Freitag, 22. Mai 2026

21. Mai 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Bamberg bei Mathias



"The story of my life"
Vorspeise: Surf & Turf - Rind / Lachs / Winter-Portulak
Hauptgang: The Art of Parmigiana di Melanzane - Melanzane / Pomodoro / Parmigiano / Basilico / Agnello
Nachtisch: Spaghettieis-Cheesecake-Strawberry / White Chocolate / Vanilla / Cream / Amarettini



Ein Allrounder erzählt die Geschichte seines Lebens

... und die ist wild! - Denn wie zum Beispiel stelle ich mir einen Brückenschlag vom Hoteldirektor diverser internationaler Häuser zum

Herbergsvater einer Jugendeinrichtung vor?

Und: nennt Mathias sich Unternehmer, weil er etwa diese Gummi-Mini-Händchen auch verkauft, die er aufdringlich albern an den vergangenen Tagen promotet hat?

Heute kommen die zum Glück nicht zum Einsatz, aber ich denke nicht, dass er es geschafft hat, sie außen vor zu lassen - sondern diese Szenen dem Schnitt zum voxgewollten Opfer gefallen sind.

Mathias ist Festival-Betreiber und System-Coach - und alles, was mit Gastronomie zu tun hat, gehört sowieso zu seinem Leben.

Selbst Gastronomie-Meisterschaften hat er gewonnen - u. a. mit einer Tischdeko.

"Ich bin der krasseste, schlimmste Perfektionist", gesellt sich als Selbsterkenntnis hinzu.

Man könnte denken, hier schwelgt ein Neu-Rentner in seinen beruflichen Erinnerungen, die er nun unters TV-Volk bringen möchte ... aber

Mathias ist kein Rentner, sondern 40 Jahre alt. Während andere in seinem Alter durchaus fürchten dürfen, sie müssten noch 30 weitere Jahre schuften,

startet er mit 70 sicher noch mal ganz neu durch, vielleicht als Alleinunterhalter in Altersheimen. Wäre mein Tipp.

Doch heute möchte er die Geschichte seines bisherigen Lebens schon mal ins TV und dort auf Teller und in Gläser bringen: Fortsetzung andernorts nicht ausgeschlossen!


Das Menü

Mathias lebt in dem schicken Haus seines "besten Kumpels" Jonas, und da "3 nicht einer zuviel" ist, lebt auch Jonas' Freundin Mona dort. Heute ist sie

eine Schnibbelhilfe. die seinen krassen Perfektionismus bereits zu kennen scheint - und unerschrocken jede Korrektur entgegennimmt.

Neben dem Aperitif serviert der gebürtige Berliner Mathias kleine Portionen Curry-Wurst: die bereitet er nach genau demselben Rezept zu, wie er es

schon in seinen Gastronomie-Zeiten getan hat.

Ist er vielleicht auch noch Koch?

Vielbeschäftigt und dampfplaudernd rödelt er in der Küche herum und feilt an diesem und jenem, und es gelingt ihm, seine Gäste zu erfreuen:

Nun ja, nicht alle, denn Ragil isst kein rohes Fleisch - und möchte sich mit dem Tatar in der Vorspeise nicht anfreunden.

Neben Lamm gibt es Parmigiana di Melanzane im Hauptgang, begleitet von einer weiteren, kleinen Geschichte seines Lebens:

Mathias mochte absolut keine Auberginen - bis Max in sein Leben kam! Keine Ahnung, wer Max ist - aber durch ihn lernte er die Auberginen zu lieben.

Leider kam kein Max in mein Leben ...

Eis am Stil als eine Nachtisch-Zutat erinnert ihn an seine Kindheit ... als wäre die bereits abgeschlossen!


Fazit

Mathias hat Feuer unterm Hintern, aber Ragil verursacht ein echtes, wenn auch nur ein kleines, dem er selber ziemlich hilflos entgegentritt:

Geschenke von Mathias an seine Gäste sind in Pappkartons verpackt - und Ragil übersieht die Kerze, als er den Karton öffnet. Zum Glück greift Angela beherzt zu und verhindert eine flächendeckende Ausbreitung.

Vielleicht ist diese Szene auch nur ein sorgfältig inszenierter Regie-Einfall ... möglich ist alles.

Kontrolliertes Anbrennen unter Aufsicht mit der Absicht, noch ein bisschen mehr Tempo ins Spiel zu bringen?

Die Punkte für Mathias: 10 gibt Schorsch, je 9 Ragil, Luisa und Angela.

Mit 37 Zählern liegt er am vorletzten Tag verdient auf dem bislang 1. Platz, besonders gepusht von seinem größten Fan Schorsch, dessen Worte einem liebevollen Nachruf nicht unähnlich sind.


Guten Morgen, Gruß Silvia


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