Vorspeise: Ein Auftakt, der den Gaumen weckt - Grillsalat / Goat Cheese / Blaubeere
Hauptgang: Tiefer Geschmack trifft cremige Eleganz - Rind / Risotto / Spargel
Nachtisch: Sächsische Tradition im Dreiklang - Quark / Apfel / Ei
"Mein Regenbogenfreund"
nennt Dorit ihren Schnibbelhelfer Jens - und ich bin sicher, dieser schöne Titel für ihren Freund hätte unserem Klaus gut gefallen -. Jens erzählt, dass Dorit seine Tanzpartnerin auf seiner Hochzeit mit Falk gewesen ist. Das war vor 11 Jahren. Sie hingegen
kennt Falk, seitdem sie im Jahr 2000 bei der "Barmer" angefangen hat (dort bin ich krankenversichert).
Heute führt Jens' knuffeliger Golden Retriever "Pablo" einen kleinen Tanz des Ungehorsams auf: er will Beachtung, drängt sich in den Vordergrund und wird mehr oder weniger erfolglos auf seine imaginäre Decke geschickt.
Linda vermutet aufgrund von Erfahrungswerten, dass auch das dieswöchige Abschluss-Dinner entweder etwas ganz Besonderes ist oder in einem exklusivem Wohnumfeld stattfindet (oder sogar beides). In der Tat wohnt Dorit mit ihrem 7jährigen Sohn Vito und ihrem 59jährigen Lebensgefährten Marko in einem
Loft eines alten Gaswerkes. Kind und Marko traben nach einem kurzen Küchenbesuch rasch von dannen in den familieneigenen Schrebergarten.
Das Menü
Martini mag ich weder geschüttelt noch gerührt noch mit James Bond-Begleitung. Aber niemand wählt die Alternative "Gin". Und ich bin weit weg und muss nicht wählen.
Die Vorspeise sieht auf den Tellern hübsch aus. Und niemand meckert über den Ziegenkäse.
Doch das ändert sich, denn über das Hauptgang-Risotto hat eine immer noch nicht so gut gelaunte Sarah nur zu sagen, dass es sie an einen Babybrei erinnert.
Machen sie die Rinderbäckchen glücklich? Anstelle der vielgeliebten Möhrchen, die sich hier nur im Soßenfond verstecken, gibt es grünen Spargel als Beilage.
Fazit
Der einzige Mann in dieser Runde trägt Fliege - Linda ebenfalls. Der Chirurgin würde ich jederzeit meinen Bauchraum anvertrauen, falls er operative Hilfe benötigt. Sie ist der Sonnenschein in dieser Woche - und vor allem eine empathische Frau. Auch, wenn sie sich reichlich maskulin gibt.
Sie kommt aus Schwaben, hat aber so einige Wörter aus dem Sächsischen bereits verinnerlicht. Andere Kandidaten, die Sachsen sind, haben offenbar
inzwischen versucht, das Sächsische abzulegen. Ganz gelungen ist es nicht. Muss ja auch nicht.
Auch, wenn es mir bei sächsischen Wörtern unangenehm in den Ohren klingelt ... niemand hat sich seine Herkunft samt seines Dialektes selber ausgesucht.
Die Punkte für Dorit: je 10 geben Linda und Patrick, je 9 Susu und Sarah.
Mit 38 Zählern gewinnt Dorit den Jackpot.
Widmung: Danke an Doris. Du weißt, warum ich dir Danke sage.
Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen (obwohl ein wichtiger für immer fehlen wird). Wir erwarten heute bei maximal 14 Grad 5 Sonnenstunden.
Guten Morgen, Gruß Silvia

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