Samstag, 31. Januar 2026

30. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Aachen bei Markus

Disney-World/Orlando

"Musik"
Vorspeise: Erste Strophe: Laut, aber Fisch - Gebratener Thunfisch an Wassermelone und Sushi-Jus
Hauptgang: Refrain: Laut, aber Rind - Blanc Bleu Belge an Rotweinsauce, dazu Roulade mit dreierlei Gemüse und Pommes Dauphines
Nachtisch: Outro: Laut, aber schneeweiß - Mascarpone-Creme im Himbeer-Himmel und Spekulatius-Crossies


"Ein Rucksack voller Spaß"
- Markus

Man kann denken, dass Markus niemals ohne seinen Rucksack aus dem Haus geht, denn Spaß wird überall gebraucht: was aber passiert,

wenn er das Gepäckstück im Bus liegenlässt?

Vermutlich rückt die Polizei samt einem Sprengstoff-Experten aus, nimmt den Rucksack ins Visier ... und sogleich werden sie mit Konfetti bombardiert, während Minni Mouse- und Hasen-Löffel um ihre Ohren fliegen, dass ihnen Hören und Sehen und der Spaß vergeht.

Heute jedoch wird dieses oder Ähnliches nicht passieren, denn Markus plus seinem Dauer-Spaß-Gepäckstück bleiben zu Hause, weil einer von beiden

kochen muss.

Wie alt der Rucksack ist und wieviel Spaß er ständig balancieren muss, ist nicht bekannt - aber

der Radio-Moderator und jetzt selbstständige Entertainer Markus ist 37 Jahre alt, wohnt im belgischen Eupen, ist verheiratet und hat

drei Kinder. Es ist auch nicht bekannt, wie groß der Anteil seiner Kinder an seinem als albern bis lustig bezeichnetem Verhalten ist.

Mich freut es jedoch, dass selbst der stille und eher in sich gekehrte Bastian heute ein bisschen von der verbreiteten guten Laune aufschnappen kann ... und sogar verhalten fröhlich

das neue Lied zur Sendung mitträllert.

Leider fehlt in dieser illustren Gesellschaft der einzige aus dem Randgefüge der Gruppe, der den Gesang locker toppen könnte: Bastians Ehemann Marcel, der Opernsänger ist.



Das Menü

Markus kann Essen zubereiten, vergisst allerdings die Show keinen einzigen Moment - und opfert ihr hier und da ein paar vorbereitete Zutaten gegenüber den aufwendiger selbst hergestellten.

Wie kocht er wohl ohne Publikum und Kameras? Vielleicht ein wenig ruhiger!?

Oder er lässt sich Applaus über Youtube einspielen ...

Der Thunfisch ... ist mein absolutes No Go, aber er bereitet diesen zu, wie er sein soll, wenn der Fisch der Pfannen-Hitze ausgesetzt wird.

Am Anschnitt erkenne ich nur bedingt die Kritik, die Bastian am anscheinend etwas zu lange Gebratenem äußert: Thunfisch rein in die Pfanne, einmal drehen, raus ... mehr nicht. Ist schon klar, weiß jeder.

Der Hauptgang wird lobend verspeist. Eine kleine - durchaus und nachvollziehbare - Kritik gibt es seitens Bastian an den Pommes Dauphin, die für ihn zu sehr nach Mehl schmecken.



Fazit

Gewünscht hat Markus, dass seine Gäste sich wie zu einem Musik-Event kleiden, und so geschieht es:

Alida tritt in einem Walle-Walle-Gewand auf, orientiert an Rihanna. Das wirkt wirklich beeindruckend - und fast so, als wolle sie

ihrer Königspudelin "Coco" Konkurrenz machen. Gelingt nicht! Coco bleibt die Schönste der Woche!

Kim erscheint im enganliegenden Kleid als "Königin der Zebras". Kevin mit John-Lennon-Brille - und

Bastian gesittet mit einer Fliege um den weißen Hemdkragen.

Der Gastgeber sieht eher aus wie das Oberhaupt der Flodder-Familie - aber das oder eine ähnliche Interpretation ist natürlich von ihm genau so gewollt.

Die Punkte für Markus: je 8 geben Kevin, Kim, Alida und Bastian, und somit summiert es sich auf 32 Zähler.

Es gewinnt Bastian: verdient!

Und am letzten Abend hat er auch den Anschluss an die anderen gefunden, denn er ist bestimmt ein ganz lieber Mensch, aber eben ein eher leiserer,

der am Ende liebevolle Worte an seine Mit-Kandidaten richtet, die wirklich von Herzen zu kommen scheinen.

U n d: die anderen Kandidaten haben ein großes Lob verdient, dass sie nach seinem Auftaktabend nicht den Mut verloren haben, ihre Dinner zu präsentieren.

Alida belegt zwar den letzten Platz, aber dafür ist ihr Outfit ... unvergesslich. Sie ist eben die Rihanna von Aachen.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute maximal 8 Grad plus, die von nur einer Sonnenstunde flankiert werden.


Guten Morgen, Gruß Silvia



Freitag, 30. Januar 2026

30. Januar 2026 - In Erinnerung an meinen Bruder Heinz



In Erinnerung,

so lange ich selber lebe: Der 30. Januar ist der Todestag von Heinz, meinem Bruder. Er wurde nur 19 Jahre alt und starb bei einem Hotelbrand. - Ich erinnere seine letzten Sätze an mich, die ernst-humorvoll waren und mein Einstecken-Können gefördert haben.
Durch seinen Tod haben wir das Beste verloren, das man verlieren kann.
Ich erinnere mich auch an seine 2 Einträge in mein Poesie-Album (so was gibt es sicher gar nicht mehr):
"Geht dir im Leben auch manches Mal etwas daneben, so denke nur an eins: Wie geht es deinem Bruder Heinz?"
"Wenn du noch einen Onkel hast, und der hat gute Weine, so sorge, dass er dich nicht hasst,
sonst säuft er sie alleine."


Silvia



29. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Aachen bei Kevin



Vorspeise
: „Mediterrane Grüße in drei Kapiteln“ - Dreierlei Bruschetta. Klassisch, fein und herzhaft-süß

Hauptgang: „Waldspaziergang trifft süße Versuchung“ - Rehrücken mit Printensauce an Pastinaken-Kartoffelstampf und glasierten Möhren
Nachtisch: „Der verkehrte Apfeltraum“ - Umgedrehter Apfelkuchen, dazu hausgemachtes Vanilleeis, Crumble und Karamell-Balsamico-Sauce



Man muss der Zeit Zeit lassen.
Tempora temporibus temperanda.
- Lateinisches Sprichwort

Nervosität hingegen frisst Zeit, als wäre sie ein gieriges nimmersattes Monster, das immer hungrig bleibt. Kevin hat eigentlich wenig Grund,

nervös zu sein: er kocht am 4. Tag, und folglich sind ihm die Abläufe bekannt. Er kennt die Crew und kann die Mitstreiter sicherlich bereits einordnen - und muss sich nicht auf Überraschungen einstellen, die ihn hinterrücks ereilen könnten.

Und: seit Montag weiß er ohnehin, dass er Bastians Kochkünste nicht übertreffen kann ... Aber erzeugt das mehr Ruhe oder noch mehr Aufgeregtheit?

Der 29jährige Schilder- und Leuchtreklamehersteller mit Meistertitel heißt Kevin und ist mit Caroline verheiratet. Von ihr ist heute nichts zu sehen,

aber als Schnibbelhilfe fungiert ihr Vater Manfred, der zudem und obendrein Kevins Arbeitskollege im eigenen Betrieb ist.

Manfred bringt genau die Ruhe rein, die er sich abgucken sollte. Und am Rande stelle ich fest, dass die beiden Männer durchaus Vater und Sohn sein könnten ... sie sehen sich ein bisschen ähnlich.

Alida posaunt ihre Verwunderung heraus, dass Kevin mit seinem Schwiegervater gemeinsame Sache in der Küche macht ... für sie scheint das undenkbar und ist vielleicht in der Rubrik zu Hause, die sie selber am Dienstag folgendermaßen beschrieben hat:

"Wenn man lange zusammenleben will, muss man sich nicht ver-, sondern er-tragen."

Zwar meinte sie damit ihren Ehemann, aber das schließt ihren Schwiegervater ja nicht aus.


Das Menü

erfordert offenbar Geduld von den Gästen, denen vielleicht auch die Zeit davonrennt. Ein bisschen mehr Gelassenheit von allen Seiten wäre nett und es gäbe noch viel mehr Stunden,

an die man sich später gern und oft erinnern könnte: es soll schließlich ein tolles Erlebnis sein, an dieser Sendereihe teilzunehmen, das hört man immer wieder.

Dreierlei belegte Bruschetta ... und die Gäste finden es in Ordnung.

Der Hauptgang mit Rehrücken usw. erinnert sie an den von Alida, die die gleiche Kombination angeboten hat: allerdings wirkt Kevins Version ansprechender.

Trotzdem geht es mal wieder nicht ohne Crumble, als sei das ein Muss seit geraumer Zeit, dessen Fehlen sofort bestraft würde ...

Aber hier sorgt bereits der Apfelkuchen für genügend Teig, und es braucht keine zusätzlichen Streusel.


Fazit

Der Alleinunterhalter der Woche, Markus, erscheint heute mit einem Minni Mouse-Haarreifen, den Bastian klar ablehnt: dabei hätte es Markus gefreut, wenn ausgerechnet Bastian ihn sich aufgestülpt hätte. Kim macht den Spaß mit und schmückt sich damit.

Natürlich hat all der Firlefanz, den Markus nebenher veranstaltet, durchaus etwas von einem Kindergeburtstag - aber ohne ihn wäre diese Woche vermutlich eine sehr, sehr steife Veranstaltung. Einige lassen sich von ihm mitziehen ...

Es ist kaum vorstellbar, wenn alle fünf Kandidaten ähnlich drauf wären wie Markus ...

Allerdings möchte ich mir auch nicht vorstellen, wenn sich alle Kandidaten derart zurückhaltend zeigen würden wie Bastian: er kann kochen, aber ansonsten ist er so verkrampft, als wäre selbst Smalltalk ein Hochrisikogebiet.

Durch die Teilnehmer-Mischung fällt es zum Glück nicht großartig ins Gewicht.

Das hier ist Fernsehen - und da darf ein bisschen Show sein!

Die Punkte für Kevin: je 7 geben Bastian und Markus, je 8 Alida und Kim.

Das ergibt die Summe von 30 Zählern, und er weiß, dass er damit sehr zufrieden sein kann.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 29. Januar 2026

28. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Aachen bei Kim



"Klassisch genießen"

Vorspeise: Herzhaft, wärmend, fein und lecker - Maultaschen / Rinderbrühe / Tafelspitz
Hauptgang: Souffliertes mit Oma Bertls Salat - Kalbsschnitzel / Kartoffelsalat
Nachtisch: Dekonstruierter Cheesecake - Mango / Passionsfrucht


Ready for take-off ...

heißt es heute ab 19.00 Uhr, und wir bekommen als Zuschauer die Mischung zwischen Unterhaltung und einem guten Dinner zu sehen. Natürlich reicht Kims Menü bei weitem nicht an das von Bastian heran,

aber dafür "bedient" sie die restlichen Anforderungen an diese Show viel besser.

Während ich über Bastian nur ein paar unbedeutende Eckdaten kenne, und er sich auch sonst in jeder Hinsicht ziemlich zurückhält, ist Kim offenherziger und bringt jede Menge Freundlichkeit ins Spiel.

Die hübsche 32jährige Flugbegleiterin in Elternzeit ist in Namibia geboren und kam im Alter von 6 Jahren nach Deutschland, denn ihr Vater ist Schwabe.

Die Elternzeit ihrer 2021 und 2023 geborenen Kinder ist Thema, wenn es um den Grund für die Teilnahme an dieser Sendung geht: durch die Kinder hat sie das soziale Leben und die Kommunikation mit Erwachsenen etwas verlernt - und bevor sie wieder beruflich durchstartet, sich für eine Bewerbung für diese Sendereihe entschieden.

Zwar habe ich selber keine Kinder, aber aus meinem Umfeld habe ich oft gehört, wie unerquicklich und reduziert die Gespräche auf z. B. Spielplätzen sein können ...

Gut, ein bisschen Spielplatz- oder Karneval-Atmosphäre bringt heute Markus in Form von Konfetti-Bomben mit (ich gehe davon aus, dass Kim damit einverstanden ist, die in ihrem Haus zu zünden).

Obendrein hat er ein Lied, auf diese Sendung bezogen, selber gedichtet, das am heutigen Tag zur ersten Probe gelangt.

Unmelodisch schiefe und leidenschaftslose Töne kommen dabei heraus - das Lied wäre geeignet, die Sendung zu Grabe zu tragen ... es ist ein "Gefangenen-Chor" der anderen Art, der keinem Kandidaten die Möglichkeit gibt, sich dem zu entziehen.

Immerhin bemüht Markus sich, den Unterhaltungsteil zu füllen.


Das Menü

Kims Schwägerin Denise hilft in der Küche beim Schnibbeln. Sie ist die Schwester von Kims Ehemann Tobias - und eine gute Freundin.

Obwohl ihre Gäste im Vorfeld erwarten, dass sie etwas namibisches kocht, steht auf dem Menüplan etwas völlig anderes. Das ist schon mal schwer zu schlucken für Alida,

die keine panierten Schnitzel mag. Markus hingegen mag den Kartoffelsalat eher mit viel, sehr viel Mayonnaise ... aber heute gibt es die schwäbische Variante, und die schmeckt ihm dann auch.

Die Maultaschen für die Vorspeise stellt sie selber her, füllt sie ... und komplettiert sie mit einer Brühe und Stückchen von Tafelspitz. Das sieht richtig gut aus.

Der dekonstruierte Käsekuchen kommt insgesamt nicht wirklich gut an - aber das Mango-Eis überzeugt auf ganzer Linie.


Fazit

Natürlich hat Kim als Flugbegleiterin gelernt, wie man sein Lächeln nie verliert, aber heute gibt es auch keinen Grund, dieses vermissen zu lassen,

denn selbst, als ihr am Tisch die geöffneten Bierflaschen vom Tablett fallen, tröstet sie vor allem der geschädigte und mit Bier geduschte  Markus. 

Falls er heute wieder mit dem Bus nach Eupen zurückfährt, wird er dort eine ziemlich unangenehme Fahne mit sich herumtragen.

Die Punkte: 9 gibt Markus, je 8 Bastian und Kevin, 7 Alida.

Mit 32 Zählern liegt sie am 3. Tag auf dem bislang 2. Platz. Ich denke, das ist in Ordnung, denn es ist schwer, an Bastians Kochkünste heranzureichen.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 28. Januar 2026

27. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Aachen bei Alida



Vorspeise
: Aus dem Wasser - Jakobsmuschel-Tatar / gebratene Jakobsmuschel

Hauptgang: Aus dem Wald - Rehragout / Pastinakenpüree / Portweinpflaumen / Möhren
Nachtisch: Von der Wiese - Holundermousse / Champagnergelee


Der Kater am Tag danach ...

steht sicherlich manchem Zuschauer in den Augen geschrieben, denn am Montag bei Bastian gab es das "perfekte Dinner", während es heute bei Alida genau so weitergeht, wie wir es kennen: ohne Höhenflüge, ohne eine tiefe Begeisterung fürs Kochen, aber

immerhin mit der schönsten Teilnehmerin der Woche, und dieses Lebewesen heißt "Coco" und ist ein Königspudel. Coco mit guter Körperhaltung und perfekt sitzendem Haarkleid: aber

Coco kocht schließlich nicht.

Das muss die 68jährige "Customer Relation Managerin" (Pharma-Referentin?) Alida übernehmen, die am Ende bewiesen bekommt, dass

Scherben nicht immer Glück bringen. Daher hätte sie sich das Zerdeppern von Porzellan schenken können - und auch nicht noch dieses und jenes dem Glücksboten hinterherwerfen sollen ... nein, sie verteilt nicht absichtlich Scherben und Lebensmittelteile auf dem Küchenboden, es passiert ihr einfach,

weil es ihr an Konzentration fehlt, wie sie selber bemerkt.


Das Menü

In der Küche hilft Alidas Mann Armin, der auch das Rehfleisch pariert und noch schnell zum Fischhändler fährt, um die Jakobsmuscheln abzuholen. Turteleien bei dem seit 40 Jahren verheirateten Paar bleiben aus, aber es gibt Uneinigkeit darüber, wie man Gemüse schält: er nimmt den Sparschäler, sie macht sich darüber lustig

und schneidet dann die Ingwerhaut, als gönne sie mehr als die Hälfte des Aromas dem Abfalleimer.

Und eigentlich müsste Alida bereits satt sein, bevor sie ihren Gästen die drei Gänge serviert: denn ständig steckt sie sich irgendwas in den Mund, probiert aus Töpfen und Gefäßen, und manchmal nimmt sie der Einfachheit halber sogleich die Finger: schleckt sie ab, ohne dass man sieht, ob sie sich danach die Hände wäscht.

Mit ihren Speisen kennt sie keinerlei Berührungsängste, ganz im Gegensatz zu Coco: diese möchte das ihr zugeteilte Rehfleisch nicht roh, sondern angebraten fressen ... und bekommt ihren Wunsch erfüllt.

Alidas Vorspeise erntet viel Lob, das jedoch für den Hauptgang wieder verlorengeht.

Im Nachtisch gibt es ein Champagner-Gelee samt einer Holundermousse: doch damit nicht genug, nimmt sie für Crumble gekaufte Kekse, die sie maschinell zerbröseln lässt ... usw.

Den Hype um die Streusel (ohne Kuchen wird das nie ein Beerdigungskuchen) verstehe ich ohnehin nicht: kann man weglassen, und ist im besten Fall etwas fürs Auge.


Fazit

Markus reist mit dem Linienbus aus dem nahen Belgien an und trägt "Hasenohren" aus Plüsch auf seinem Kopf, als hätten wir gerade Karneval ... wobei diese Sendungen etwa im September 2025 aufgezeichnet worden sind.

Dabei haben doch vier Teilnehmer ohnehin schon so viel um den Kopf, um dem Dinner von Bastian ein einigermaßen gleichwertiges folgen zu lassen.

Das geschieht heute nicht: je 6 Punkte geben Bastian und Markus, je 7 Kim und Kevin.

Alida bekommt mit 26 Zählern vom Kuchen nicht einmal die Krümel ...

Haben sich eigentlich einige Zuschauer über die zweimal vergebenen 6 Punkte aufgeregt? Ich weiß es nicht, aber in der

Regel passiert das schließlich.


Guten Morgen, Gruß Silvia



Dienstag, 27. Januar 2026

26. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Aachen bei Bastian




"Bastis Lieblingszutaten"
Vorspeise: Variationen vom Lachs treffen auf Dill, Zitrone und Gurke
Hauptgang: Zartes Rinderfilet trifft auf wilden Brokkoli, Kartoffeln, Schalotten und Parmesan
Nachtisch: Mein Glanzstück: Pistazien-Himbeertörtchen


Wer die Abwechslung liebt, lässt den Alltag tanzen.
- Wilma Eudenbach (*1959)

Heute und bei einem für diese Sendereihe nicht alltäglichen Dinner tanzen auch die Gaumen vor den Bildschirmen: so hübsch sieht jeder Gang aus, dass einem glatt "die Spucke wegbleibt".

Venedig sehen und sterben - fällt mir ein. Und auch, dass das perfekte Dinner endlich gefunden worden ist ... die Sendereihe ihren Zweck erfüllt hat ... und nun eingestampft werden könnte.

Aber das passiert hoffentlich nicht,

obwohl es bereits die Konkurrenten von Bastian sehr schwer haben werden, an sein Koch-Niveau heranzureichen und seine perfekte Anrichtungsweise zu übertreffen.

Einige vielleicht bereits geplante Bewerbungen könnten ausbleiben: die Sorge, einem 2. Bastian zu begegnen, bleibt im Hinterkopf.

Der 29jährige Bastian hat Chemie studiert, ist aber seit 5 Jahren als Tanzlehrer selbstständig tätig. Er lebt gemeinsam mit seinem Mann, dem Opernsänger Marcel - und dem Labrador "Henry".

Von Bastian als Person abseits von seinen Talenten lerne ich nichts kennen.


Das Menü

Der Vorspeisenteller lässt für Fisch-Freunde keine Wünsche offen. Diverse passende Zutaten machen die Vorspeise zu einem großen Projekt. - Der Schwierigkeitsgrad wird von Chefkoch.de als

normal bezeichnet, während die Zeit der Umsetzung des Starters mit 135 Minuten beziffert wird. Das ist viel, und genau so geht es weiter:

Rinderfilet - sous-vide gegart - samt Beilagen erhält ebenfalls das Prädikat "normal", und die Zubereitungszeit nimmt

100 Minuten in Anspruch.

Mit 190 Minuten - lt. Chefkoch.de - verlangt der Nachtisch den größten Zeitaufwand. Auch hier ist der Schwierigkeitsgrad als "normal" angegeben.

So wirklich "normal" ist dieser Abend bei Bastian allerdings nicht: und selbst, wenn es keine hohen Hürden für all die Zubereitungsarten gibt,

muss man erst einmal auf die Idee kommen, diese auf eben genau diese Art zusammenzustellen.

Und vor allem ein Händchen fürs Anrichten haben.


Fazit

Wenn ich bedenke, wer in der letzten Woche den Jackpot gewonnen hat ... Turina kocht ganz sicher nicht in der gleichen oder auch nur in einer ähnlichen Liga wie Bastian.

Aber heute ist Montag, und das wissen die Gäste auch ... es ist nicht nur die Luft, die nach oben frei sein soll, wenn sie sich sorgfältig überlegen, wie man dieses Dinner bewerten soll ... es ist der Blick auf die eigenen Kochkünste.

Schwierig, schwierig. Und das an einem Montag! An einem Freitag wäre es dem einen oder anderen eventuell leichter gefallen, für dieses Menü die Höchstpunktzahl zu vergeben ...

Die Punkte für Bastian: je 9 von Alida, Kim und Kevin, 8 gibt Markus.

Er darf mit 35 Umdrehungen ins Rennen starten.

Und ich bin gespannt, etwas mehr von Bastian kennenzulernen.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Samstag, 24. Januar 2026

23. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Darmstadt bei Susanne



„La dolce vita"
Vorspeise: Dekonstruierte Bruschetta - Tomate / Burrata / Brot / Basilikum
Hauptgang: Offene Lasagne - Nudel / Tomate / Rind / Hartkäse
Nachtisch: Panna cotta - Sahne / Himbeere / Pistazie


Was vom Herzen kommt, geht zum Herzen.
- Aus England

In einer kurzen Beschreibung, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer über sich abgeben soll, hat die 39jährige Susanne am Montag erzählt, sie sei

ein Herzensmensch. - Im Laufe der Woche habe ich ihre Aussage völlig aus den Augen und Ohren verloren, denn ein anderer Kandidat ist mir eher als

Herzensmensch

aufgefallen: Max.

Und ich kann zwischen nur gewollt herzlich rüberkommenden und ehrlich gemeinten Worten unterscheiden.

Natürlich kann Susanne in ihrer Familie und ihrem Freundeskreis als herzlich bekannt sein, denn nichts spricht dagegen.

Susanne lebt in einem schicken Haus, das direkt Einzug in einen Katalog für "Schöner Wohnen" finden könnte: großzügig, hell, mit einer Fensterfront, die kein Draußen unbeobachtet lässt. Sie lebt hier mit ihrem Mann und einem Kind - und ab

Montag auch mit einem Hamster, der seine Daseinsberechtigung hoffentlich nicht als "Kinderspielzeug" finden soll. Ansonsten sollen die meisten Hamster-Arten Einzelgänger sein - und brauchen keine Artgenossen.


Das Menü

Bedröppelte Gäste-Gesichter beim Lesen der Speisekarte: sie können gar nicht so einfach denken, wie es dann wird:

Ist dieses Menü wirklich dem "süßen Leben" abgeguckt - oder unterscheiden sich unsere Vorstellungen von Dolce Vita? Vielleicht reicht hier das Wohn-Ambiente, um dem Menü-Titel die Rechtfertigung zu verpassen?

Eine dekonstruierte Bruschetta bleibt eine Bruschetta, die man rasch zubereitet hat und essen kann - zum Beispiel während man als Zuschauerin das "perfekte Dinner" guckt - wirklich begeistert sind ihre

Gäste nicht davon, obwohl sie Burrata selber aus der Espuma-Flasche quetscht, nachdem sie zuvor alle Zutaten ebenfalls in Eigenregie zusammengestellt hat.

Für die Tomaten nimmt sie nicht einmal "echtes" Basilikum, sondern getrocknetes.

Fühlt Max' Gaumen sich etwa gelangweilt? 

Beim Hauptgang gerät auch die Chefkoch-Seite in Schlingern, denn dort steht dieser als 1. in der Reihe, als handele es sich um eine Vorspeise. Vermutlich war man in der Redaktion unsicher ... Die Nudelplatten für die

offene - also auch wieder dekonstruiert - Lasagne stellt sie selber her (vorm Wasser-Garen brechen die beinahe schon in sich zusammen) - das Rinderhackfleisch wirkt, als sei nach einem Hausbau nicht mehr genug Geld für wichtige Dinge übriggeblieben. Klar, ich weiß, dass jeder Kandidat eine Aufwandsentschädigung von 800 Euro bekommt. Davon bleibt heute viel übrig.

Hackfleisch und das "perfekte Dinner" sind kein gutes, kein interessantes und kein innovatives Paar, sondern ein langweiliges.

Turina bemängelt, dass die Nudelscheiben nicht gleichmäßig sind ... also mal durchgegart, mal noch zu hart.

Für Weinnachschub sorgt Markus.



Fazit

Es ist mehr Show in einem Show-Room als gekonntes Kochen - und der Beweis, dass Weniger nicht immer Mehr ist.

Es ist denkbar, dass der eine oder andere Gast nach dieser Veranstaltung noch in ein gutes Restaurant einkehrt, um seinen Gaumen kitzeln zu lassen.

Am Ende dieser Woche gefällt mir neben - natürlich Max - auch Markus mehr als am Anfang. Und Petra.

Ich finde das ist ein guter "Schnitt" - und mehr konnte ich nicht erwarten.

Susanne ist freundlich, aber das ist kein Merkmal für einen Herzensmenschen. Es ist eine Mindestvoraussetzung ...

Die Punkte sind entweder gelogen, geprahlt, mit geschlossenen Augen verteilt - oder einfach nur mit dem üblichen Wohlwollen ins "Dinner-Gedächtnis" geworfen - und völlig nichtssagend übertrieben:

Je 8 geben Turina, Petra und Markus, 9 gibt Max - und ich glaube,

dass eine 9 von Max gleichbedeutend mit einer 5 von mutigeren oder auch nicht ganz so freundlichen und herzlichen Bewertern ist. Aber Max kann halt nicht anders.

Mit 33 Zählern erreicht sie einen - ungerechten - Gleichstand mit Max: beide landen auf dem gemeinsamen letzten Platz,

wobei Max sich wesentlich mehr Gedanken und Mühe gemacht hat.

Es gewinnt Turina - die sich auch nicht mit Ruhm bekleckert hat.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute maximal 6 Grad plus, angereichert mit 4 Sonnenstunden.



Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 23. Januar 2026

22. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Darmstadt bei Turina




„Zwischen Meeresduft und Schokolust“
Vorspeise: Knusprige Garnelen auf Safran-Aioli, begleitet von einem Avocado-Tatar und Polenta
Hauptgang: Filet mignon auf Pastinakenpüree, dazu glasierte Möhren und Jus
Nachtisch: Schokotarte mit Vanille-Tonka-Eis und Himbeer-Coulis


Nur ein Wimpernschlag ...

und dieser Abend bei Turina wird vergessen sein, obwohl sie sich redlich bemüht, im Zuschauer-Gedächtnis zu bleiben und große Stücke auf sich selber hält, als gäbe sie dem Kochen eine völlig neue Richtung und verleihe einer Leidenschaft Ausdruck.

Es sind nur ihre Worte, die von der Freude am Kochen sprechen ... und trotz eines phänomenalen Punkte-Ergebnisses bleibt mir ihre Leidenschaft für die Spiele an Herd und Backofen verborgen.

Die 35jährige Turina verdient mit Wimpernschlägen auch ihr Geld, denn sie arbeitet als Wimpern- und Augenbrauen-Stylistin ... sie wird schon wissen, ob das lukrativ oder ein Nischengeschäft ist, das jedoch jetzt von der Allgemeinheit, die sich noch selber um die eigene rund-um-die-Augen-Schönheit kümmert, entdeckt werden soll.

Turina stammt aus dem Kaukasus, aber heute und in den vergangenen Tagen ist das nur einmal ganz kurz erwähnt worden ... obwohl gerade die Herkunftsländer der Kandidaten sonst stets ein Thema sind. Warum hier nicht? Und dann wird ihr Ehemann über Vox-Untertitelungen einmal

Andrey und einmal Stefan genannt.

Egal ... Wimpernschlag ... spätestens übermorgen habe ich sie vergessen.

Länger werde ich mich an Max erinnern, der sympathisch rüberkommt und zugegeben hat, dass er gern einmal "ins Fernsehen" wollte.

Vielleicht liegt Turina genau das auch am meisten am Herzen? Sieht jedenfalls so aus!


Das Menü

Auf dem Herd steht bereits ein Soßenansatz, der bis auf Knochen, Fleisch und Gemüse runtergekocht ist, dass Andrey oder Stefan ein Glas Rinderbrühe kaufen gehen muss: wie kann solch eine Panne überhaupt passieren? Vielleicht hat sie sich aber

zwischendurch um ihre Wimpern, Augenbrauen und Haare gekümmert und dabei die Zeit aus den Augen verloren.

Apropos Haare: ihre offene Walle-Walle-Mähne fließt munter über allem Essbaren, als wäre sie Rapunzel, die dringend ihre prächtigen Haare hinabfließen lassen muss.

Im übrigen wäre der Fond auch ohne Einsatz von Industrie-Rinderbrühe zu retten gewesen.

Vorbereitet sind auch das Eis für den Nachtisch und die Polenta: diese Unglücks-Polenta, die ihr trotz aller vorausschauenden Vorsicht ... in der Pfanne zerfällt, als wäre sie auf Ärger aus.

Auch mit dem Rinderfilet hat sie ihre gewisse Not: gelingsicher nennt sie die Filets vorab ... und scheitert an der eigenen Aussage.

Der Pastinaken-Schleim verrät ebenfalls keine Kochkünste.

Der Schokokuchen schmeckt ihr sehr gut - "den lasse ich so" freut sie sich. Muss sie ja auch, denn einen fertigen Kuchen kann man nicht mehr ändern - man kann nur einen weiteren backen.


Fazit

Sinngemäß verkündet Turina dem Publikum: "Meine Gäste sollen noch in vielen Jahren an diesen Abend denken - und wie schön er war."

Und dann - neben Differenzen zwischen Markus und Petra über die Burg Frankenstein und ob diese und das gleichnamige Monster miteinander verbunden sind -

gibt es Punkte. Oder eher einen Punkteregen, der mir wie der sprichwörtliche saure Regen vorkommt:

10 gibt Max,

der von seiner Oma Angi, die Fan dieser Sendereihe ist, vielleicht gehört hat, dass man sich nicht zum Zuschauer-Angriffsziel machen soll, indem man niedrige Punkte gibt.

Und immer schön hoch punkten gilt auch für

Petra, Markus und Susanne, die jeweils 9 Zähler geben.

Mit insgesamt 37 Umdrehungen liegt Turina somit am 4. Tag auf dem bislang 1. Platz.

Da machste nix!


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 22. Januar 2026

21. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Darmstadt bei Max




„Willkommen im Atelier“

Vorspeise: Cold Brew Ceviche / Frischer Saibling in einer Leche de Tigre, gepickelte Zwiebel und Korianderöl
Hauptgang: Espresso Beef Rinderfilet, in Kaffee gebeizt, scharf angebraten und im Ofen mit einer Espresso-Kruste vollendet, dazu Pastinaken-Kartoffel-Püree und Brokkoli
Nachtisch: Tiramisu de l‘Atelier ohne Küchenwaage, nach Gefühl


Drei Dinge gehören zu einem guten Kaffee: erstens Kaffee, zweitens Kaffee und drittens nochmals Kaffee.
- Alexandre Dumas der Ältere (1802 - 1870)


Passenderweise steht neben mir eine große Tasse mit nach und nach kaltwerdendem Kaffee, denn ich trinke ihn auch am Abend gern. Am Schlaf hindert mich das bisschen Koffein nicht. Natürlich schmeckt mir der Kaffee am frühen Morgen am besten, denn der allererste Handgriff gilt dem köstlichen und morgens muntermachendem Getränk ... zumindest bilde ich es mir ein, dass es mich muntermacht, während der Effekt am Abend und zum Glück ausbleibt.

Der 28jährige Max aus Altötting in Bayern studiert im Masterstudiengang Sportmanagement und lebt gemeinsam mit seiner Freundin Laura und zwei weiteren Freunden in einer Altbau-WG mitten in Darmstadt. Und nicht zu vergessen, "wohnt" dort auch sein Kaffee-Automat,

den er zur Unterstützung für seinen Instagram-Kanal braucht: für den dreht er Videos über Kaffee und Comedy,

und so ist es nur folgerichtig, dass auch sein Menü ein recht kaffeelastiges ist. Neben einem wenig Werbung dafür ist es

Max wichtig, seine Oma Angi zu grüßen, die ein großer Fan dieser Sendereihe ist, und die er stolz auf sich machen möchte.

Sie kann stolz auf ihn sein, denn es geht schließlich nicht allein darum, ein überragendes Gericht abzuliefern, sondern sich sympathisch zu präsentieren. Das

überragende Gericht bleibt hier nämlich außen vor - aber sympathisch kommt Max rüber.


Das Menü

schüttelt Max mehr oder weniger aus dem Handgelenk und ohne Rezeptvorlagen, wobei ihm sein Freund Brayan eine große Hilfe ist. Ein bisschen verwischt die Eindeutigkeit, wer denn hier kocht. Während Max ausgiebig

mit seiner Nachspeise beschäftigt ist, erledigt Brayan vieles andere.

Um den frischen Kaffee fürs Tiramisu abzukühlen ... fügt Max Eiswürfel hinzu: einen Sinn erkenne ich darin nicht, denn der Kaffee kühlt ohnehin schnell ab, ist aber nun verwässert.

Am Ende sieht der Nachtisch trotzdem gelungen aus.

Der Sud für die Vorspeisen-Ceviche taucht wie aus dem Nichts auf. Petra, die eigentlich keinen rohen Fisch mag, gefällt diese Vorspeise - im übrigen ist der Fisch nicht roh, sondern in dem Sud gegart.

Das Rinderfilet mariniert er in Kaffee. Auf die Teller kommen nur kleine Mengen von Filet und Beilagen wie dem Pastinaken-Kartoffel-Pü, obwohl sowohl davon

als auch vom Fleisch noch jede Menge übrig ist. Niemand fragt, ob er einen Nachschlag haben könnte - einige beklagen das karge Hauptgericht.

Der üppige Rest könnte Max' WG-Mitbewohner später erfreuen.


Fazit

Mich irritiert seit Tagen die Werbung von "Hello Fresh", in der am Ende gesagt wird: Abendessen geht besser! - Das ist nicht eindeutig auf das Werbeprodukt zu beziehen ... eher auf irgendein anderes Essen.

Gar nicht irritiert bin ich von Max' Aussage, dass es ihm nicht ums Gewinnen geht, denn das glaube ich ihm. Somit würde er sich selber auch nur 7 Punkte für sein Menü geben.

Die Punkte: je 8 geben Markus, Petra und Turina, 9 gibt Susanne.

Über 33 Punkte freuen sich bestimmt Max und seine Oma Angi besonders. Nach wie vor liegt Petra auf dem bislang 1. Platz.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 21. Januar 2026

20. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Darmstadt bei Petra

Foto: Marianne Mossel


„Odenwälder Geschichten: Vom Rind, das auszog, den Apfel zu küssen“
Vorspeise: Tatar vom Odenwälder Weiderind mit Apfeljulienne und Walnussbrot
Hauptgang: Bürgermeisterstück auf Apfel-Jus mit Pfifferlingen,
Nachtisch: Ein Apfel-Crumble mit einer Trilogie von Apfel-Eis und Calvados


Die Äpfel aus Nachbars Garten ...

schmecken in der Regel besser als die aus dem eigenen, und das Gras ist dort sicher auch grüner und der Himmel darüber wolkenlos blau.

Uwe, der Ehemann der Kandidatin Petra, hat die vielen, vielen Äpfel fürs heutige Menü nicht nur gepflückt, er schält und schnibbelt sie auch zurecht.

Die 66jährige Petra hat einen eigenen Friseursalon und lebt mit ihrem Mann und Hündin Aywa im Schatten der Burg Frankenstein im Odenwald in einem Haus am Hang, das recht verwinkelt scheint und von kleinen Räumen dominiert wird. Wunderschön ist jedoch der Blick von der Terrasse hinein ins Land.

Sie hätten sehr, sehr viel Besuch, erzählt Petra - und darum darf der wohl auch heute nicht fehlen: es schneit Sohn Nils rein, weil in seinem und seines Vaters Betrieb ... die Kaffeemaschine "ausgefallen" ist. Er will sich nur einen Kaffee holen ... später bringt ihr Schwiegersohn Matthias noch dieses und jenes vorbei.

Der Sender liebt solche "Spontanbesuche" ... die vielleicht genauso zum Plan gehören wie das Probekochen.

Dabei gibt es in allen Ecken und Winkeln des Hauses schon genug zu sehen, so dass mir die meisten Details überhaupt nicht wirklich ins Auge stechen. Motto: man sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

Nur die tiefschwarze schicke Küche hält meinen Blick gefangen, denn natürlich spielt hier die "Musik". Manch einem gefällt diese Küche, anderen eher nicht. Immerhin verdunkelt sie das Bild, bietet aber sicherlich schöne Flächen, um sich kurz einmal selber drin zu spiegeln.


Das Menü

Generell mag ich solche Geschichten wie die Vom Rind, das auszog, den Apfel zu küssen überhaupt nicht.

Zur Vorspeise schneidet Petra das Fleisch zurecht, reicht selbstgebackenes Walnussbrot hinzu und toppt das Tatar mit Julienne. Julienne kennt

Max nicht, und spricht die Fitzelchen wie einen weiblichen Vornamen aus.

Das geschmorte Rindfleisch - das sogenannte Bürgermeisterstück - sieht ziemlich trocken aus. Vielleicht hat sie es auch falsch aufgeschnitten. Die Soße dazu ist dünnflüssig, aber mit Äpfeln gepimpt.

Aber Susanne schmecken ohnehin die Möhren am besten, die so schön erdig munden.

Aus einer Sorte Eis macht sie mittels Teilen gleich drei verschiedene: sie fügt Calvados zu der einen hinzu, Karamell aus einem Fläschchen zu der nächsten und Vanille zur dritten. Die Eismaschine ist gut beschäftigt.

Und natürlich kommt auch der Nachtisch nicht ohne Apfel aus, und ein Apple-Crumble oder auch Apfel-Streusel-Kuchen genannt, muss sein.


Fazit

Die Gäste loben Petras Gastgeberqualitäten und geizen dann überhaupt nicht mit den Punkten:

8 gibt Turina, je 9 Susanne und Markus, 10 gibt Max.

Das ergibt die Summe von 36 Zählern, so dass Petra am 2. Tag auf dem bislang 1. Platz liegt, denn sie überholt Markus um ein Pünktchen.

Und am Ende der Sendung springt Max unter Applaus seiner Mitstreiter in Petras und Uwes Swimming-Pool ...

während ich umschalte, um mich beim München-Mord-Krimi "Kein Mensch, kein Problem" abzukühlen.


Guten Morgen, Gruß Silvia




Dienstag, 20. Januar 2026

19. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Darmstadt bei Markus



„Pfiat enk!“
Vorspeise: Schlutzer - Spinat / Ricotta / Butter
Hauptgang: Lampl - Lamm / Kartoffel / Brokkoli /Portwein
Nachtisch: Schmarrn - Kaiserschmarrn / Apfel / Preiselbeeren


Verliebt . Verlobt . Ins Fernsehen .

Nach der vergangenen Woche im Ruhrgebiet ist es ein klein wenig schwer, den Schalter umzulegen, zum normalen "Dinner-Business" zurückzukehren - und völlig neutral in die neue Woche zu starten.

In Darmstadt und Umgebung beginnt das Event mit Markus, der akustisch oft schwer zu verstehen ist, was nicht an einem Dialekt liegt, sondern eher an seinem Nuscheln.

Der 36jährige Markus ist Personal-Leiter einer Anwaltskanzlei und seit kurzer Zeit mit seiner Freundin Charlotte verlobt. Eine Verlobung könnte durchaus ein Grund sein, sich für diese Sendereihe zu bewerben ... so erfährt zumindest noch der letzte flüchtige Bekannte von dem neuen Status. Nicht, dass alle Leute diese Sendung sehen wollen oder möchten, aber irgendwer guckt schon - und kann die Neuigkeit weiterverbreiten.

Vielleicht kocht Markus auch einfach gern, dass er viele Zuschauer daran teilhaben lassen möchte. Immerhin guckt er das "Dinner" schon seit Anbeginn und kann sich sogar an die allererste Woche erinnern.

Mir ergeht es ähnlich, denn auch ich erinnere mich an diese 1. Woche besser als an die von vor zwei, drei Wochen.


Das Menü

Dass die "Schlutzer" grau in grau aussehen, liegt sicherlich an der Zugabe von Roggenmehl. Die südtiroler Ravioli sind mit Spinat und geräuchert schmeckendem Ricotta gefüllt. Persönlich könnte mich der Rauchgeschmack hier irritieren,

aber ich darf sowieso nur gucken und nicht probieren.

Für den Hauptgang setzt er eine Soße an, um die dann mit Pulver-Brühe aus dem Gläschen zu pimpen. Das ist unnötig, aber seine Entscheidung.

Das Kartoffelpüree gefällt ihm nicht. Kann ich verstehen: ich mag auch kein aufgewärmtes Püree, sondern nur frisches. Doch ich denke, er hat eine andere Kritik ... aber ich verstehe ihn eben nicht gut genug, um wirklich zu erfahren, was ihn nun stört.


Fazit

Zu meiner heutigen Überschrift hat mir der Kandidat Max verholfen, denn er gibt frank und frei zu, dass er

von dieser Sendereihe nur eine Folge gesehen hat - aber immer schon mal gern "ins Fernsehen" wollte.

Vermutlich hat er sich durch diverse Formate gezappt und ist dann beim "Dinner" hängengeblieben: immerhin gibt er an, gern zu kochen ...

Susanne bezeichnet sich als "Herzens-Mensch", und ich frage mich gerade allen ernstes, was genau das wohl ist ... wenn man es so ausdrücklich betont.

Turina hingegen ist "Wimpern- und Augenbrauen-Stylistin" ... Ein systemrelevanter Job ist das nicht! Ob sie auch einen Beruf erlernt hat?

Die Punkte für Markus: je 9 geben Petra, Max und Turina, 8 Susanne.

Eine hohe Hausnummer, diese 35 Punkte.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Samstag, 17. Januar 2026

16. Januar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag im Ruhrgebiet bei Alex



"Nach'm Malochen"
Vorspeise: Gyoza me crazy - Garnele / Ponzu / Radieschen / Spitzkohl
Hauptgang: Umami: Wenn Surf auf Earth trifft - Thunfisch / Avocado / Kräuterseitling / Mango / Topinambur
Nachtisch: Dat süße Ende, wat willze mehr? Pavlova / Yuzu / Passionsfrucht / Miso / Crème anglaise


Es ist ein geiles Feeling, wenn aus Maloche Zaster wird.
- Graffito

Ob der Begriff "Maloche" heute noch überall im Ruhrgebiet bekannt ist, weiß ich natürlich nicht. Es bedeutet "harte Arbeit", wie sie z. B. früher Untertage im Bergbau gewesen ist. Wenn ich es auf diese Gruppe beziehe,

wird zwar nicht jeder mit "Zaster" belohnt, aber - und das ist viel mehr wert - mit vielen lobenden Worten von Zuschauern,

denn diese Woche hat Freude gemacht und den Kandidaten viel Spaß gebracht. Sie wollen sich auch nach den Dreharbeiten wiedersehen - vielleicht ist das bereits geschehen und wird sich noch oft wiederholen.

Ein bisschen haben die dieswöchigen Kandidaten und Kandidatinnen das Ruhrgebiet aus dem kulinarisch eher tiefen Tal ans Licht geholt - aber - und wie Daniel Werner kommentiert -

"ein bisschen Monte Carlo" verkörpern sie trotzdem nicht. Wer braucht schon Monte Carlo, wenn er dort lebt, wo er sich wohl fühlt? Und dort, wo nicht aus Platzmangel nur in die Höhe gebaut wird?

Den letzten Abend bestreitet der 30jährige "Berater für Nachhaltigkeit" Alex. Unterstützt wird er von seiner "Traumfrau Merle".

Ursprünglich stammt er aus Mainz, aber er versteht und schätzt die "Kaltschnäuzigkeit" der Ruhrgebiet-Menschen. Von seiner ihm eigenen

Rampen-Verknalltheit muss er heute Abstriche hinnehmen, denn er ist recht nervös und hibbelig.


Das Menü

Zielsicher fragt Kolja ihn: "Entspannst du dich beim Kochen?" Der gewiefte Kolja durchschaut Situationen eben ...

Die Vorspeise mit den gefüllten Teigtaschen und dem Spitzkohlsalat plus ein paar gepickelten Radieschen kommt mäßig gut an, denn hauptsächlich fehlt es hier und da an Gewürzen.

Die genaue Thunfisch-Art kennt er nicht -

(darüber sollte besonders er sich als Berater für Nachhaltigkeit
informieren )

es ist nur in seinem Interesse, dass er Sushi-Qualität hat.

Die Pavlova gefällt mir. Ich mag Baiser in jeder Form.

Eis und zusätzliche Creme sind allerdings völlig überflüssiger Ehrgeiz.

Alex habe ich insgesamt für cooler gehalten.



Fazit

Kaum hat die Woche angefangen, ist sie auch schon fast wieder vorbei - wobei Kolja mit Zustimmung der anderen feststellt, dass sich diese Woche anfühlt, als wären es drei gewesen ... so gut kennt man sich bereits. So sehr fühlt man sich verbunden, befreundet oder auf dem besten Weg dorthin.

Ähnliches kenne ich: als meine Hündin Momo ein paar Tage bei uns gewesen ist, kam es uns vor, als wäre sie schon ewig lange bei uns. Andererseits

vergeht die Zeit oft schneller als man ihr hinterhergucken kann.

Die Punkte für Alex: je 8 geben Kolja und Karolin, 9 Yasemin, 10 Wibke. Das ergibt die Summe von 35 Zählern.

Es gewinnt Kolja mit 36 Umdrehungen,

der 1.000 Euro spendet (das Spendenziel bekomme ich auf die Schnelle leider nicht mit),

für weitere 1.000 Euro wird er seine neuen Freunde einladen und die

restlichen 1.000 Euro für seine Familie ausgeben.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute bei 7 Sonnenstunden maximal 11 Grad plus.



Guten Morgen, Gruß Silvia