wenn sie nicht mindestens Guido Maria Kretschmer nach Australien locken, ohne den ja keine Veranstaltung mehr stattfindet - sehe ich aber ganz schwarz.
Guten Tag, Gruß Biene
3. August 2015 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Berlin bei Jörn
Aperitif: Grüne Wiese
Vorspeise: Champignonsuppe mit Käse-Apfel-Crostini
Hauptspeise: Kalbsschnitzel mit Beelitzer Spargel, heimischen Erdäpfeln und einer zitronigen Sauce Hollandaise
Nachspeise: Erdbeer-Himbeer-Kompott mit Buttermilch-Grieß
Der Kindergarten-Soldier aus Köpenick
Dem einen ist die Bundeswehr Flucht- und Ausweg, dem anderen ein wahres Grauen. So war Jörn insgesamt acht Jahre beim Bund, während ein anderer aus dieser Berliner Dinner-Runde nur die schlimmsten Erinnerungen an seine Zeit dort hat. Inzwischen ist Jörn Erzieher für die Kleinsten der Kleinen, sozusagen für die Grießbrei-Fraktion.
Ob ihm da zuweilen die Zeit als Soldat hilfreich ist - kann ich nicht beurteilen: Beides ist sicher ein harter Job, wenn auch völlig unterschiedlich.
Und ob diese Jahre hilfreich waren, um eine gute Küche schätzen zu wissen - kommt auch auf die Sichtweise an:
Der Aperitif heißt schon mal "Grüne Wiese" - Erinnerungen an Manöver mit Tarnklamotten im grünen Gras? So lecker kann der Drink nicht sein, und vermutlich viel zu süß - aber definitiv grün.
In die Champignonsuppe wirft er auch gleich noch eine Sättigungsbeilage: Reis. Ein Tipp vom Soldaten aus der Verpflegungsmaschinerie beim Drill, Druck- und Dosenbrot-Verein?
Die Wiener Schnitzel misslingen ein bisschen, weil er zusätzlich die Sauce Hollandaise beaufsichtigen und unter Kontrolle halten muss.
Der Nachtisch könnte sowohl beim Bund als auch in Kleinkind-Krippen beliebt sein. Er macht satt und ein bisschen glücklich, ist aber für ein perfektes Dinner nicht der Hauch einer guten Wahl.
Steffi mäkelt am Essen herum, während Sabine abstreitet, eine Dame zu sein. Ihr scheint das Essen nicht so wichtig zu sein wie vielleicht die Präsentation ihrer Malerei und der eigenen Person.
Jörn bekommt insgesamt achtundzwanzig Punkte, und ist damit gut besoldet.
Es darf noch ein bisschen Fahrt aufgenommen werden in unser aller Hauptstadt.
Guten Morgen, Gruß Biene
Montag, 3. August 2015
2. August 2015 - ARD - Lindenstraße "Alles auf Anfang"
| Foto: Petra Silie |
Alles auf Anfang
wäre gar keine schlechte Idee - denn so wie es jetzt läuft, sieht es nach einem langsam vor sich hin dümpelnden Ende der Serie aus. Als Zuschauer hat man eine direkte Ahnung davon, dass es sich hier um weiter nichts als Kulissen von Häusern handelt - die ansonsten unbewohnt sind. So leer und still wird die Kulissen-Straße auch über den Fernseh-Schirm gebracht: Fern von jeder Lebendigkeit.
In dieser friedhöflichen Stille kommt es nicht glaubhaft rüber, dass die Leute das Akropolis zertrümmern - was wohl eher dem Plot auf die Sprünge helfen soll. Aber wie es so oft passiert, verlieren sich Handlungsstränge und werden einfach nicht weiter verfolgt.
Ich tippe mal, Adi und Jack räumen den Laden wieder auf, und weiter passiert gar nichts.
Auch, dass die neue Freundin vom "Hasen" polyamour lebt - ist leider nur langweilig. Da ist wohl einem Drehbuchautor ein Wort unter die Augen gekommen, und das wurde sogleich als innovative Idee aufgegriffen.
Schlimm ist es, wenn Iffi Zenker ihre schönen Haare durchs Bild trägt: Die werden hin und her geworfen, um ins rechte Bild zu passen, dass es einem manchmal schwindelig wird. Ansonsten ist von dem Temperaments-Bündel früherer Jahre nichts übrig geblieben: Hier hat es eine nicht von der Kinder-Darstellerin ins Schauspielfach geschafft. Geradezu peinlich ist ihr Auftreten manchmal, besserwisserisch und wenig passend zu einer Frau ihres jungen Alters.
Und selbstverständlich findet Lea es plötzlich interessanter, eine Ausbildung zur Friseurin zu machen - anstatt ihr Abitur zu bauen. Nun ja, ab heute gilt ja auch der Mindestlohn für Friseure, das dürfte wohl Anreiz genug sein, bei anderen Chancen doch lieber zum altbewährten Handwerk zu greifen. So richtig aus dem Leben gegriffen sieht anders aus.
Und Hans, einmal vom lieben Typen hin zum boshaften alten Mann und sofort wieder zurück! Und das sogar ganz voller Demut und der neuerlichen Hingabe an seine Anna. Auch so läuft Leben nicht!
Nur Lisa ist immer noch die böse Lisa. Aber ob Murat und Paul aus ihrer gegenwärtigen Misere einen Ausweg finden - oder ob Lisa beide einfach einen Kopf kürzer macht? Doch zur Not können die Autoren auch Lisa in eine vorübergehende freundliche Stimmung versetzen - und alles wird gut.
Ob es insgesamt wieder gut werden kann bei der Lindenstraße, wird bezweifelt. Der Höhepunkt ist lange überschritten und die Tatsache "... man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist" wurde nicht wahrgenommen.
Es bräuchte schon ein paar verdammt gute Ideen-Geber, um dieser Serie noch mal Schwung zu verleihen. Eigentlich sollte man sie lieber zu Grabe tragen.
Guten Morgen, Gruß Biene
Samstag, 1. August 2015
1. August 2015 - DVD-Kritik - Dead Man Walking
Ein Film, gewidmet: Lee und Thelma
Dead Man Walking
rufen die Gefängniswärter, bevor der Todes-Kandidat den kühlen Raum seiner letzten Atemzüge betritt. Dafür gibt es keine wirklich Übersetzung für den deutschen Sprachraum, weil es hier keine Todesstrafen gibt.
Dead Man Walking nannte die Nonne Helen Prejean ihr Buch über die Begleitung eines zum Tode verurteilten Verbrechers. Hier gespielt von Susan Sarandon, die für ihre Darstellung einen Oscar bekommen hat.
Der verurteilte Verbrecher Matthew, ein Mörder und Vergewaltiger der schlimmsten Art, wird von Sean Penn dargestellt.
Nachdem er der Nonne Helen einen Brief geschrieben hat, besucht diese ihn im Gefängnis und erlebt einen sexistischen, rassistischen, arroganten Menschen, der seinen Taten keinerlei Reue folgen lässt, sondern sie in letzter Konsequenz sogar abstreitet. Er sei lediglich "dabei" gewesen. Einen Brief an die Ordensfrau hat er nur geschrieben, damit sie ihm zu einem Anwalt in einem Berufungsverfahren verhilft.
In der Folge trifft Sr. Helen auch auf die Familien der beiden jugendlichen Opfer, die für ihr Engagement für den Schwerverbrecher kein Verständnis aufbringen können.
Ist auch nicht einfach, in irgendeiner Form Hinwendung für den Täter zu äußern, der ein echter Kotzbrocken ist. Doch auch solch ein Mann hat eine Mutter, die ihren Sohn liebt und nun leidet.
Das Berufungs-Verfahren wird abgelehnt, und der staatlich sanktionierte Mord wird eingeleitet. Offenbar dürfen keine Einzelheiten über eine Hinrichtung an die Öffentlichkeit gelangen. Wer hier die tödliche Spritze setzt, bleibt im Dunkeln.
Im Zweifelsfall ist es unter anderem der, der die Medikamente in die Spritzen aufgezogen hat - und jener, der die Kanüle für die Spritzen gesetzt hat, die nun automatisch den Weg in die Venen des Todeskandidaten finden.
In diesen letzten Tagen begleitet Sr. Helen den Mörder und Vergewaltiger in ihrer Rolle als geistiger Beistand. Sie soll die erste Frau in den USA gewesen sein, die diese Verantwortung auf sich genommen hat.
Nach und nach zeigt sich, dass der Mörder auch ein Opfer war. Eines seiner Umwelt. Was nichts entschuldigt und rechtfertigt, aber so ist es nun mal. Am Ende gesteht er Helen sowohl den Mord als auch die vorhergehende Vergewaltigung. Das ist für die Nonne der Punkt, in dem die göttliche Vergebung einsetzen kann.
Und in dieser Nonne hat er einen Menschen gefunden, der ihn liebt - und den er lieben kann. Das ist etwas Neues im Leben von Matthew. Sie meint, der Wert eines Menschen sei höher einzuschätzen als seine schlimmsten Taten. Und bringt ihm die Bibel nahe, ihm, dem Spötter über solche Dinge - und er sieht sie am Ende als sein Schlupfloch.
Der Film ist ein eindringliches Plädoyer gegen die Todesstrafe. Jede Hinrichtung ist ein weiteres Drama auf diesem so fortschrittlichen Planeten. Wahnsinn beinahe, dass Todeskandidaten eine Suizid-Wache bekommen ...
Es ging in diesem Film und in dem wahren Hintergrund für den Film ja niemals darum, dass dieser Mensch jemals wieder frei gekommen wäre - lebenslang wäre ihm ohnehin sicher gewesen. Doch die Todesstrafe ist inhuman und stellt jeden Staat, der diese noch ausübt, als nicht besser dar als jeden ihrer Mörder, den sie verantwortungsvoll verurteilen - aber nicht töten sollen.
Von fünf möglichen Sternen bekommt dieser Film von hier aus alle fünf. Und kein Stern für Staaten, die morden.
Guten Tag, Gruß Biene
31.Juli 2015 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Düsseldorf bei Ortrud
| Madame Tussauds/London/Cher |
Vorspeise: Duett von der Tomate
Hauptspeise: Soufflé an Ratatouille
Nachtisch: Eis mit Kuss
Wer es in Düsseldorf schafft,
schafft es überall ...
Noch einmal aufgebäumt und ran an die Beschreibung des letzten Dinner-Abends dieser Woche, der bei Ortrud stattfindet. Sie soll sich mit einer geheimnisvollen Aura umgeben haben, meinen ihre Mitstreiter. Und in der Tat kann auch ich nicht sagen, dass ich Ortrud etwas mehr als nur ein kleines bisschen kennen gelernt habe.
Ohnehin habe ich manchmal vor lauter Bäumen keinen Wald mehr gesehen. Und so übernimmt Angelika auch diesen Abend mit ihrer Über-Präsenz. Vielleicht hat sie nur so viele Kinder bekommen, damit sie in deren Mittelpunkt stehen kann!
Ortrud hat noch keine Kinder, dafür hat sie sehr, sehr schöne Fotos von sich selber. Und knall-bunte Tattoos auf beiden Armen, die ihr ausgesprochen gut stehen. Nur passen dazu keine ebenso bunten Kleider. Die sollten dann schon einfarbig sein, damit sie auch was "für sie tun können" - wie der neueste Fernsehgott immer wieder predigt. Sie wird ihn noch kennen lernen!
Ebenso Elzbieta, die als nächste Hürde gegen die häusliche Langeweile ebenfalls Shopping-Queen anstrebt. Fast könnte man meinen, dass alle Bewerber für die Modesendung erst einmal durch die Hölle der hauseigenen Kochsendung marschieren müssen.
Während Ortrud mit ihrer Schwester Sigrun das Essen vorbereitet, das Angelika später durch den Kakao ziehen wird - spricht sie mit einem noch sehr jungen Baum. Ich dachte, die hätten noch nicht so viel zu erzählen? Aber nur eines ist klar: Kein Baum auf der ganzen Welt kann so redseligen Unsinn quasseln wie Angelika. Ungefragt meistens, doch leider nicht ungehört.
An keinem Tag der Woche hat Jörg seine Freundlichkeit verloren. Da steht er gleichauf mit der hübschen Ortrud. Die anderen muss ich nirgendwo wieder sehen.
Ortrud bekommt achtundzwanzig Pünktchen für ihr schönes Dinner. Wie von ihm und uns erwartet gewinnt der dröge Marko die Chose.
Und demnächst machen alle ein Picknick unter Bäumen und lauschen den entertainenden Gewächsen der Natur.
Guten Morgen, Gruß Biene
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