Frauen . Männer . Freundschaften
Eitel Sonnenschein, Lachen, Prosecco, schwere Probleme wälzen ... das ist eine Freundschaft unter Frauen. Falls sich Frauen überhaupt noch von Männern unterscheiden, bedeutet Freundschaft bei Männern:
derbe Witze reißen, die sich allesamt um Frauen und ihre Befindlichkeiten kümmern und sich natürlich auch im sexuellen Bereich befinden und über die man sich herrlich lustig machen kann.
Ist das Freundschaft oder ist es Kumpelei auf niedrigem Niveau, weil man das höhere verweigert oder nicht anstrebt oder überhaupt nicht erreichen kann?
Freundinnen können aber auch rundum schlagen, wenn sie ihre oberflächlichen Momente haben - oder wenn es sich herrlich tratschen lässt.
Was Männerfreundschaften betrifft, habe ich keine internen Kenntnisse, aber früher hätte ich sie eher
skatspielend Stabilität erreichen sehen, die sich gemeinsam die Kante geben und zuhause von ihren nudelholzschwingenden Frauen erwartet werden. Zumindest war das in dummen Witzen zu sehen, denen man einfach nicht entkommen konnte (übrigens sind die Witze seitdem nicht besser geworden). Heute
könnten sie sich durch ihre Tinder-Kenntnisse gegenseitig über eine schnelle Nummer austauschen.
Ich weiß, ich irre mich vermutlich. Aber falls, gilt das nicht für die gesamte Gattung Mann. Und selbstverständlich genauso für Frauen.
Eigentlich gibt es nur eines, was Frauen anders handhaben als Männer:
In Frauenfreundschaften geht man gemeinsam in Lokalen aufs Klo und beichtet sich beim Lippenstiftnachmalen intimste Gedanken, ohne auf den Punkt zu kommen, weil es viel Nebensächliches zu erzählen gilt. Man blickt gemeinsam in den Spiegel und sieht doch Unterschiedliches:
"Hatte sie eine schlechte Nacht?" - "Hat sie Ärger mit ihrem Mann?" - "Sie sieht aber älter aus als ich, und dabei ist sie 2 Jahre jünger." - "Ich sollte ihr mal sagen, dass ihre Frisur Scheiße aussieht." - "Sie redet viel zu viel." - "Ich muss dieses Ritual endlich durchbrechen - und allein zum Klo gehen."
Die Frage, warum Frauen stets gemeinsam zur Toilette gehen, stellt sich nicht, es ist so - eher ist die Frage angebracht, warum es darüber noch keine wissenschaftlichen Abhandlungen gibt.
Eine andere Frage wäre, warum Frauen meist mehr hören als man ihnen sagt - während Männer Weltmeister im Weghören sind?
Gut funktionieren kann die Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau, so lange keine einseitigen romantischen Gefühle im Spiel sind:
die Frau redet etwas weniger - und der Mann bemüht sich, besser zuzuhören, als es seiner Natur entspricht.
Guten Tag, Gruß Silvia

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