Samstag, 29. November 2025

28. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Bonn bei Magdalena



"Eine kleine Reise durch meine Welt"
Vorspeise: Polnische Tapas - Bigos im Brötchen / Mayosalat / Pierogi
Hauptgang: Deutsche Köstlichkeiten - Rind / Kartoffel / Süßkartoffel / Tomate / Gurke
Nachtisch: Einmal Urlaub bitte - Schoko-Trüffel-Tarte / Orangen-Soße / Matcha-Creme / Limoncello


"Der Lebenskünstler und der Feinschmecker wissen, dass man ein Schwein sein muss, um Trüffel zu finden."
- Donatien Alphonse François de Sade (1740 - 1814), genannt Marquis de Sade

Die Experimentierfreude mancher Kandidaten treibt Blüten - wahlweise auch Pilze, weil manch einer der Welt etwas völlig Neues präsentieren will,

denn alles, alles andere gibt es ja schon. - Gleich mehr dazu ...

Die 32jährige Magdalena ist Polin und vor 20 Jahren nach Deutschland gekommen. Beruflich ist sie Managerin bei einer Bank - in welcher Funktion genau, geht für mich verloren.

Ihr Mann Oliver hilft ihr gern, alles zurechtzuschnibbeln, nachdem sie ihm haarklein erklärt hat, wie sie es gern hätte. Er gehorcht aufs Wort und setzt den perfekten Messerschnitt an.


Das Menü

Natürlich darf jeder Lebensmittel zusammenwerfen, wie er mag, denn die haben weder ein Frühwarn- noch ein Abwehrsystem. So könnten auch

Rosenkohl mit Senf, Ketchup, Mayonnaise und Himbeeren plus Vollmilchschokolade eine Liaison eingehen, ohne dass sie quietschen - aber sie revanchieren sich mit einem "ungenießbar".

Doch zunächst geht es polnisch bodenständig zu, und Magdalena entleiht nur den Begriff "Tapas" aus dem Spanischen: obwohl Tapas einen anderen Stellenwert haben und sicher nicht so

gewollt deftig sind wie Bigos, einem Sauerkraut-Eintopf, den sie angeblich 3!!! Tage gekocht hat - weil das so sein muss, wie sie erklärt - und nun bereits fertig aus dem Kühlschrank holt. So ein Unsinn, denn nach drei Kochtagen

wäre der Strom für das Gericht teurer als die Inhaltsstoffe - und alle Nährwerte hätten sich längst verflüchtigt.

Den Bigos serviert sie in nicht mehr essbaren von vor 3 Tagen gekauften Brötchen ... knusper, knusper ...

Ein Majonnaise-Salat, der vielleicht den Süden Deutschlands verstören könnte, gehört genauso zur Vorspeise wie Pierogi, die teilweise in der Pfanne angebrannt sind.

Im übrigen ist ein Majo-Salat wenig geeignet für ein perfektes Dinner, eher für ein Grillen im Garten mit Freunden.

Die Schoko-Trüffel-Tarte ist das Experiment des Tages, denn die gemeinten Trüffel sind nicht etwa Pralinen, sondern Pilze. Die bringen keine Tarte und sicher auch nichts anderes Süßes auf ein High-Level:

eher ist man froh, wenn man sie nicht herausschmeckt. Genau erfahre ich das nicht von den Gästen - man bleibt verhalten. Ich aber "spinne" bereits, als ich auf dem Dessert-Teller

auch noch Rotes entdecke, und glaube, dass es Tomaten sind. Schon ganz irritiert, muss ich dann merken, dass es sich zum Glück um Erdbeeren handelt.



Fazit

Ach, ich habe es heute - im Gegensatz zu den Kandidaten - schwer, die richtigen "Karten" zu ziehen, obwohl ich nicht das Menü, sondern sehr freiwillig diese gesamte Woche bewerten will: erfreut hat mich nämlich lediglich

Armin.

Wie ich in meinem Blog-Beitrag über David, Claras Mann, nachlesen konnte, ergeht es mir mit ihr wie mit ihrem Mann. Das lese ich zwischen den Zeilen, die oft mehr verraten, als ich offen zugeben möchte.

Das beste Menü gab es wohl bei Tobias, aber er ist eher ein typisches Beispiel für einen sturen Westfalen, den kaum etwas erschüttern oder zum Lachen bringen kann. Ich bin selber Westfälin, ich kenne mich aus ... und manchmal verstecken wir uns auch gern hinter unserer Mentalität ... trifft zu, trifft nicht zu: nicht alle sind gleich. Er jedoch bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht ist es aber genau das, was er gern für andere sein möchte ...

Das gilt nicht für die forsche Lilli Fee: immer vorne weg - und einmal den gesamten Duden heruntergenudelt.

Die Punkte für Magdalena: je 7 geben Lilli, Clara und Tobias, 8 Armin.

Das ergibt die Summe von 29 Zählern, die natürlich der Bewertung für

Clara nicht das Wasser reichen kann: sie gewinnt, und dass das nicht gerecht ist, steht fest.

Eher hätte ich es noch dem drögen Tobias gegönnt. Aber Wünsche sind das eine - und die Realität das andere.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Am Sonntag ist der 1. Advent, und bald geht wieder ein Jahr zu Ende, das wir als "Dinner-Gemeinde" gemeinsam verbracht haben.

Wir erwarten an diesem regenlosen Tag maximal 10 Grad plus mit nur einer Sonnenstunde.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 28. November 2025

28. November 2025 - Black Friday ... ein Herz für schwarze Tiere



Black Friday ... ein Herz für schwarze Tiere

... nicht meine Idee, sondern eine vom Deutschen Tierschutz-Bund oder Tierheimen ...
Im "Sonderangebot" gibt es schwarze Tiere n i c h t, denn sie verlangen jede Menge Aufmerksamkeit, Sorgfalt in jeder Hinsicht und Liebe sowieso.
Liebe geht bei ihnen ebenso durch den Magen wie bei allen anderen Lebewesen ... aber sie wächst auch auf Spaziergängen und während gemeinsamer Erlebnisse. Und beim Spielen.
Meine pechschwarze Momo ist ein Beispiel dafür, dass die Fell- oder Haarfarbe eines Hundes absolut unbedeutend ist:
sie wurde vom hiesigen Tierheim charakterlich ausführlich beschrieben, mit all ihren Stärken und kleinen Schwächen. Wobei inzwischen die Stärken gewonnen haben.
Und: ich habe sie mir a b s o l u t nicht nach der Farbe ausgewählt und mich für sie beworben, sondern weil sie
genau so ist, wie sie von den Tierheim-Mitarbeitern beschrieben wurde.
Gut, ich gebe zu, ich hätte sie auch genommen, wenn sie lila wäre ... aber das ist nur ein absurdes Beispiel dafür, wie viel der Charakter und wie wenig die Farbe bedeutet.






Guten Tag, Gruß Momo und Silvia


27. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Bonn bei Lilli



"Zwischen Gischt und Geweih"

Vorspeise: Asia küsst Amazonia - Thunfisch / Wassermelone / Avocado / Mango
Hauptgang: Wild. Beerig. Bodenständig. Reh / Brombeere / Spargel / Süßkartoffel
Nachtisch: Zitrus, Keks, Gurke und die kalte Beere - Panna cotta / Crumble / Sorbet


Eine perfekte Moderation in eigener Sache

... und beinahe ist der Autor der Sendung ebenso überflüssig wie es der Stamm-Moderator Daniel Werner wäre, wenn sie nicht doch hin und wieder ihre Kommentare schreiben bzw. abgeben müssten, weil das Publikum ungern darauf verzichten würde.

Lilli hat nämlich die Hoheitsgewalt über sämtliche Wörter fest im Griff. Dazu habe ich nur einen einzigen Kritikpunkt, denn ihr oft gebrauchtes "drinnE" versetzt mir jedes Mal einen kleinen Allergie-Stich.

Des Weiteren möchte ich anmerken, dass hier die Showtreppe fehlt, von der sie herabschweben könnte, um ihrem Auftritt noch mehr Ausdruck und Tiefe zu verleihen. - Aber irgendwas fehlt schließlich immer.

Die 20jährige Lilli studiert in Köln Lehramt, u. a. in dem Fach Deutsch.

Sie kocht nicht in ihrer Kölner Wohnung, sondern in ihrem Elternhaus, in dem sie ihre Freundin Antonia begrüßt, die umfangreiche Schnibbelarbeiten mit genauen Anweisungen übernimmt, und das voller Freude und ohne zu Murren.


Das Menü

Zuvor in Sojasoße marinierter Thunfisch thront nach seiner Sekunden-Garung und dem mundgerechten Schneiden über einem Bett aus Avocado und Mango. Melonenmarmelade komplettiert neben einer Erdnuss-Soße den Gang.

Thunfisch betört durch seinen Geschmack und ist immer eine sichere Hausnummer, so lange es ihn noch gibt ...

Hin und weg ist der eine oder andere Gast von der Erdnuss-Soße.

Das dazu gereichte Brot ... wo kommt es plötzlich her? Übersehe ich hier die Zubereitung? Möglich!

Die Brombeer-Soße zum Rehrücken sieht gut aus, während der grüne Spargel müde, schlapp und übergart wirkt.

Dass sie den Crumble für den Nachtisch nicht an diesem Tag zubereitet hat, übersehe ich jedoch keinesfalls. Der taucht plötzlich wie aus dem Nichts auf, ist da, verschafft sich Platz auf den Tellern - und Lilli empfiehlt, ihn gemeinsam mit der Panna cotta zu löffeln -

oder mit dem Sorbet aus Schlangengurke und Brombeeren.

"Eine wilde Mischung", kommentiert Daniel Werner. Hauptsache etwas, das halbwegs abgefahren klingt, ist meine Meinung dazu. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man die Gurke herausschmeckt - muss mich jedoch

von Clara belehren lassen, dass sie die Gurke nicht nur herausschmeckt, sondern die Kombination für gelungen hält.

Armin hätte das Sorbet ohne die Gurke besser geschmeckt.

Da Lilli angeblich gern Brombeerkerne in ihrem Eis hat, bleiben die drin.

Vielleicht hat sie ihre Schnibbelhilfe einen Ticken zu früh nach Hause geschickt ... Antonia hätte sicher gern auch noch die Kerne abgesiebt.


Fazit

Zwischen Vorspeise und Hauptgang führt Lilli ihre Gäste in ein kombiniertes Spiel- und Gästezimmer. Dort stehen ein Kicker und zwei Flipper ...

sorry, wenn ich sage, dass es mein persönlicher Albtraum wäre, wenn ich ein perfektes Dinner erwarte und dann flippern soll. Das passt gar nicht zusammen ...

Dennoch ist Lillis Dinner ziemlich geglückt. Von der Ansicht her und nach Abzug einiger persönlicher Befindlichkeiten, die allerdings keine Rolle spielen, würde ich ihr satte

8 Punkte geben.

Die Punkte der Gäste: 9 gibt Armin, 8 Magdalena, und je 7 Clara und Tobias.

Mit 31 Umdrehungen kann sie Clara leider nicht schlagen.

Da Lilli die gesamte Sendung gekonnt moderiert, findet sie auch für ihr "Schluss-Plädoyer" die passenden Worte, die besagen, dass sie

nicht so vermessen sei, ihr Dinner als perfektes anzusehen ... Das wirkt, als hätte sie diese Worte im Vorfeld zwar vor einem Spiegel geprobt ... aber sie klingen eben auch realistisch.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 27. November 2025

26. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Bonn bei Clara



"Hommage à trois"

Vorspeise: An Oma & Oma - Consommé / Klößchen / Tatar / Brot
Hauptgang: An Omi - Piroggen so & so / Forelle, ersatzweise Lachs / Weißwein
Nachtisch: An David - Gebäck von der Zitrone: Mascarpone / Kardamom / Pistazie


Die Dinner-Dynastie

Ich weiß, Alliterationen passieren (vielleicht), wenn einem gar nichts anderes einfällt ... immerhin kann ich die sprachliche Entgleisung erklären:

Clara ist die Ehefrau von David, der im Jahr 2024 in einer Fünfer-Männer-Gruppe, die allesamt junge Väter sind, gekocht hat. Drei der vier anderen Kandidaten kommen heute in Claras und Davids Haus geschneit, um ihr Glück zu wünschen. Das hat sie auch bitter nötig ...

Vielleicht sind sie drauf und dran, eine TV-Dynastie kochender Ehepaare zu gründen - nun müssen sich nur noch die Frauen der vier anderen damaligen Kandidaten bewerben.

Bei einer Eigenrecherche auf meinem Blog bekomme ich die Erklärung, warum mir die Kandidaten rund um David bekannt vorkommen:

Vom 16. bis 20. Juni 2025 gab es eine Wiederholung dieser Runde. Wiederholungen gucke ich zwar nie komplett, aber hin und wieder schaue ich rein ...

Die 29jährige Clara ist Store-Managerin bei einem Optiker (keine Optikerin). Manager sämtlicher Couleur nehmen gern an dieser Sendung teil ... und irgendwie managt ja beinahe jeder irgendetwas oder irgendwen ...

Clara schätzt vorab ihre "Kochkünste" auf der Höhe der Bewertungsskala, die bis 10 reicht, bei einer 6 bis 7 ein.

Und: ich stimme ihr gern zu!


Das Menü

War sie damals die Küchenhilfe von David, so revanchiert er sich heute natürlich und hilft allumfänglich in der Küche.

Ihr Menü widmet sie ihren eigenen beiden Omas und der Oma von David, der aus Polen stammt.

Neben einer gelungen aussehenden Consommé gibt es - gekauftes? - Brot, belegt mit einem Rindertatar. Beim Abschmecken fällt dem Ehepaar auf, dass zu viel Ketchup am Tatar ist.

Ketchup?

Ich frage mich, warum da überhaupt Ketchup dran ist. - Manch einer probiert eben alles, um gute Lebensmittel zu verhunzen ...

Die Markklöße für die Consommé sind viel zu groß und, wie die Gäste feststellen, zu hart geraten.

Ersatzweise zur Forelle, von denen David im Geschäft nur eine einzige bekommen hat, serviert sie Lachs vom Grill - und als zusätzliche Freude für ihren

Gast Tobias grillt sie auch die Forelle, die er dann zerkleinern darf, weil sie das selber nicht kann.

Armin ist so freundlich, dieses Filetieren am Tisch als Bereicherung zu sehen ...

Die Lachsscheiben bleiben zu nicht gerade kleinen Teilen an dem Grillbrett hängen, als sie die ungeschickt auf die Teller hievt.

Den Fond für die Weißwein-Soße hat sie gekauft ... oder David zum Einkaufen geschickt. Es wäre ihr zu viel Aufwand gewesen, den Fond selber herzustellen ... Wenn man an dieser Sendung

teilnimmt, sollte man schon ein bisschen Aufwand investieren - und die Mühe, einen Fond zu kochen, ist so groß nun auch wieder nicht.


Fazit

Durchbrochen wird der Tag und Abend durch Armins Freundlichkeit und Lillis schriller Stimme, die mir heute erst auffällt.

Am Ende siegt eine mir hier unbekannte Gruppendynamik, denn

Armin und Lilli geben jeweils 10 Punkte, während Magdalena 9 gibt und Tobias sich näher, aber nicht völlig, an der Realität orientiert und die 8 zückt.

Mit unglaublichen 37 Zählern für dieses Dinner steht Clara nun aufrecht auf dem bislang 1. Platz.

Gerechtfertigt ist das allerdings nicht.

Und: Alliterationen lassen auf einen schlechten Sprachgeschmack schließen - Im übertragenen Sinn und für hier und heute passt das dann wieder auf den Gusto ihrer Gäste ...

Wer noch einmal den einen oder anderen Blog-Beitrag über die Männer-Runde nachlesen möchte: hier der Link dazu:



Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 26. November 2025

25. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Bonn bei Armin



"Vino e passione - Die Ahr und Italien im Einklang"
Vorspeise: Ein Hauch Mittelmeer - edler Fisch, feine Pasta und florale Frische: Lotte / Weißwein / Safran / Wildkräuter
Hauptgang: Primavera - feinwürziges Kalb, begleitet von zartem Kartoffeltraum und grün-weißer Leichtigkeit
Nachtisch: Der sonnige Abschluss - frischer Zitronengenuss in cremiger, kühler und spritziger Harmonie



"Ich habe meine Träume bei Ebbe in den Sand gebaut, aber die Flut hat sie zerstört."
© Janine Weger (*1985)

Irgendwo mitten im Ahrtal lebt Armin mit seiner Frau Ursel, und nicht nur ihr Grundstück und Haus wurden überflutet, sondern auch seine Arztpraxis. Durch u. a. die Hilfe von Freunden, denen er heute vor der Kamera dankt, wurde inzwischen alles wieder instandgesetzt. Aber das sei nicht überall so, und die Schäden der Flutkatastrophe weiterhin sichtbar.

Sitzt einem da nicht die Angst im Nacken, dass es wieder passieren könnte - und alles noch einmal zerstört wird? Viele Menschen haben bei dieser Katastrophe nicht nur ihr Hab und Gut verloren oder zerstört vorgefunden, sondern ihre Leben verloren.

Ich kann mich erinnern, dass wir selbst hier im Ruhrgebiet mancherorts Sorge hatten, dass z. B. der Rhein maximal über die Ufer tritt - obwohl wir in einer gemäßigten Zone ohne große Wetterkapriolen leben.

Lieber sind mir natürlich die fröhlichen Nebenschauplätze in dieser Sendung, aber es schadet nicht, auch mal an traurige zu erinnern - die wir ohnehin noch alle im Gedächtnis haben, während manche Zuschauer es leider hautnah miterleben mussten.

Rein dinnermäßig ist heute der letzte Tag der Woche, auf den ich mich gestern gefreut habe: und mir geht es dabei gar nicht um vorhandene oder abwesende Kochkünste, denn wenn ich an den Tag bei Tobias denke, der außer seiner Kochkunst gar nichts zum Gelingen dieser Sendung beiträgt,

kommt es nicht allein darauf an. Es geht eben nicht nur ums Essen in dieser Sendung, so ist sie auch nicht konzipiert.

Der 61jährige Armin hat mit zwei anderen Ärzten eine Gemeinschaftspraxis und ist Urologe und Androloge, der hobbymäßig gern mit einem Motorrad durch die Gegend düst - und mit Ursel an seiner Seite einen sympathischen Eindruck hinterlässt. Seit 18 oder 19 Jahren kennen sie sich, aber erst vor 2 Jahren haben sie geheiratet,

weil, wie er sagt - und ich es aus dem Gedächtnis wiedergebe: "Wir haben uns entschlossen, zu heiraten - denn wenn wir die Ahrtal-Katastrophe überstanden haben, dann klappt das auch mit der Ehe."


Das Menü

In der Küche ist das Paar ein eingespieltes Team: Ursel weiß schon, bevor er es ausspricht, welche Handreichungen sie ausführen soll.

Armin kocht eher bodenständig und ohne Chi-Chi. In der

Vorspeise gibt es neben mit maschineller Hilfe selbst gefertigter Nudeln und Salat - obendrauf Seeteufel-Stücke.

Die Gnocchi des Hauptganges sind etwas grau geraten, aber insgesamt ist es eine runde Sache.

Besonders hervor sticht der Nachtisch: Limoncello-Tiramisu, selbst hergestellter Limoncello und Zitronen-Eis.

Die Experten, sprich: die Gäste, dürfen bewerten.


Fazit

Mein Unterhaltungsanspruch an diese Sendung wurde heute erfüllt - im Gegensatz zum Vortag, den ich lieber vergessen möchte. Und auch heute macht Tobias keinen anderen Eindruck auf mich, als den, in dieser Sendung fehl am Platze zu sein. Seine Lieblingswörter "nice" und "geil" machen die Sache nicht besser.

"Nice" und "geil" findet er ohnehin nur den Ansatz von Armins Menü, nicht die Ausführung. Wer hätte es gedacht?

Die Punkte für Armin: je 7 geben Tobias und Clara, je 8 Lilli und Magdalena.

Mit 30 Zählern liegt Armin am 2. Tag auf dem bislang 2. Platz hinter Tobias.

Kochtechnisch ist das sicher in Ordnung. Was das Gesamtpaket angeht, wäre Armin mein Favorit.

Zum Abschluss ein Ärzte-Witz, den ich irgendwo und irgendwann einmal aufgeschnappt habe, obwohl ich Witze eigentlich überhaupt nicht mag:

Wie verabschieden sich Ärzte voneinander?

Ohrenarzt: Man hört voneinander...
Augenarzt: Man sieht sich...
Gynäkologe: Einen Gruß an Ihre Frau, ich schau mal wieder rein!
Urologe: Ich verpiss' mich...
Orthopäde: Hals und Beinbruch!

Ich halte es mit dem Urologen und drücke mich nur etwas anders aus ...


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 25. November 2025

24. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Bonn bei Tobias



Vorspeise
: Konfierte Kartoffel / Aioli / gepickelte Rauchzwiebel / Zitronen-Gel / Kartoffelchip

Hauptgang: Filet Mignon / Sellerie-Püree / Jus / bunte Möhren / Zwiebel-Gel / Möhrenchips
Nachtisch: Tonkabohnen-Frischkäse-Creme / Tonkabohnen-Eis / Tapioka-Hippe / Mango


It is nice to be important, but it is more important to be nice.
- Spruch, vielleicht von Oscar Wilde

So lange der Gastgeber alles, was er oder seine Schnibbelhilfe Marco zubereitet, nice oder wahlweise auch geil findet oder gleichermaßen zu beiden Lobrufen Ansprung nimmt, ist aus seiner Sicht die Kochwelt in Ordnung.

Der 36jährige Tobias ist Leiter eines Tattoo-Studios, stammt aus meiner Heimatstadt Dortmund wie sein Küchenhelfer, und nebenher ist er als DJ tätig. Und da zwischen die Lieblingswörter "nice" und "geil" dringend noch "cool" gehört, ist sein Gesichtsausdruck dermaßen kalt, dass man ihn höchstens zweimal kurz lächeln sieht, als koste es Geld, gut gelaunt ans Werk zu gehen - oder Gäste voller Freude zu begrüßen.

Seine offenbar sehr kleine Wohnung ist überdies dermaßen kühl und spärlich eingerichtet, dass sie fürs Zuschauerauge so gut wie nichts zu bieten hat ... fast nichts, denn der Blick auf den Rhein von seinem Balkon aus ist wirklich "nice". Diese Wohnung

wäre auch gut für Bonn-Besucher als Ferien-Domizil geeignet, um mal so richtig mit dem Vater Rhein zu verschmelzen.

Immerhin könnte er stressfrei und in nullkommanix umziehen, während ein Umzug für viele andere ein Gewaltakt mit viel, viel Zeitaufwand ist.


Das Menü

Eine kleine Küchenzeile reicht Tobias, um ein wirklich - der Ansicht nach - gutes Menü auf die Beine zu stellen, das er am Ende nicht nur seinen eigenen Ansprüchen und Können gemäß als perfekt deklariert, sondern allgemeingültig als perfekt ansieht.

Perfekt gestapelt liegt Gold in Form von Kerrygold auf der Arbeitsplatte, die immer noch hochpreisig (4 Euro) ist, während andere Buttersorten im Moment im Preis gefallen sind. - Diese 5 Päckchen Butter sind eines der wenigen Farbkleckse, weshalb sie auch leicht zu entdecken sind - und mir zwischen all dem Nichts überhaupt auffallen.

Die Vorspeise (Speisekarte steht oben) sieht hervorragend aus und besteht aus vielerlei Kleinigkeiten neben den konfierten Kartoffeln - ist schnell gegessen, wird aber wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Auch der Hauptgang und der Nachtisch können überzeugen.


Fazit

Weniger überzeugend ist Tobias als Gastgeber, denn Weine einschenken ist ihm offenbar nicht wichtig, und die Wassergläser werden geleert, ohne dass er das mitbekommt.

Zu einem perfekten Dinner gehört nicht nur ein gutes Menü, sondern auch die Zugewandtheit eines Gastgebers seinen Gästen gegenüber.

Armin bringt es auf den Punkt: "... er war so ganz für sich allein."

Dieser Abend ist aus diesem Grund weder "nice" noch "geil" - und "cool" ist Tobias schon gar nicht, eher verbissen aufs Kochen fokussiert, alles andere jedoch aus dem Blick verlierend.

Hätten sich die Gäste nicht selber um Wein und Wasser gekümmert, sie wären glatt verdurstet ... der Durst vergeht ja nicht, wenn man einen Blick auf den Rhein wirft ...

Die Punkte für Tobias: je 8 geben Armin, Clara, Lilli und Magdalena.

Obwohl er 40 erwartet hat, sind es am Ende eines drögen Tages nur 32 geworden. Bei dieser Einschätzung bin ich dabei.


Guten Morgen, Gruß Silvia




Samstag, 22. November 2025

21. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - RTL-Spendenmarathon - Freitag im Rhein-Main-Gebiet bei Carola

Foto: Marianne Mossel


"In Memoriam Klaus"

Vorspeise: Lachstatar / Gurke / Rote Bete / Quinoa / Paprika / Popcorn
Hauptgang: Gefüllte Kalbsbrust / Möhren / Kartoffeln
Nachtisch: Himbeersorbet / Schokoladentörtchen / Orangencreme


Der Tod hat immer das letzte Wort

... und er passt so gut in den Monat November, in dem die Blätter fallen, die Tage trüb und neblig sein können, und die Natur langsam stirbt. Aber die Natur wird wiedererwachen, während der Tod von Lebewesen endgültig ist.

Die 57jährige Dinner-Kandidaten und Rechtsanwältin Carola hat vor 8 Monaten ihren Mann Klaus verloren, und äußerlich gefasst kann sie darüber sprechen, obwohl man hinter ihren Worten auch sehr viel Trauer wahrnimmt.

Ich meine, sie hatte in einer der vorherigen Sendungen erwähnt, dass es ihrem Klaus nicht gefallen hätte, dass sie an dieser Sendereihe teilnimmt. Nun denkt sie, er wäre dennoch stolz auf sie. Immerhin hat sie von ihm - erfolglos - die Lust am Kochen gelernt.

Für das am Vortag ausgestrahlte Dinner bei Volker musste sie sich wegen einer Erkältung krankmelden.

Wie ich bereits gestern geschrieben habe, erholt man sich nicht innerhalb eines Tages von einer Erkältung, so dass ich davon ausgehe, dass zwischen dem Dinner bei Volker und ihrem eigenen ein paar Wochen liegen.

Ein kleines Indiz dafür liefert sie selber: am Montag oder Dienstag hat sie erzählt, dass ihr Mann vor 7 Monaten verstorben ist - heute jedoch berichtet sie von 8 seit seinem Tod vergangenen Monaten.

Allerdings ist das nur eine Randnotiz - und spielt für diese Sendung keine Rolle: auch vom Tod ihres Mannes schreibe ich nur deshalb etwas ausführlicher, weil sie es

in ihren Menü-Titel hineingestrickt hat - und Carolas Auftritt sonst nicht viel hergibt.

Carola ist eine von ca. 165.800 Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen in Deutschland: sie hat sich auf Asyl- und Familienrecht spezialisiert. Bestimmt ist genau diese Geschäfts-Ausrichtung ausgesprochen lukrativ,

und so kann sie sich im örtlichen Lions-Club engagieren, deren Präsidentin sie für ein Jahr gewesen ist.

Nachträglich darf sie Volkers Menü probequeressen - und gibt ihm dafür 9 Punkte, so dass er mit insgesamt 34 Zählern erst einmal auf Platz 1 landet.


Das Menü

enthält Lieblingsrezepte ihres Mannes Klaus, aber es beinhaltet auch Ähnliches von dem, was sie bereits am Anfang der Woche kritisiert hat:

zum Beispiel gäbe es in dieser Sendung ständig Rinderfilet. Kalbsbrust ist ja nun nicht Welten vom Rinderfilet entfernt ...

Und Lachstatar ist sozusagen ein Lieblings-Klassiker der Dinner-Kandidaten.

Schokoladentörtchen mit oder ohne flüssigen Kern - wir sehen es jede Woche, und nun bereitet auch Carola solche zu.

Sie möchte das "Rad" neu erfinden und dreht sich doch im Kreis des Altbewährten.

"Salat hat nichts mit Kochen zu tun", meint sie. Salat komplettiert im übrigen den einen oder anderen Gang, sage ich, und ist manchmal unverzichtbar.

Die Vorspeise ist trotz Popcorn kein filmischer Vox-Hit.

Der Hauptgang sieht traurig aus.

Das Schichtdessert ist ein Schichtdessert. Das Sorbet wird gelobt. - Die Schoko-Küchenstücke sehen aus wie die Reste eines Maulwurfhügels - und das Salz obendrauf ... soll zu viel sein.


Auf ein Wort ...

Die Grammatik der anderen hat sie hier und dort kritisiert, während für sie selber und im Redefluss alle grammatischen Grenzen fallen. Ich bin sehr traurig, erwähnen zu müssen, was ich ansonsten bei anderen gern und mühelos übersehe ... aber diese Frau ist eine Herausforderung.

Ich spreche auch nicht wie ich schreibe, aber immer sitzt mir als Freund die Grammatik im Nacken und siegt mühelos über irgendeine Schludrigkeit. Die lebe ich andernorts aus, aber nicht in der Sprache.


Fazit

Gleich geschieht ein kleines Wunder für mich, das sich wie ein Drehwurm anfühlt, der sich am 5. Tag endlich positioniert und seine Heimat findet - und ich beginne, Kinga ein wenig zu mögen. Immerhin erinnert sie mich vage an Marianne Sägebrecht.

Volker und sie bekommen sich an die "Köppe" - und ich kann leider jeden verstehen, der mit ihm überkreuz geht: er ist so ... anders ...

Eine nicht so schöne Woche geht zu Ende, und auch Carola bekommt "ihr Fett weg": je 7 Punkte geben André und Volker, 8 gibt Andi und 4 Punkte Kinga.

Es gewinnt Volker. In seinem Namen gehen 3.000 Euro in den großen RTL-Spendenmarathon-Topf.

Am Ende hätte ich erwartet, dass Carola, obwohl sie mit nur 26 Punkten abschmiert, trotzdem

3.000 Euro oben drauflegt - denn

mehrmals und eindringlich hat sie betont, dass sie es kann, das Spenden - und gern etwas an Menschen zurückgibt.

Sie wollte wohl nicht ... oder hatte ihre Spendierhose vergessen. Oder ihre Größe, von der sie so gern geredet hat.

Am sympathischsten sind Andi und André, die andere Mitspieler verdient hätten.


Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir starten mit Null Grad und hangeln uns auf 3 Grad hoch.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 21. November 2025

20. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - RTL-Spendenmarathon - Donnerstag im Rhein-Main-Gebiet bei Volker



"Von Taunuslanden frisch auf den Tisch"

Vorspeise: Saibling auf zwei Arten
Hauptgang: Filet vom Hirsch mit Kartoffelrösti, Zuckerschoten und Kestegemüs
Nachtisch: Mohn-Quark-Mousse mit Kronberger Feigen



Stecken Lebenslust und Lebensfreude unter einer Decke, muss der graue Alltag Federn lassen.
© Ernst Ferstl (*1955)

Wäre der 59jährige Volker Schauspieler, wäre sein Fach am Theater eher das ernste ... oder er würde den Clown spielen, denn denen sagt man nach - ob gerechtfertigt oder nicht -, dass sie in der Realität eher traurige Menschen sind, die die Heiterkeit in der Illusion des Spiels suchen.

An den vergangenen Tagen hat Volker sich als ein Meister der Kritik geoutet, und es ist ihm offenbar nicht gelungen, irgendeinen Minus-Punkt einfach mal unter den Tisch fallen zu lassen. Eine offensichtliche Ehrlichkeit, die nicht jeder vor den Kopf geknallt bekommen möchte - man muss auch mal "Fünfe grade sein lassen" - und den Spaß in den Vordergrund stellen. Stattdessen

ist Volker sehr fokussiert, überaus ehrgeizig, verbissen und einfach uncool.

Letzteres sogar seiner Frau Ulrike gegenüber: nach dem ersten Gericht gefragt, das Volker für sie gekocht hat, erzählt sie, dass es Schweinefleisch in Sahnesoße gewesen sei ...

Damit ist Volker überhaupt nicht einverstanden und hat das völlig anders und vor allem exquisiter in Erinnerung. Es seien Schnecken gewesen ... auf französische Art.

Ich komme nach und nach zu dem Schluss, dass Volker sehr authentisch ist, sich nicht verbiegen oder ändern lässt - und sein eigenes Ding ebenso durchzieht wie er seine eigene Sichtweise behält.

Und daher lässt auch heute der "graue Alltag" keine Federn, und die Lebensfreude bleibt unsichtbar.


Carola

bleibt heute ebenfalls unsichtbar, denn sie musste sich mit einer Erkältung krankmelden. In der Regel dauert diese unangenehme Unpässlichkeit 14 Tage ohne und 2 Wochen mit Medikamenten. Vielleicht wurde der Drehtermin für ihr Dinner um 2 Wochen verschoben,

denn der letzte Tag gehört nach wie vor ihr, und sie wird auftreten.


Das Menü

Volker kann kochen, aber immer wieder verliert er sich in kleinteiligen Korrekturen, um mit den optischen Tellerbildern vollends zu überzeugen, denn hier zählt nur die

Perfektion, nicht die lachende Freude, auch einmal ein Stängelchen von irgendwas schief auf die Teller zu legen.

Für den Nachtisch gelingt ihm offenbar der Schnitt der Feigen nicht präzise genug - ein Chirurg würde glatt sagen: Operation gelungen, aber ein paar zierliche Narben werden bleiben.

Doch Volker entsorgt die Feigen, um neue zu holen und seine Schnitt-Technik an ihnen zu verbessern.

Das gelingt. Alles gelingt. Es fehlt nur eine große Prise Lebensfreude. Schade.


Fazit

Zwischen Vorspeise und Hauptgang unternimmt Ulrike mit den drei verbliebenen Gästen eine Burgführung. Diese Burg wird rein ehrenamtlich geführt, und Volker ist einer der Ehrenamtler, und ich bin sicher,

dass er mit Akribie und Hingabe seine Aufgabe erfüllt.

Und während Ulrike über dieses Ehrenamt berichtet, fällt Kinga ihr ins Wort ... um sich selber zu loben, dass sie in dieser den RTL-Spendenmarathon begleiteten Sendung teilnimmt ... das hört sich an,

als hätte sie höchstpersönlich den Spendenmarathon ins Leben gerufen ...

Mir kommt in den Sinn, was wohl gewesen wäre, wenn nicht nur Carola, sondern die anderen Gäste ebenfalls erkrankt wären ...

und da bleibt nur das "Dinner for One" mit all seinen Phantasien,

während die dieswöchige Ausgabe der Sendung eher ein insgesamt

"Dinner for No One"

ist.

Die vorläufigen Punkte für Volker: 9 von Andi und André, 7 von Kinga ... das ergibt als Zwischensumme 25 Zähler, die

Carola am Finaltag auffüllen darf.

Bezüglich Kingas Lobreden über die Vorspeise und den Hauptgang - beim Dessert habe ich nicht mehr wirklich zugehört - wundere ich

mich über ihre mickrigen 7 Punkte nach so viel Begeisterung.

Sie geizt eben nicht nur beim Kleiderstoff ...

Dafür hat sie 1.400 selbstverfasste Gedichte in petto, die sie gern öffentlich vortragen möchte: am liebsten mit Klavierbegleitung von André ...

André hingegen könnte ihren Gedichten genau so viele Punkte geben, wie sie für sein Menü übrig hatte: 4!

Aber vielleicht sind Kingas Gedichte auch Weltklasse, und er setzt sich gern dafür ans Klavier, um neben ihr die 2. Geige zu spielen ...


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 20. November 2025

19. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - RTL-Spendenmarathon - Mittwoch im Rhein-Main-Gebiet bei Andi



"Frankfurt-Liebe"
Vorspeise: Schwarz - Weiß - Rot, das sind unsere Farben - Linsen / Burrata / Rote Bete
Hauptgang: Rücken mit grünem Fell / Gestampftes Hasenfutter mit süßen Knollen / Püriertes von der Prinzessin
Nachtisch: Exotisches trifft Kuhmilch / Eiskalter Schoppen / Mango / Apfelwein



"Das Pech, was mer net hawwe, is unser Glück."
- Aus Frankfurt

Vielleicht gab es noch den einen oder die eine andere Bewerberin für diese Frankfurt-Runde, die es zu ihrem Bedauern nicht in die erlesene Gruppe für die TV-Ausstrahlung geschafft hat ... und jetzt genau über diesen Umstand sehr froh und glücklich ist.

Insbesondere Carola, Kinga und Volker leiden unter dem Scheinwerfer-Syndrom, sich unangenehm in den Vordergrund drängen zu wollen ...

Volker nimmt die ganze Unterhaltungs-Chose, in der auch gekocht wird, ernster als mancher seine Teilnahme an einer Weltklima-Konferenz. Kleinteilig zerpflückt er die Menüs der anderen, obwohl er am Ende fair bewertet. Heute interessiert es ihn u. a.,

ob Andi deutsche Himbeeren genommen hat.

Und seine Verachtung für Apfelwein dürfte jeder Frankfurter als übertrieben pingelig ansehen - oder sogar persönlich nehmen.

Kinga ist Kinga und bringt alle Mode- und Stil-Experten - und nicht nur die - zum Ausflippen. Vielleicht hat sie aber nur die Comedy-Ausgabe von sich selber ins Rennen geschickt ... und hält uns alle sowieso für die reinsten

Spießbürger.

Vox spendiert ihr zusätzlich eine "Bauchbinde", auf der "... möchte in Zukunft auch spenden" steht.

Bevor Carola beweisen darf, ob sie kochen kann oder nicht, hat sie jede Menge Redebedarf: der beginnt heute damit,

dass sie Andis Motto Frankfurt-Liebe als grammatisch falsch hinstellen will - es müsste ihrer Meinung nach Frankfurter Liebe heißen.

Ich hatte übrigens als Mädchen einen Frankfurter Schwarm - aber meine Frankfurt-Liebe ist darüber nicht gewachsen.

Wie schön, dass wir nun auch wissen, dass Carola niemanden kennt, der noch keine weltweiten Reisen unternommen hat ... bleibt jemand nur im Lande oder in den Grenzen Europas, versteht sie das einfach nicht.

Als Gipfelstürmerin gibt sie heute preis, dass, falls sie gewinnen wird, die Spenden-Summe von 3.000 Euro auf 6.000 erhöhen wird ...

Das Suggerieren kennt sie als Anwältin ...

Überdies darf sie auch ohne eigenen Sieg jede Menge Kohle obendrauf legen, um den RTL-Spendenmarathon zu unterstützen.


Andi und sein Dinner-Abend

verschwinden beinahe hinter all den Nebenschauplätzen, aber nicht völlig.

Er ist entspannt und wirkt sympathisch.

Der 61jährige Andi ist in Frankfurt geboren und tief mit dieser Stadt verbunden. Auch seine Spendenbereitschaft hat er bereits in der Vergangenheit unter Beweis gestellt: auf Fahrrad-Touren für den guten Zweck hat er Kilometer-Geld gesammelt.

Sein Dinner ist oben beschrieben, und den einen oder anderen Fehler erkennt er selber. Ich drücke ihm nur die Daumen, dass er

Kinga übertrumpft.


Fazit

Mischt man Frankfurt mit Vox, kommt ein wahrer Fuchs heraus, der listig sein Ziel verfolgt:

Die permanenten Spendenaufrufe für den RTL-Marathon grenzen zwar schon an Nötigung, aber insgesamt polarisieren zumindest drei der Kandidaten so sehr,

dass sowieso niemand den Grund für diese "Dinner"-Woche vergisst.

Für den freundlichen Andi gibt es vorher noch Punkte: 9 gibt André, je 8 Volker und Carola, 7 zückt Kinga.

So kann sie in dieser Nacht zumindest gut schlafen - Schlaf, der ihr nach den 4 Zählern für André angeblich gefehlt hat. Ich glaube eher, jemand der Vox-Crew hat sie darauf hingewiesen, dass man besonders in dieser Woche nicht so geizig mit Punkten sein sollte.

Mit insgesamt 32 Umdrehungen geht Andi am 3. Tag in Führung. Das dürfte gern so bleiben - egal, wie die beiden letzten Kandidaten kochen.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 19. November 2025

18. November 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - RTL-Spendenmarathon - Dienstag im Rhein-Main-Gebiet bei Kinga



"Leicht und sommerlich"
Vorspeise: Zitronen-Minze-Erbsen-Cremesuppe mit gerösteten Pinienkernen und Blätterteigbegleiter
Hauptgang: Rinderfilet mit Kräutermantel und Schokolade, dazu Kartoffel- und Süßkartoffelpüree, Champignons, karamellisierte Karotten und Rote-Bete-Salat
Nachtisch: No-Bake & Yes-Tasty American Cheesecake mit kreativer Pistazienbasis


Denk an Dich ...

muss die 49jährige Kinga nicht erst erlernen, sie beherrscht diese Denkweise einfach - und am Ende ihres mehr im unteren Koch-Niveau angesiedelten Dinners ist sie

überzeugt: "Selbstverständlich war es das perfekte Dinner!"

Das gleicht dem Bild einer Frau, die kein bisschen weiß, wie sie sich zu kleiden hat, obwohl jeder sieht, dass sie auf der Peinlich-Schiene fährt.

Da war doch auch in diesem Fall etwas? Nein, in der Regel stoße ich mir nicht an reinen Äußerlichkeiten den Kopf ... aber der Sprecher Daniel formuliert nach, was einer der anderen "Daniels" vor Ort gesagt hat: leicht und bemüht unverfänglich beginnt er mit dem Begriff "mondän" zu ihrem Outfit. Das reicht Kinga nicht, sie möchte hören, dass sie schick aussieht ... Selbstverständlich fällt dann auch das Wort, aber dahinter lauert eine fette Lüge.

Die 49jährige gebürtige Polin Kinga kam vor 17 Jahren mit ihrem kleinen Sohn nach Deutschland, und es gibt diesen einen Moment, in dem sie persönlich an den

Spendenmarathon andockt, denn auch sie hätte es damals nicht einfach gehabt, weil sie mit nichts gekommen sei ...

Heute gibt sie online Deutsch-Unterricht. Vermutlich für Ausländer. Aber ausführlicher wird das nicht thematisiert.

Stolz ist sie auf ihr schönes Haus samt Swimming-Pool im Garten, den ihr Mann, obwohl kein Handwerker, mit seinen eigenen Händen gebaut hat. Hände, die man heute nicht sieht, denn ihre Küchenarbeit erledigt sie lieber allein ... bevor sie anderen erklären muss, wie sie was zu schnibbeln haben, macht sie das lieber selber.

Nicht stolz ist sie heute angeblich auf ihre gestern für Andrés Dinner vergebenen mickrigen 4 Punkte. Es hätte sie eine schlaflose Nacht gekostet ... aber sie sei eben sehr spontan und wie ihr Mann sage, handelt sie manchmal, bevor sie nachdenkt.

Das kann am Vortag so nicht gewesen sein, denn es gab genügend Zeit zum Nachdenken, bevor sie die niedrige Hausnummer als angemessen angesehen hat ... genau gesagt von der Vorspeise bis zum Nachtisch.


Das Menü

gehört mehr in die Kategorie "bemüht" als "top gelungen".

Die Erbsensuppe sieht grau aus, als trage sie stellvertretend für dieses und jenes Trauer.

Dass sie den Blätterteig nicht selbergemacht hat, ist verständlich - aber ein schönes selbstgebackenes Brot anstelle eines gekauften im Backofen zubereiteten Teiges wäre ihrem

geäußerten Können näher gekommen.

Die Soße zum Rinderfilet besteht aus u. a. Schalotten, Möhren, Kaffee und einer ganzen Tafel Schokolade auf nicht allzu viel Gesamtmenge. Allein die Betrachtungsweise, dass Schalotten und Schokolade im Topf zueinanderfinden und gefälligst sehen sollen, wie sie harmonieren - ich muss wegsehen.

Ich habe auch schon mal ein Stück Schokolade in eine Soße getan: ein Stück, nur zum Verfeinern.

Niemand der Gäste kritisiert diese Soße ... Ein typischer Vox-Dreh-Schnitt?

Das Rinderfilet ist vollkommen durchgebraten - und Kinga meint in umständlichen Worten, das müsse so sein. Beim zu sehenden Anschnitt

wirkt das Filet zäh ... während sich die Champignons über den beigefügten Ahornsirup gruseln.


Fazit

Es gibt zu Kinga aber auch Meldungen wie die von Volker, die ich nicht verschweigen möchte: "Kinga ist offen, freundlich und angenehm."

Wie oben bereits erwähnt, träumt Kinga nicht nur von einem perfekten Dinner, sondern hat es ihrer Meinung nach heute geliefert,

denn sie wäre gern die Spenden-Patin, die die Siegprämie an den RTL-Spendenmarathon weiterleiten darf.

Wenn ihr das so sehr am Herzen liegt, kann sie auch aus eigener Tasche Geld spenden.

Die Punkte für Kinga: je 7 von André und Volker, je 8 von Andi und Carola.

Mit 30 Punkten sollte sie zufrieden sein und sie schnell einheimsen, bevor ihr die jemand wieder wegnimmt,

denn so ganz kann ich die nicht nachvollziehen. Wobei meine Meinung natürlich unwichtig ist.


Guten Morgen, Gruß Silvia