Freitag, 23. Januar 2026

22. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Darmstadt bei Turina




„Zwischen Meeresduft und Schokolust“
Vorspeise: Knusprige Garnelen auf Safran-Aioli, begleitet von einem Avocado-Tatar und Polenta
Hauptgang: Filet mignon auf Pastinakenpüree, dazu glasierte Möhren und Jus
Nachtisch: Schokotarte mit Vanille-Tonka-Eis und Himbeer-Coulis


Nur ein Wimpernschlag ...

und dieser Abend bei Turina wird vergessen sein, obwohl sie sich redlich bemüht, im Zuschauer-Gedächtnis zu bleiben und große Stücke auf sich selber hält, als gäbe sie dem Kochen eine völlig neue Richtung und verleihe einer Leidenschaft Ausdruck.

Es sind nur ihre Worte, die von der Freude am Kochen sprechen ... und trotz eines phänomenalen Punkte-Ergebnisses bleibt mir ihre Leidenschaft für die Spiele an Herd und Backofen verborgen.

Die 35jährige Turina verdient mit Wimpernschlägen auch ihr Geld, denn sie arbeitet als Wimpern- und Augenbrauen-Stylistin ... sie wird schon wissen, ob das lukrativ oder ein Nischengeschäft ist, das jedoch jetzt von der Allgemeinheit, die sich noch selber um die eigene rund-um-die-Augen-Schönheit kümmert, entdeckt werden soll.

Turina stammt aus dem Kaukasus, aber heute und in den vergangenen Tagen ist das nur einmal ganz kurz erwähnt worden ... obwohl gerade die Herkunftsländer der Kandidaten sonst stets ein Thema sind. Warum hier nicht? Und dann wird ihr Ehemann über Vox-Untertitelungen einmal

Andrey und einmal Stefan genannt.

Egal ... Wimpernschlag ... spätestens übermorgen habe ich sie vergessen.

Länger werde ich mich an Max erinnern, der sympathisch rüberkommt und zugegeben hat, dass er gern einmal "ins Fernsehen" wollte.

Vielleicht liegt Turina genau das auch am meisten am Herzen? Sieht jedenfalls so aus!


Das Menü

Auf dem Herd steht bereits ein Soßenansatz, der bis auf Knochen, Fleisch und Gemüse runtergekocht ist, dass Andrey oder Stefan ein Glas Rinderbrühe kaufen gehen muss: wie kann solch eine Panne überhaupt passieren? Vielleicht hat sie sich aber

zwischendurch um ihre Wimpern, Augenbrauen und Haare gekümmert und dabei die Zeit aus den Augen verloren.

Apropos Haare: ihre offene Walle-Walle-Mähne fließt munter über allem Essbaren, als wäre sie Rapunzel, die dringend ihre prächtigen Haare hinabfließen lassen muss.

Im übrigen wäre der Fond auch ohne Einsatz von Industrie-Rinderbrühe zu retten gewesen.

Vorbereitet sind auch das Eis für den Nachtisch und die Polenta: diese Unglücks-Polenta, die ihr trotz aller vorausschauenden Vorsicht ... in der Pfanne zerfällt, als wäre sie auf Ärger aus.

Auch mit dem Rinderfilet hat sie ihre gewisse Not: gelingsicher nennt sie die Filets vorab ... und scheitert an der eigenen Aussage.

Der Pastinaken-Schleim verrät ebenfalls keine Kochkünste.

Der Schokokuchen schmeckt ihr sehr gut - "den lasse ich so" freut sie sich. Muss sie ja auch, denn einen fertigen Kuchen kann man nicht mehr ändern - man kann nur einen weiteren backen.


Fazit

Sinngemäß verkündet Turina dem Publikum: "Meine Gäste sollen noch in vielen Jahren an diesen Abend denken - und wie schön er war."

Und dann - neben Differenzen zwischen Markus und Petra über die Burg Frankenstein und ob diese und das gleichnamige Monster miteinander verbunden sind -

gibt es Punkte. Oder eher einen Punkteregen, der mir wie der sprichwörtliche saure Regen vorkommt:

10 gibt Max,

der von seiner Oma Angi, die Fan dieser Sendereihe ist, vielleicht gehört hat, dass man sich nicht zum Zuschauer-Angriffsziel machen soll, indem man niedrige Punkte gibt.

Und immer schön hoch punkten gilt auch für

Petra, Markus und Susanne, die jeweils 9 Zähler geben.

Mit insgesamt 37 Umdrehungen liegt Turina somit am 4. Tag auf dem bislang 1. Platz.

Da machste nix!


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 22. Januar 2026

21. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Darmstadt bei Max




„Willkommen im Atelier“

Vorspeise: Cold Brew Ceviche / Frischer Saibling in einer Leche de Tigre, gepickelte Zwiebel und Korianderöl
Hauptgang: Espresso Beef Rinderfilet, in Kaffee gebeizt, scharf angebraten und im Ofen mit einer Espresso-Kruste vollendet, dazu Pastinaken-Kartoffel-Püree und Brokkoli
Nachtisch: Tiramisu de l‘Atelier ohne Küchenwaage, nach Gefühl


Drei Dinge gehören zu einem guten Kaffee: erstens Kaffee, zweitens Kaffee und drittens nochmals Kaffee.
- Alexandre Dumas der Ältere (1802 - 1870)


Passenderweise steht neben mir eine große Tasse mit nach und nach kaltwerdendem Kaffee, denn ich trinke ihn auch am Abend gern. Am Schlaf hindert mich das bisschen Koffein nicht. Natürlich schmeckt mir der Kaffee am frühen Morgen am besten, denn der allererste Handgriff gilt dem köstlichen und morgens muntermachendem Getränk ... zumindest bilde ich es mir ein, dass es mich muntermacht, während der Effekt am Abend und zum Glück ausbleibt.

Der 28jährige Max aus Altötting in Bayern studiert im Masterstudiengang Sportmanagement und lebt gemeinsam mit seiner Freundin Laura und zwei weiteren Freunden in einer Altbau-WG mitten in Darmstadt. Und nicht zu vergessen, "wohnt" dort auch sein Kaffee-Automat,

den er zur Unterstützung für seinen Instagram-Kanal braucht: für den dreht er Videos über Kaffee und Comedy,

und so ist es nur folgerichtig, dass auch sein Menü ein recht kaffeelastiges ist. Neben einem wenig Werbung dafür ist es

Max wichtig, seine Oma Angi zu grüßen, die ein großer Fan dieser Sendereihe ist, und die er stolz auf sich machen möchte.

Sie kann stolz auf ihn sein, denn es geht schließlich nicht allein darum, ein überragendes Gericht abzuliefern, sondern sich sympathisch zu präsentieren. Das

überragende Gericht bleibt hier nämlich außen vor - aber sympathisch kommt Max rüber.


Das Menü

schüttelt Max mehr oder weniger aus dem Handgelenk und ohne Rezeptvorlagen, wobei ihm sein Freund Brayan eine große Hilfe ist. Ein bisschen verwischt die Eindeutigkeit, wer denn hier kocht. Während Max ausgiebig

mit seiner Nachspeise beschäftigt ist, erledigt Brayan vieles andere.

Um den frischen Kaffee fürs Tiramisu abzukühlen ... fügt Max Eiswürfel hinzu: einen Sinn erkenne ich darin nicht, denn der Kaffee kühlt ohnehin schnell ab, ist aber nun verwässert.

Am Ende sieht der Nachtisch trotzdem gelungen aus.

Der Sud für die Vorspeisen-Ceviche taucht wie aus dem Nichts auf. Petra, die eigentlich keinen rohen Fisch mag, gefällt diese Vorspeise - im übrigen ist der Fisch nicht roh, sondern in dem Sud gegart.

Das Rinderfilet mariniert er in Kaffee. Auf die Teller kommen nur kleine Mengen von Filet und Beilagen wie dem Pastinaken-Kartoffel-Pü, obwohl sowohl davon

als auch vom Fleisch noch jede Menge übrig ist. Niemand fragt, ob er einen Nachschlag haben könnte - einige beklagen das karge Hauptgericht.

Der üppige Rest könnte Max' WG-Mitbewohner später erfreuen.


Fazit

Mich irritiert seit Tagen die Werbung von "Hello Fresh", in der am Ende gesagt wird: Abendessen geht besser! - Das ist nicht eindeutig auf das Werbeprodukt zu beziehen ... eher auf irgendein anderes Essen.

Gar nicht irritiert bin ich von Max' Aussage, dass es ihm nicht ums Gewinnen geht, denn das glaube ich ihm. Somit würde er sich selber auch nur 7 Punkte für sein Menü geben.

Die Punkte: je 8 geben Markus, Petra und Turina, 9 gibt Susanne.

Über 33 Punkte freuen sich bestimmt Max und seine Oma Angi besonders. Nach wie vor liegt Petra auf dem bislang 1. Platz.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 21. Januar 2026

20. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Darmstadt bei Petra

Foto: Marianne Mossel


„Odenwälder Geschichten: Vom Rind, das auszog, den Apfel zu küssen“
Vorspeise: Tatar vom Odenwälder Weiderind mit Apfeljulienne und Walnussbrot
Hauptgang: Bürgermeisterstück auf Apfel-Jus mit Pfifferlingen,
Nachtisch: Ein Apfel-Crumble mit einer Trilogie von Apfel-Eis und Calvados


Die Äpfel aus Nachbars Garten ...

schmecken in der Regel besser als die aus dem eigenen, und das Gras ist dort sicher auch grüner und der Himmel darüber wolkenlos blau.

Uwe, der Ehemann der Kandidatin Petra, hat die vielen, vielen Äpfel fürs heutige Menü nicht nur gepflückt, er schält und schnibbelt sie auch zurecht.

Die 66jährige Petra hat einen eigenen Friseursalon und lebt mit ihrem Mann und Hündin Aywa im Schatten der Burg Frankenstein im Odenwald in einem Haus am Hang, das recht verwinkelt scheint und von kleinen Räumen dominiert wird. Wunderschön ist jedoch der Blick von der Terrasse hinein ins Land.

Sie hätten sehr, sehr viel Besuch, erzählt Petra - und darum darf der wohl auch heute nicht fehlen: es schneit Sohn Nils rein, weil in seinem und seines Vaters Betrieb ... die Kaffeemaschine "ausgefallen" ist. Er will sich nur einen Kaffee holen ... später bringt ihr Schwiegersohn Matthias noch dieses und jenes vorbei.

Der Sender liebt solche "Spontanbesuche" ... die vielleicht genauso zum Plan gehören wie das Probekochen.

Dabei gibt es in allen Ecken und Winkeln des Hauses schon genug zu sehen, so dass mir die meisten Details überhaupt nicht wirklich ins Auge stechen. Motto: man sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

Nur die tiefschwarze schicke Küche hält meinen Blick gefangen, denn natürlich spielt hier die "Musik". Manch einem gefällt diese Küche, anderen eher nicht. Immerhin verdunkelt sie das Bild, bietet aber sicherlich schöne Flächen, um sich kurz einmal selber drin zu spiegeln.


Das Menü

Generell mag ich solche Geschichten wie die Vom Rind, das auszog, den Apfel zu küssen überhaupt nicht.

Zur Vorspeise schneidet Petra das Fleisch zurecht, reicht selbstgebackenes Walnussbrot hinzu und toppt das Tatar mit Julienne. Julienne kennt

Max nicht, und spricht die Fitzelchen wie einen weiblichen Vornamen aus.

Das geschmorte Rindfleisch - das sogenannte Bürgermeisterstück - sieht ziemlich trocken aus. Vielleicht hat sie es auch falsch aufgeschnitten. Die Soße dazu ist dünnflüssig, aber mit Äpfeln gepimpt.

Aber Susanne schmecken ohnehin die Möhren am besten, die so schön erdig munden.

Aus einer Sorte Eis macht sie mittels Teilen gleich drei verschiedene: sie fügt Calvados zu der einen hinzu, Karamell aus einem Fläschchen zu der nächsten und Vanille zur dritten. Die Eismaschine ist gut beschäftigt.

Und natürlich kommt auch der Nachtisch nicht ohne Apfel aus, und ein Apple-Crumble oder auch Apfel-Streusel-Kuchen genannt, muss sein.


Fazit

Die Gäste loben Petras Gastgeberqualitäten und geizen dann überhaupt nicht mit den Punkten:

8 gibt Turina, je 9 Susanne und Markus, 10 gibt Max.

Das ergibt die Summe von 36 Zählern, so dass Petra am 2. Tag auf dem bislang 1. Platz liegt, denn sie überholt Markus um ein Pünktchen.

Und am Ende der Sendung springt Max unter Applaus seiner Mitstreiter in Petras und Uwes Swimming-Pool ...

während ich umschalte, um mich beim München-Mord-Krimi "Kein Mensch, kein Problem" abzukühlen.


Guten Morgen, Gruß Silvia




Dienstag, 20. Januar 2026

19. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Darmstadt bei Markus



„Pfiat enk!“
Vorspeise: Schlutzer - Spinat / Ricotta / Butter
Hauptgang: Lampl - Lamm / Kartoffel / Brokkoli /Portwein
Nachtisch: Schmarrn - Kaiserschmarrn / Apfel / Preiselbeeren


Verliebt . Verlobt . Ins Fernsehen .

Nach der vergangenen Woche im Ruhrgebiet ist es ein klein wenig schwer, den Schalter umzulegen, zum normalen "Dinner-Business" zurückzukehren - und völlig neutral in die neue Woche zu starten.

In Darmstadt und Umgebung beginnt das Event mit Markus, der akustisch oft schwer zu verstehen ist, was nicht an einem Dialekt liegt, sondern eher an seinem Nuscheln.

Der 36jährige Markus ist Personal-Leiter einer Anwaltskanzlei und seit kurzer Zeit mit seiner Freundin Charlotte verlobt. Eine Verlobung könnte durchaus ein Grund sein, sich für diese Sendereihe zu bewerben ... so erfährt zumindest noch der letzte flüchtige Bekannte von dem neuen Status. Nicht, dass alle Leute diese Sendung sehen wollen oder möchten, aber irgendwer guckt schon - und kann die Neuigkeit weiterverbreiten.

Vielleicht kocht Markus auch einfach gern, dass er viele Zuschauer daran teilhaben lassen möchte. Immerhin guckt er das "Dinner" schon seit Anbeginn und kann sich sogar an die allererste Woche erinnern.

Mir ergeht es ähnlich, denn auch ich erinnere mich an diese 1. Woche besser als an die von vor zwei, drei Wochen.


Das Menü

Dass die "Schlutzer" grau in grau aussehen, liegt sicherlich an der Zugabe von Roggenmehl. Die südtiroler Ravioli sind mit Spinat und geräuchert schmeckendem Ricotta gefüllt. Persönlich könnte mich der Rauchgeschmack hier irritieren,

aber ich darf sowieso nur gucken und nicht probieren.

Für den Hauptgang setzt er eine Soße an, um die dann mit Pulver-Brühe aus dem Gläschen zu pimpen. Das ist unnötig, aber seine Entscheidung.

Das Kartoffelpüree gefällt ihm nicht. Kann ich verstehen: ich mag auch kein aufgewärmtes Püree, sondern nur frisches. Doch ich denke, er hat eine andere Kritik ... aber ich verstehe ihn eben nicht gut genug, um wirklich zu erfahren, was ihn nun stört.


Fazit

Zu meiner heutigen Überschrift hat mir der Kandidat Max verholfen, denn er gibt frank und frei zu, dass er

von dieser Sendereihe nur eine Folge gesehen hat - aber immer schon mal gern "ins Fernsehen" wollte.

Vermutlich hat er sich durch diverse Formate gezappt und ist dann beim "Dinner" hängengeblieben: immerhin gibt er an, gern zu kochen ...

Susanne bezeichnet sich als "Herzens-Mensch", und ich frage mich gerade allen ernstes, was genau das wohl ist ... wenn man es so ausdrücklich betont.

Turina hingegen ist "Wimpern- und Augenbrauen-Stylistin" ... Ein systemrelevanter Job ist das nicht! Ob sie auch einen Beruf erlernt hat?

Die Punkte für Markus: je 9 geben Petra, Max und Turina, 8 Susanne.

Eine hohe Hausnummer, diese 35 Punkte.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Samstag, 17. Januar 2026

16. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag im Ruhrgebiet bei Alex



"Nach'm Malochen"
Vorspeise: Gyoza me crazy - Garnele / Ponzu / Radieschen / Spitzkohl
Hauptgang: Umami: Wenn Surf auf Earth trifft - Thunfisch / Avocado / Kräuterseitling / Mango / Topinambur
Nachtisch: Dat süße Ende, wat willze mehr? Pavlova / Yuzu / Passionsfrucht / Miso / Crème anglaise


Es ist ein geiles Feeling, wenn aus Maloche Zaster wird.
- Graffito

Ob der Begriff "Maloche" heute noch überall im Ruhrgebiet bekannt ist, weiß ich natürlich nicht. Es bedeutet "harte Arbeit", wie sie z. B. früher Untertage im Bergbau gewesen ist. Wenn ich es auf diese Gruppe beziehe,

wird zwar nicht jeder mit "Zaster" belohnt, aber - und das ist viel mehr wert - mit vielen lobenden Worten von Zuschauern,

denn diese Woche hat Freude gemacht und den Kandidaten viel Spaß gebracht. Sie wollen sich auch nach den Dreharbeiten wiedersehen - vielleicht ist das bereits geschehen und wird sich noch oft wiederholen.

Ein bisschen haben die dieswöchigen Kandidaten und Kandidatinnen das Ruhrgebiet aus dem kulinarisch eher tiefen Tal ans Licht geholt - aber - und wie Daniel Werner kommentiert -

"ein bisschen Monte Carlo" verkörpern sie trotzdem nicht. Wer braucht schon Monte Carlo, wenn er dort lebt, wo er sich wohl fühlt? Und dort, wo nicht aus Platzmangel nur in die Höhe gebaut wird?

Den letzten Abend bestreitet der 30jährige "Berater für Nachhaltigkeit" Alex. Unterstützt wird er von seiner "Traumfrau Merle".

Ursprünglich stammt er aus Mainz, aber er versteht und schätzt die "Kaltschnäuzigkeit" der Ruhrgebiet-Menschen. Von seiner ihm eigenen

Rampen-Verknalltheit muss er heute Abstriche hinnehmen, denn er ist recht nervös und hibbelig.


Das Menü

Zielsicher fragt Kolja ihn: "Entspannst du dich beim Kochen?" Der gewiefte Kolja durchschaut Situationen eben ...

Die Vorspeise mit den gefüllten Teigtaschen und dem Spitzkohlsalat plus ein paar gepickelten Radieschen kommt mäßig gut an, denn hauptsächlich fehlt es hier und da an Gewürzen.

Die genaue Thunfisch-Art kennt er nicht -

(darüber sollte besonders er sich als Berater für Nachhaltigkeit
informieren )

es ist nur in seinem Interesse, dass er Sushi-Qualität hat.

Die Pavlova gefällt mir. Ich mag Baiser in jeder Form.

Eis und zusätzliche Creme sind allerdings völlig überflüssiger Ehrgeiz.

Alex habe ich insgesamt für cooler gehalten.



Fazit

Kaum hat die Woche angefangen, ist sie auch schon fast wieder vorbei - wobei Kolja mit Zustimmung der anderen feststellt, dass sich diese Woche anfühlt, als wären es drei gewesen ... so gut kennt man sich bereits. So sehr fühlt man sich verbunden, befreundet oder auf dem besten Weg dorthin.

Ähnliches kenne ich: als meine Hündin Momo ein paar Tage bei uns gewesen ist, kam es uns vor, als wäre sie schon ewig lange bei uns. Andererseits

vergeht die Zeit oft schneller als man ihr hinterhergucken kann.

Die Punkte für Alex: je 8 geben Kolja und Karolin, 9 Yasemin, 10 Wibke. Das ergibt die Summe von 35 Zählern.

Es gewinnt Kolja mit 36 Umdrehungen,

der 1.000 Euro spendet (das Spendenziel bekomme ich auf die Schnelle leider nicht mit),

für weitere 1.000 Euro wird er seine neuen Freunde einladen und die

restlichen 1.000 Euro für seine Familie ausgeben.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute bei 7 Sonnenstunden maximal 11 Grad plus.



Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 16. Januar 2026

15. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag im Ruhrgebiet bei Kolja



"Meet and Greet im Ruhrgebiet"
Vorspeise: Orient trifft Okzident - Auberginen-Sandwich mit pikantem Tomaten-Ragout
Hauptgang: Ein Fjord in Mitteleuropa - Gebratene Fischfilets auf Erbsenpüree mit Radieschenpickles
Nachtisch: Süße „Neue Welt“ begegnet Europa und Fernost - Gefüllte Halbkugel mit weißer Schokoladencreme Himbeeren und Yuzu-Zitronen-Sorbet


Es schmelzen Herzen wie Butter in der Sonne

Die Vox-Seiten im Internet sprühen vor lauter Herzchen, die in Worte gefasst Kolja in den 7. Himmel vieler Wünsche katapultieren, als sei er von Natur aus ein Rockstar, der erst jetzt entdeckt worden ist. In Wirklichkeit ist

der 48jährige Kolja Diplom-Kaufmann nach den Studien von VWL und BWL, verheiratet mit Antje, die er in Bremen kennengelernt hat - und Vater zweier Töchter.

Und wenn er singt - dann in Karaoke-Bars.

"Angemeldet" für diese Sendereihe hat ihn seine Frau, und sie muss nun mit den vielen schwärmerischen Kommentaren klarkommen - und ihn vielleicht auf den Boden der Tatsachen zurückbringen, obwohl ich glaube, dass Kolja nicht so leicht den Boden unter den Füßen verliert.

Falls Kolja ein Profil in den sozialen Medien hat, wäre es eventuell ratsam und vielleicht besser, dies nicht öffentlich kundzutun - sonst könnte er gestalkt werden ... aber falls er

mit irgendeinem Thema influencen möchte, ist das der Zeitpunkt für sehr, sehr viele Follower auf einen Schlag.

Kolja lebt mit seiner Familie in Essen-Werden - und persönlich ist er manchmal beim Joggen um den Baldeneysee anzutreffen. Eine schöne Ecke mit z. B. einem Blick auf die "Villa Hügel".


Das Menü

Auberginen in Sandwich-Form samt Tomaten-Ragout begeistert die Gäste - die meisten jedenfalls. Das selbstgebackene Brot (Teig vorbereitet - aber das geht manchmal nicht anders) finde ich persönlich spannender, obwohl ich es natürlich nicht probieren kann.

Warum er die Steinbutt-Filets im Hauptgang mit gepickelten Radieschen belegt, wäre meine Frage, denn ich empfinde das als völlig überflüssig. Nicht einmal für die Ansicht erledigen hier die Radieschen ihren Job. Ich mag Radieschen, aber als Fisch-Topping würde ich sie nicht verwenden.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Gängen sieht der Nachtisch wunderbar aus. Gefüllte Halbkugeln aus Schokolade und Zitronen-Sorbet: das passt, sieht Klasse aus und ist ein schöner Abschluss.

Nur Yasemin findet den Nachtisch zu süß, während sie an Vor- und Hauptspeise anderes auszusetzen hatte. Ich habe mir nicht jeden ihrer Kritikpunkte gemerkt: immerhin sollen die Kandidaten einander kritisieren ... Das ist bei Wettbewerben nicht unüblich!


Fazit

Auch mir ist Kolja sympathisch, allerdings nicht mehr und nicht weniger und völlig ohne Herzchen in den Augenwinkeln.

Vielleicht wegen seiner sympathischen Art und dem angenehmen Erscheinungsbild ist der eine oder andere Gäste-Sinn ein bisschen getrübt? Allerdings hat am Vortag auch Karolin besonders viele Punkte bekommen ... die für ihre Kochergebnisse ganz sicher nicht gerechtfertigt waren.

Ich möchte es mir mit Koljas aufblühenden und schnellwachsenden Fan-Club nicht verderben ... aber es könnte durchaus sein, dass er bei der einen oder anderen Zutat, die vorbereitet gewesen ist, Hilfe bekommen hat ...

Die Punkte: 8 gibt Yasemin, je 9 Wibke und Alex, 10 Karolin.

Mit 36 Zählern liegt Kolja am 4. Tag auf dem bislang 1. Platz.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 15. Januar 2026

14. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch im Ruhrgebiet bei Karolin

Am Straßenrand (Sperrmüll) fotografiert



"Ein Menü wie im Bilderbuch"

Vorspeise: Zitronen, Zartheit, Zuneigung - Janes Erbsen-Minze-Suppe mit Scones
Hauptgang: Garten, Gurken, Geborgenheit - Astrids Roulade / Kartoffel / Gurke
Nachtisch: Pfirsiche, Poesie und Power - Mayas kalter und warmer Südstaaten-Cobbler



"Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut."
- Astrid Lindgren in Pippi Langstrumpf

Die in Polen geborene 36jährige Karolin, die als Redakteurin arbeitet, rückt heute sehr bewusst etwas anderes als das Kochen in den Mittelpunkt, denn, um es gleich vorweg zu sagen, ist das

Motto wesentlich interessanter als das Essen. Zwar würde ich mich in einem Restaurant mit solch einer Speisekarte fragen, ob ich vor der Bestellung nicht doch besser aufstehe und gehe,

aber vor dem Bildschirm und mangels wirklich interessanter Speisenzubereitung kann ein bisschen Abschwenken in den literarischen Bereich nicht schaden - es schmerzt auch gar nicht.

Karolin hat bereits den Plan, selber ein Buch zu schreiben - genau wie ihre Mitstreiterin Wibke. Vermutlich wird

Karolin jedoch nicht auf der Uralt-Schreibmaschine schreiben, die auf dem Esstisch als Dekoration einen prominenten Platz einnimmt und als unterstützendes Objekt für Karolins Literaturbegeisterung steht.


Das Menü

Die Gäste sollen fühlen, was Karolin fühlt - und da sind Zartheit und Zuneigung als Emotion für die Vorspeise gewollt: sie hat sie

Jane Austen und ihrem literarischen Werk gewidmet und erklärt ausführlich ihre Faszination für Jane. Und in der Tat sind

Erbsen mit Minze in England sehr beliebt. Scones sind ebenfalls beliebt, und ich erinnere mich an viele Nachmittage in englischen Cafes bei einem "Devon-Cream-Tea" - allerdings ohne Suppe, sondern nur in Süß.

Beinahe jede Form der durchaus angebrachten Kritik kommt gar nicht erst auf, denn Astrid Lindgren, die Patin für den Hauptgang ist,

ist zweifellos jedem bekannt und umfassend beliebt.

"Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut."

könnte Karolin sich gedacht haben und hat ihre mittelmäßigen Kochergebnisse unter einem breiten Mantel der Literatur versteckt, so dass am Ende nur die Erinnerung an Pippi u. a. aufblitzen.

Karolin serviert Schweinerouladen zu diesem Gang - und

Kolja vermutet: "Das Fleisch muss man vorher vielleicht einlegen, damit man es rollen kann ..."

Oh je!

Aber als Feind aller Gurkensalate ist er von dieser Beilage so begeistert, dass man glauben könnte, er wird bald selber Gurken anpflanzen.

Einen wirklichen Bezug zu Astrid Lindgren gibt es nicht. Immerhin darf sich jede "die Welt so machen, wie sie ihr gefällt" ...

Maya Angelou, eine Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin, soll neugierig auf den Nachtisch machen: auf den Tellern sehe ich weder Power noch Poesie - Pfirsiche sind allerdings vorhanden, doch ansprechend appetitanregend und schön sieht anders aus.


Fazit

Am Ende geht es gut aus, sehr gut sogar, denn

Karolin bekommt insgesamt 35 Zähler, die sich aus je 8 Punkten von Yasemin und Wibke, 9 von Kolja und 10 von Alex

zusammensetzen.

Damit liegt sie - dem literarischen Trio sei Dank - am 3. Tag gemeinsam mit Wibke auf dem bislang 1. Platz.

Sachen gibt es ...


Guten Morgen, Gruß Silvia