Vorspeise: Granat oder Knat oder Porren. Söök Di dat ut.
Hauptgang: Een Viech ut de Narverschop. Mit wat Gröned, wat Geeled, wat Roted, wat Bruned un wer mach uk wat Schwated.
Nachtisch: Bist Du een Söötschnut oder nich? Dütt oder datt, för alle wat.
Das Leben ist wie eine Wundertüte: Je tiefer man darin herumgrabbelt, um so mehr kommt zum Vorschein.
- Br. Paulus Terwitte (*1959), Kapuziner
- Br. Paulus Terwitte (*1959), Kapuziner
Keine Tütensuppen, sondern richtige Wundertüten verspricht die Sendereihe "das perfekte Dinner", und an Montagen sprechen auch einige Kandidaten von den bevorstehenden Tagen als "Wundertüten". Eine Wundertüte erinnert ein bisschen an frühere kindliche Freuden,
doch meist waren die Wunder kleiner als man erhofft hat.
Die 42jährige Stefanie eröffnet die norddeutsche Kiel-Woche und gibt zumindest eine völlig neue Sichtweise aufs "Dinner":
seit 20 Jahren ist sie bereits Zuschauerin - aber nicht nur das: über diese Sendung hat sie das Kochen erlernt.
Heute zeigt die Physiotherapeutin und Osteopathin, was sie in ihrem langjährigen
Kochkurs, der auch im Buchhandel seine Auftritte hatte,
mitbekommen hat.
keine Sonderangebote für z. B. 2,99 Euro,
sondern will ihre Gäste mit guten Zutaten verwöhnen.
Das Menü
Eine Großpackung Krabben verarbeitet sie zu einer Suppe und reicht dazu Extra-Krabben mit Salz, Pfeffer undichhabedenRestvergessen zu einem puren Vergnügen. So ist
zumindest der Plan.
Die Galloway-Steaks sehen roh wunderbar aus, aber dann passiert etwas, das ich
Kochen nennen möchte - und Steaks wollen nun mal nicht gekocht, sondern scharf angebraten werden. Diese sehen groß und blass aus, und von Röstaromen dürfen sie nicht profitieren.
Ich gewinne den Eindruck, dass ihr das überhaupt nicht auffällt ...
Dekonstruierte Bratäpfel zeigen Teller-Bilder des Jammers. Und die Krümel, gern Crumble genannt, weil das einfach besser klingt, vervollständigen fast das farblose Bild,
gäbe es nicht noch ein Fliedersüppchen in Extratassen. Hier kennt man das unter Holunder.
Und: den Pharisäer will ich nicht unter den Tisch fallen lassen, denn Kaffee samt Schuss ist ein schöner Abschluss. Die von ihr erzählte Geschichte dazu ist bekannt - und klingt in ihrer Ausführlichkeit nach Besserwisserei.
Fazit
Bislang ist diese Runde für mich noch eine Wundertüte, während Stefanie in ihrer gern 8 bis 9 Punkte vorfinden möchte.
Die Überraschung dürfte am Ende für die Kosten, die sie investiert hat, zu klein ausfallen:
je 7 geben Patrick, Moritz und Kristina, 8 gibt Jessica.
Das ergibt die Summe von 29 Zählern, denn teure Zutaten ergeben noch kein gelungenes Menü.
Aber sicherlich ist jeder einzelne Punkt lieb gemeint.
Guten Morgen, Gruß Silvia

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen