Donnerstag, 3. April 2014

3. April 2014 - Aus dem Bienenkästchen: Doris Day wird 90 Jahre alt

Was diese Frau so alles treibt ...

kann man heute noch in den zahlreichen Wiederholungen ihrer beliebten Filme aus den fünfziger und sechziger Jahren sehen.

Nicht viele konnten sicherlich sagen, was Gaucho Marx wortspielerisch geprägt hat: "Ich kannte Doris, bevor sie Jungfrau wurde."

Blond, unschuldig, keim-frei, immer frisch geduscht, küchen-verliebt und nur in winzigen Andeutungen anrüchig war sie in ihren Filmen. Jeder gekonnten Annäherung der schönsten männlichen Hollywood-Stars jener Zeit entging sie auf Biederfrau-Art, was ihr noch immer einen Ehering einbrachte.

Im Leben sah das ganz anders aus. Da war sie weniger das

The Girl next door,

dass sich nur in umständlicher ungeübter Form der Liebe und dem Sex widmete. Man munkelt, sie hätte keinen Filmpartner ausgelassen: Nie vor der Kamera! Aber immer in den Schlafzimmern abseits der Kameras.

Sie war mehrfach verheiratet, hatte aber nur einen Sohn, den sie mit 19 Jahren bekam: Terry Melcher. Dieser starb 2004 an Hautkrebs. Sie ist mit ihrem Leid nicht an die Öffentlichkeit gegangen.

Und schon lange vorher hat sie sich weitgehend zurück gezogen und um Tiere gekümmert, vor allem um Hunde. Einer der Ehemänner war seinerzeit wohl nicht mehr bereit gewesen, das Bett mit so vielen Hunden zu teilen.

Sie lebt zurückgezogen, Fotos aus den letzten Jahren gibt es nicht.

Und so erinnern wir uns bei jeder Wiederholung eines Doris-Klassikers einer schönen jungen Frau, die so blond ist, dass es  Männern damals schwindelig werden konnte - und die dennoch nicht an sie herankamen.

Mit Rock Hudon war sie eng befreundet - und hat auch ein paar Filme mit ihm gedreht. Er ist vielleicht der einzige Filmpartner, den sie nicht in ihr Bett ziehen konnte. Als er an Aids starb, war sie am Boden zerstört, denn er war ihr Freund gewesen.

Heute feiert sie ihren 90. Geburtstag.

Happy Birthday der bekanntesten Jungfrau jener Zeit.

Gruß Biene

2. April 2014 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Gütersloh bei Claudia

Working Girl

Claudia bittet in ihre Wohnung, und der Besucher wird erst einmal von riesengroßen Fotos, die nichts zeigen als sie selber, überwätigt. Die Vox-Crew wird selbstverliebte Menschen kennen: Es zeugt nicht gerade von irgendeiner Form der irdischen Zurückhaltung, sich selbst derart überdimensional zu präsentieren.

Die schicke Hütte befindet sich in Gütersloh, und es darf nicht vergessen werden, zu betonen, dass Claudia aus Geilenkirchen stammt. Eine schöne Frau, eine schöne Hütte und ein gar vox-gefälliger Ort.

Sie lebt zusammen mit Peter. Und hätte gern, dass er ihr einen Heiratsantrag macht. Wir leben in Zeiten, in denen frau das auch gern tun darf.

Mehr nebenbei studiert sie, hauptberuflich hat sie eine Agentur, die osteuropäische Pflegekräfte vermittelt. Mit Personal-Leasing-Firmen habe ich persönlich meine Probleme, da mir sofort der Gedanke an Ausbeutung kommt. Sie selber meint jedoch konträr, sie hätte ein Helfer-Syndrom. Jeder darf sich die Welt so machen, wie sie ihm oder ihr gefällt, meinte einst schon Pipi Langstrumpf.

Thomas sitzt im Interview völlig uncool mit dickem Schal um den Hals und Mütze tief in die Stirn gezogen, als hätte er sich schon vor seinem Kochabend verkühlt: Liegt vielleicht an dem Koch-Genie Lucas, der ihm die Suppe und den Ehrgeiz versalzen könnte?

Während dessen macht sich die Köchin in Peters Küche umtriebig ans Werk, und Peter darf passieren, pürieren und was es sonst noch an Tätigkeiten gibt, um nicht ganz aus der Fernseh-Rolle zu fallen.

Die Gäste sind baff beeindruckt von der Umgebung, in der Claudia lebt. Kein Wunder, dass sie diese heiraten möchte.

Manfred verstummt gar ein paar Mal und sammelt im rotierenden Hinterkopf vermutlich Erfahrungen. Er wird die Worte schon wieder finden. Da bin ich ganz sicher.

Amuse Gueule kommt nicht so gut an. Thunfisch in der Vorspeise: Nein, muss nicht sein. Steht auf der Roten Liste!

Der Vorspeisenteller ist kein Teller, sondern eine Schiefer(schall)platte, die gehörig Krach macht beim Draufrumgabeln. Außerdem ist alles einen Ticken zu bunt.

Der Wein zur Hauptspeise ist zu warm, dafür ist das Fleisch kalt. So relativiert sich alles. Shit happens!

Einzig die Nachspeise finde ich sehr schön angerichtet - und nicht in alle Ecken zerstreut und  aufgekleckst.

Um ihre eigene und Peters Person webt die Gastgeberin kleine Geheimnisse, es sei ihr gegönnt. Obwohl ein paar offene Worte den Spekulationen und der Phantasie Einhalt gebieten könnten.

Da ich nicht davon ausgehe, dass hier der Neid ein paar verdiente Punkte abgezogen hat, landet sie auf dem vorläufig zweiten Platz. Mit viel Luft nach oben!!! Oder war der Neid doch der Punkte-Berater?  Ich hätte acht Punkte gegeben.

Missgunst lohnt sich nicht: Du weißt nicht, was du Unliebsames übernehmen müsstest, wenn du mit jemandem tauschen könntest.

Ich habe kein Helfersyndrom, helfe mir jetzt aber raus aus der Nummer: Eine schwammige Person, die schöne Claudia.

Guten Morgen, Gruß Biene

Mittwoch, 2. April 2014

2. April 2014 - Aus dem Bienenkästchen: Goodbye Deutschland-Gucker vermissen die schrecklich nette Familie Bebensee

Was macht eigentlich die schrecklich nette Familie Bebensee?

Über gut informierte Quellen hörte ich, dass Shortys Beach-Club den dritten Geburtstag feiert. Leider war ich nicht eingeladen, sonst könnte ich mal richtig vom Leder ziehen ...

Ich hätte genau überprüft, ob der Einsatz der Kochprofis erfolgreich war, oder ob Biggy nicht doch schon vorher und überhaupt gut kochen kann.

Die Bebensees gehören zum Urgestein der Vox-bereiten-Auswanderer. Ältere Rechte an dieses Attribut hat vielleicht noch der Jetzt-Texaner Konny Reimann. Die Reimann-Sendungen sind abgedreht. Nein, jetzt nicht im mentalen Sinne - sondern im Kamera-Sinn. Da ist schon alles erzählt, was es zu berichten gibt und auch viele Dinge, die keiner wissen wollte.

Bei den Bebensees hätte ich persönlich gern auf die Streitereien zwischen Mutter und Tochter verzichtet, aber mich fragt ja keiner. Diese Inszenierungen kann Vox wohl nie so ganz aus den Augen verlieren, und viel Wahres war wohl nicht dran.

Im plötzlich verstorbenen Vox-Forum hatten wir mit Biggy immer jede Menge Spass: Mir ist niemand bekannt, der so hart im Nehmen war wie sie. Von manchen Seiten kamen schon mal ganz harte Nummern.

Und auch Vox beschert uns die harte Nummer - und bringt keine Fortsetzung der schrecklich verrückten Familie. Wer hier wen verlassen hat, ist die offen stehende Frage. Vox die Familie Bebensee - oder doch umgekehrt?

Schließlich wäre es schön gewesen, auch Nobby mal näher kennen zu lernen. Aber er ist nicht der, der sich in die Öffentlichkeit drängt, er zieht vermutlich die Fäden im Hintergrund und lässt von dort aus seine Puppen tanzen. So oder so ähnlich ...

So ist es bei Vox wie im Leben: Manche Geschichten werden nicht zu Ende erzählt. Erst wird man heiß gemacht, dann wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen. Stattdessen bekommt man Auswanderer vorgesetzt, die man am nächsten Tag schon wieder vergessen hat.

Zum dreijährigen Bestehen des Shortys wäre mal die Gelegenheit für ein Resümee gewesen, und es ist noch nicht zu spät für weitere Feierlichkeiten. Die Bebensees könnten auch die Geissens endlich ablösen, die guckt doch ohnehin niemand mehr ...

Auch Daniela Katzenberger hat ihr Verfallsdatum überschritten. Zu viel Präsenz macht den Zuschauer müde.

Dann könnte Bianca noch bei Let's Dance ihr Tanzbein schwingen oder in den Dschungel einziehen - oder Biggy übernimmt einen der Parts.

Biggy for Dschungel-Camp! Ich bin dafür.

Happy Birthday sagt  euch eure Biene

1. April 2014 - Vox - Das perfekte Dinner/Profi-Woche/Dienstag in Essen mit Lucas

Ernährungs-Medley

Als Retter in unserer Not tritt Lucas fürs Ruhrgebiet an, denn er lebt in der Ruhrmetropole Essen. Das möchte ich hier ganz dringend festhalten und angenommen wissen. Gelingt Vox ja ansonsten immer der berühmte Griff ins ..., wenn sie im Ruhrgebiet Hobby-Köche casten.

Lucas hat eine Freundin namens Elena, die sich außerhalb des Fernseh-Ereignisses aufhält. Überdies ist sein Bruder von Beruf Koch, aber kein Sternekoch.

Seine Küche ist ziemlich gut ausgestattet, und vielleicht sind ein paar Dinge Leihgaben vom Bruder. Muss aber nicht zwingend der Fall sein: So wie Lucas kocht, nutzt er die Gerätschaften auch öfter. Da lohnt sich die Anschaffung.

Wenn man mit Kindern von 0 - 3 Jahren arbeitet, braucht man einen erwachsenen Ausgleich, also, warum nicht kochen mit Leidenschaft?

Auch hier kommen von mir keine Spekulationen, denn das geht mir während der Sendung völlig gegen den Strich und auf den Geist und es ist überflüssig und gähnend eintönig, die Kandidaten im Minuten-Takt nach ihren Mutmaßungen zu befragen.

Es gibt leider kaum andere Gesprächsthemen.

Lucas kocht nicht nur hervorragend, er richtet das Ernährungsmedley auch appetitanregend an.

Manfred ist der Alles-Wisser in der Runde, auch, wenn er mal eine Kleinigkeit nicht parat hat. Als Friseur erfährt man im Small-Talk-Verfahren so viele Dinge, die möchte keiner sonst wissen.

Thomas kann sich eine Frage nicht verkneifen: "Wie kommt man als so junger Mann zu so einer wohlhabenden Wohnung."

Ja, ja, ja ... jetzt sind schon die Wohnungen wohlhabend! Ein klein wenig Guthaben im Kopf wäre auch nicht schlecht.

Johannes hingegen hat völlig andere Probleme als die mit Wörtern. Ihm gefällt das Menue sehr gut, doch von einem Koch würde er mehr erwarten!

Vermutlich hat er noch nie in einem der vielen Restaurants genannten Lokale gegessen, in denen das Essen unterirdisch schlecht ist. Hat auch sicher noch nie einen Blick in das Koch-Profi-Hilfsprogramm geworfen. Was ich aber nicht glaube, denn sonst hätte er sich - was die Anrichtung der Speisen betrifft - schon längst was abgekupfert.

Eindeutig ZEHN Punkte! Und das für einen Ruhrgebiets-Hobby-Koch. Das möchte ich hier nochmal festhalten.

Toll gemacht, Gruß Biene

Dienstag, 1. April 2014

1. April 2014 - Das perfekte Dinner - Tatort erster Tag bei Professor Boerne in Münster

Zwischen den Ohren - Letzter Teil

muss man nur kompetent kombinieren können, wenn Talente fehlen oder alles einfach in die Hose geht. Karl-Friedrich erinnert sich an jenes Spargelessen, dass der erfolgreichen Aufklärung von einem Mord folgte:

Damals hat Vadder Thiel Küchen-Talente bewiesen. Ganz heimlich greift Boerne zum Telefon,   jetzt soll gemauschelt werden soll.

Wie geplant, trudeln die Gäste der Reihe nach ein, was zur reinsten Verwirrung des Professors führt: Er öffnet die Tür und greift mit seiner Hand erst mal ins Leere - vielmehr über den Kopf hinweg von der ersten Kontrahentin. Es ist Alberich. Damit konnte selbst ein weltweit anerkannter Professor Boerne nicht rechnen.

"Da ist die Stadt voll von ganzen Menschen, und was schicken die mir hier: einen halben Menschen."

"Ich freu mich auch nicht, sie zu sehen, Chef." Das Erstaunen liegt auf beiden Seiten. Weitere harsche Worte werden vertagt, denn Georg Wilsberg trifft ein. Und der trifft auch gleich noch auf Anna Springer - eine wahre Überraschungs-Party.

Unterdessen hört man ein Scheppern aus der Küche, aber niemand darf einen Blick hinein werfen, denn vor der Tür steht Frank Thiel Schmiere, eine Flasche St. Pauli-Bier in der Hand.

Der joviale Professor reicht seinen Aperitif und seinen Gruß aus der Küche und für Anna einen kleinen Happen zusätzlich: "Dich hätte ich auch gern mal auf dem Tisch." Uups, die Pathologen kennen keine Beleidigungen, die sie noch nicht ausgesprochen haben, sie sind ganz harte Brocken. Manche größer, manche kleiner, aber immer ganz hart im Austeilen und Einstecken.

Anna trinkt schon mal ziemlich viel. Georg Wilsberg schließt sich verzweifelt der trinkfesten Anna an.

Die Vorspeise kommt gut an. Und die Gäste machen sich auf den Weg, die Wohnung zu erkunden. Sie landen im Schlafzimmer des kochenden Pathologen. Anna kichert, Wilsberg, der laut Autor zur Frauenlosigkeit verurteilt ist, kann sie gerade noch auffangen, bevor sie vor Lachen aus den Latschen kippt:

An der Wand hängen Poster von Anna Loos. In allen Lebenslagen, von vorne, von hinten, von der Seite. Und Wilsberg meint, dass man nicht mal in Bielefeld eine Wohnung wie diese finden würde.

Der Hauptgang gefällt dann aber besser als der Blick ins Schlafzimmer: Es gibt einen Braten aus der Lende des Wagyu-Rindes mit getrüffelter Rotweinreduktion. Denselben Rotwein gibt es auch zum Essen: 1989er Chateau Petrus. Wenn schon, denn schon!

Alberich und ihr Chef vertagen natürlich jedes klärende Gespräch und widmen sich hingebungsvoll den geistigen Getränken. Sonst ist der Professor ja eher der Genießer, heute ist er jedoch so was von überfordert damit, die Speisen aus der Küche zu holen, dem Drehteam auf die Nerven zu fallen - dass auch ihm nichts bleibt als der Geist des Weines.

Nach dem Dessert tanzen Anna und Alberich auf dem Tisch und Boerne sieht seine liebreizende Assistentin erstmals auf Augenhöhe. Er muss aufpassen, dass sie ihm nicht über den Kopf wächst.

Der Kamera-Blick in die Küche zeigt das Gemetzel, dass der durchaus gute Koch, Vadda Thiel, hier angerichtet hat. Boerne zückt sein Notizbuch und schreibt fleissig Zahlen hinein, reißt den Zettel raus und überreicht ihn dem Redakteur.

"Meine Kostenrechnung für ihre Buchhaltung." - Fix wie ein Denker nun mal handeln kann, hat Boerne alle ihm entstandenen Kosten notiert, die jetzt von Vox zu begleichen sind.

Im Hintergrund singt Anna mit Wilsberg das Lied von den Königskindern, die nicht zusammen finden können. Alberich denkt an Selbstmord. Aber verwirft den Gedanken gleich wieder, weil sie lieber nicht auf Boernes Tisch landen möchte.

Der Vox-Redakteur läuft schreiend davon - und stellt ab sofort die Dreharbeiten in Münster für alle Zeiten ein. Es ist nicht bekannt, ob er den Weg aus Münster hinaus noch schafft, oder im dortigen Landeskrankenhaus Station machen muss.

Gruß Biene

31. März 2014 - Vox - Das perfekte Dinner/Profi-Woche/Montag in Aachen mit Johannes

Extrablatt

Denn Vox hat mal wieder einen gelernten Koch ausfindig gemacht, der bereit und willens ist, sein Können im Fernsehen unter Beweis zu stellen.

Ich rate an dieser Stelle mal überhaupt nicht mit, denn es ist mir relativ egal, wer hier nicht nur voxxig, sondern auch beruflich kocht.

Den Auftakt macht der Journalist Johannes, der in Aachen lebt. Er schreibt Reportagen und Bücher über Essen und Trinken. Falls es Fotos in diesen Büchern geben sollte, so können die bestimmt nicht von ihm selber stammen, denn mit dem Anrichten hat er wirkliche Probleme.

Teilweise ist das nicht mal alltags tauglich. Zu kleine Teller, bei deren Anblick mir  der Appetit auf das Essen vergehen würde. Kotelett-Knochen, die frei in der Luft über den Tellerrand schweben, treiben es auf die Spitze des nicht so wirklich Ästhetischen.

Aber der mit einem Mann verheiratete  Johannes ist ein auf den ersten Blick sympathischer Zeitgenosse, von dem ich hoffe, dass er im Laufe der Woche genau so bleibt wie an seinem Gastgeber-Tag. Mit seinem Mann ist er seit 19 Jahren zusammen, aber die beiden haben noch nie in derselben Wohnung gelebt: Weil zuviel Nähe viel zerstören kann.

Das hat was!

Die Raterei der einzelnen Kandidaten untereinander macht mich heute schon kirre. Auch stehen wieder die Küchen-Belästigungen auf dem Plan. Never change a winning-system, denkt sich der Vox-Redakteur - und alles bleibt beim Alten.

Vor allem die scheinbar so furchtbar wichtige Frage, wer von den Teilnehmern auch beruflich kocht.

Johannes Menue schmeckt sicher lecker. Und er ist auch nicht unbedarft in seiner Küche. Kochen interessiert ihn und gutes Essen auch, sonst würde er keine Geschichten darüber schreiben.

Für ihn hoffe ich, dass die Journalisten-Geschichte stimmt, denn ich wünsche ihm nicht den Stress in zum Beispiel einer Mensa-Küche. Es gibt so viele schöne Berufe, der des Kochs gehört nicht unbedingt dazu.

Sieben bis acht Punkte würde ich trotz des Anrichtungs-Debakels geben. Ein bisschen auch, weil er öfter seine Oma erwähnt hat. Da wurde ich an meine erinnert ...

Manfred ist schon mal ganz hin und weg von Claudia. Lukas hat ein Foto in der Hand und errät daraufhin den Namen des Gastgebers, bevor er ihn eigentlich wissen kann. Thomas stammelt herum, als es um Verbrennungen an seiner Hand geht. Und Claudia kommentiert alles wie eine Ober-Küchenfee.

Trotzdem hat mich nur der Gedanke an diesen Artikel wach gehalten ... Es war soooo langweilig.

Guten Morgen, Gruß Biene

1. April 2014 Das perfekte Dinner - Erster Tag bei Karl-Friedrich in Münster

Dieses Dinner haben vielleicht einige verpasst, denn es wurde Mitten in der Nacht ausgestrahlt, weil es so unterdirdisch ist!

Zwischen den Ohren/Teil 1

muss immer was los sein, meint Karl-Friedrich und wer lesen kann, der kann auch kochen. Ganz nach diesem Motto goes Karl-Friedrich for Dinner-King.

Erst einmal rennt er  aufgescheucht und aufgedreht und ziemlich hirnlos  durch den Laden.  Deutlich sieht man: Der Mann hat noch nie hier eingekauft, vermutlich hat der überhaupt noch nie Lebensmittel selber gekauft.

Dem Redakteur berichtet er ein wenig beleidigt, dass er sich eigentlich für das perfekte Promi-Dinner beworben hätte - und nicht für das popelige Normalo-Dinner. Ja, nun, meinte der mit vielen nervenden Laien-Darstellern bestrafte Redakteur, immerhin wäre er ja nicht Jan-Josef Liefers.

In seiner Küche schüttet er erst einmal den gesamten Tascheninhalt auf den Tisch, als wolle er den Mageninhalt einer frisch eingetroffenen Leiche betrachten und analysieren. In diesem Moment trifft schlurfend seine Küchenhilfe ein und brummt ein paar unverständliche Worte in die Luft.

Der recht kleine Mann ist untersetzt und kann eigentlich kein Freund von Karl-Friedrich sein, denn die beiden Männer sind ziemlich gegensätzlich. Während der eine Worte ohne Ende findet, sucht der andere meist ohne viele Worte die Haare in den Suppen.

"Das ist mein Mieter - der Frank", erklärt Karl-Friedrich auf wiederholte Nachfrage. Und er stellt ihn nur mit Vornamen vor, weil es im TV-Leben so üblich ist, allen überflüssigen Namensballast einfach weg zu lassen. Und sein "der" vor dem Frank erklärt auch schon die Distanz, die hier herrscht.

Ich vermute mal, Frank ist der einzige Freund, den dieser aufgeblasene Professor je hatte. Und ich vermute weiterhin, dass er das nie zugeben würde.

Unterdessen sitzt eine kleine Frau namens Silke im Interview. Sie ist ziemlich klein, nicht nur klein, scheint aber sehr gewitzt zu sein. Sie habe ihren Chef gar nicht davon unterrichtet, dass sie beim perfekten Dinner mitmache - und ein bisschen unwohl sei ihr schon, wenn sie an die spätere Ausstrahlung denke.

Aber bis dahin vergehe ja noch viel Zeit.

In einem anderen Lokal in Münster sitzt Georg und lässt sich zu dem Kommenden interviewen. Er macht einen leicht genervten Eindruck. Sieht fast so als, als hätte er ständig Geldprobleme, mit denen er sich herumschlägt. Sein Beruf wird als verkrachte Existenz angegeben: Nein, in Wirklichkeit steht dort: Antiquar.

Sein Motiv, beim Dinner mitzukochen, scheint eindeutig das Geld zu sein. Und auf die Frage, ob er mit seinem Dinner gewinnen möchte, nickt er ein "Selbstverständlich". Und er habe dafür alle mobilisiert, ihm zu helfen, die auch nur einen Löffel halten können.

Nur seine gute Freundin Anna hätte ihn mal wieder im Stich gelassen und fadenscheinige Entschuldigungen gebraucht.

Ja, eben diese Anna wird in ihrer Dienststelle interviewt. Gleich gibt sie preis, dass sie einen der Teilnehmer kennt: Georg. Der wisse aber nicht, dass sie kochtechnisch nun seine Rivalin sei.

Da ist ein Münsteraner Chaos-Quartett zu einer Vier-Tage-Dinner-Woche angetreten, um mal so richtig aufzukochen und ganz nebenbei vom Leder zu ziehen, dass diese Woche auf immer in Erinnerung bleibt. Nur hält jeder die anderen und nie sich selber für Chaoten. Das ist ja klar: Die Arschlöcher sind immer die anderen.

Das Dinner von Karl-Friedrich sieht schon mal sehr vielversprechend aus: Profiteroles mit Foie Gras und einem süßen Wein als Aperitif: Monbazillac.

Da muss Anna schon mal grinsen und meint, es höre sich irgendwie nach Bazille ein. Sie hofft, es handelt sich nicht um eine linke Bazille.

Silke ist geschockt. Als Liebhaberin großer Doggen mag sie auch Gänse. Aus der Pathologie kennt sie jede Menge Fettlebern, sie möchte bitteschön nichts essen, was schon zu Lebzeiten irgendwie tot war.

Georg schnalzt mit der Zunge, für ihn ist das okay.

Unterdessen werkelt Karl-Friedrich in seiner Küche und verbreitet nichts als Chaos um sich herum. Frank ist ihm bei der Chaos-Bewältigung auch keine wirkliche Hilfe, aber das St. Pauli-Bier zur Entspannung schmeckt ihm. Auf Touren bringt es ihn jetzt aber weniger.

Bei der Sichtung der Vorspeise: Rochenflügel in Weissweinsoße in Begleitung von Pouilly fume! - stutzt Silke. Irgendwie könnte das bisher aufgeführte in direkter Partnerschaft zu ihrem Chef stehen. Das wäre genau nach seinem Geschmack! Abgefahren und hochgestochen.

Sie verwarf nicht zu Unrecht den Gedanken an ihren Chef als Koch dieses Dinners: Er ist der kulinarischste Gourmet, den sie kennt - aber kochen liegt ihm so fern wie ein liebes Wort zu ihr oder sich ein Fussball-Spiel von Werder Bremen anzusehen.

Fortsetzung folgt am Nachmittag

Für die Menu- und Wein-Zusammenstellung bedanke ich mich bei einer lieben Freundin und super Köchin. Sie weiß schon, dass sie gemeint ist.