Mittwoch, 4. März 2026

3. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - 20. Geburtstag der Sendereihe - Dienstag in Köln bei Eik



"Zuschauermenü 9.0"

Vorspeise: Inges estnisches Lachstatar unter grüner Salatsauce und Zitronencremedach
Hauptgang: Rudis Bœuf pardon mit Beilagen von Tom und Miriam - Rind / Kartoffel / Erbse
Nachtisch: Mannis Mascarpone-Kugeln an Brigittes Halbgefrorenem



Lass Fünfe grade sein und Sechse krumm und elf ein Dutzend.
- Schwäbisches Sprichwort

Wenn man das Schwäbische ins Kölsche überträgt, kann man bezüglich Eik sagen:

Fünfmal ist noch lange nicht genug.

Es ist die 5. Teilnahme Eiks an dieser Sendereihe, und spätestens heute ist klar, dass er der Kitt ist, der verlässlich abliefert und zusammenhält und den Spaß nach vorne treibt - und da will ich als Zuschauerin keinesfalls hinterherhinken, sondern mitfeiern, und zwar sorglos und ohne mir den Kopf zermartern zu wollen, ob ich nun besser kochen kann als Eik.

Ja, kann ich! - Aber ich koche auch öfter, während er vermutlich in 20 Jahren nur fünfmal in Töpfen, Pfannen und Gedanken, wie es denn nun zubereitet wird, gerührt hat. Warum er sich damals für die

1. Sendung beworben hat, ist eine offene Frage, denn er hätte sich ebenso auf einem anderen Terrain austoben können, zum Beispiel einem musikalischen,

denn sein "Happy Birthday"-Ständchen auf der Blockflöte klingt genau so wie er kocht: jeder getroffene Ton ist reiner Zufall.

Aber manch einer seiner Zwischentöne neben den Humorausbrüchen klingt heute etwas sentimental, doch jeden Moment der Rührung wischt er sofort wieder weg und übertüncht ihn.

Er ist eben ein Urgestein dieser Sendung - das ist in der Geologie ein vulkanisches Gestein, das in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist. So wie

Eik: seit der 1. Dinner-Sendung weiß Vox, was sie bekommt, wenn sie ihn wieder einmal in die Show, aber zwangsweise auch an den Herd bringt ...


Mahlzeit!

Zuschauer haben ihm nach der Volljährigkeits-Ausgabe Rezepte zugeschickt und bestimmt gezielt auf deren Gelingsicherheit geachtet: genommen hat er die Vorschläge von Inge, Rudi, Tom, Miriam, Manni und Brigitte, und

Rudis Bœuf pardon

bestimmt mit der beinhalteten Entschuldigung den Reiseplan.

Die Profiköchin Haya Malcho wird Eik zur Seite gestellt, und die beiden sind sofort ein tolles Team, wobei ich das Wort "toll" natürlich absichtlich wähle:

Es finden sich zwei, die am selben Strang ziehen, und damit ist nicht das Kochen gemeint

(das sie beherrscht, während er eher der Überraschungsgast vorm Herd ist),

sondern das turbulente Miteinander. Wenn zwei gleichzeitig reden und lachen, sich umarmen und am Ende nicht nur

Nummern ausgetauscht werden,

sondern Eik von Haya eine Einladung nach Wien bekommt, dann ist eine Party in Hayas Familie beschlossene Sache.

Und hier und heute? - Es gibt etwas zu essen, die Gäste werden satt.


Fazit

Die Party beginnt im Flur, der bis ins obere Stockwerk zu Eiks Wohnung mit einer Erinnerungs-Galerie aus 20 Jahren "Das perfekte Dinner" tapeziert ist,

aber trocken muss diesen Aufstieg

niemand überwinden, denn in jeder Etage gibt es Drinks für die Gäste.

Die rote Vox-Kugel rollt vor lauter Vergnügen über viel Quatsch und Spaß und Humor.

Ach ja, es gibt auch Punkte: 7 gibt Ees, je 8 geben Gunni, Moritz und Katrin.

Das ergibt 31 Umdrehungen, entstanden beim Trainieren der Lachmuskeln, nicht beim Essen.

Denkbar, dass Eik im Dschungel-Camp Reis mit Bohnen kochen könnte, sicher ist das aber nicht ...


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 3. März 2026

2. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Zum 20. Geburtstag der Sendereihe - Montag in Köln bei Ees



"Namibia"

Vorspeise: Guaven-Chutney mit gegrilltem Halloumi, Mopanewürmern und Rucola
Hauptgang: Namibisches Entrecôte mit einer Kalahari-Trüffel-Soße, Mielie Pap und Butternut
Nachtisch: Original Namibischer „Melktert“ mit Vanille-Eiscreme



Sie haben noch schöne zwanzig Jahre ganz allerliebst wegzusündigen.
- Denis Diderot (1713 - 1784)

20 Jahre dieser Sendereihe sind beinahe wie im Flug vergangen, und ich war bereits in der ersten Woche dabei - die Erinnerung daran ist nicht sehr präsent, aber mir fällt ein, dass schon damals ein gewisser Herr Dr. aus Bielefeld undercover zum Einsatz gekommen ist: es gab seine wohl beliebte und mit ein paar Handgriffen herzustellende Mousse au chocolat. Und

Eik war nicht nur dabei, sondern hat die Show am Ende gewonnen. Was er gekocht hat, weiß ich nicht mehr, aber immerhin war

es diese Woche, in der ich mich entschieden habe, dem "Dinner" treuzubleiben. Abgesehen von ein paar Monaten hier und da, ein paar Wochen hin und wieder, in denen ich eine Pause eingelegt habe.

Eine Ehe wird nach 20 Jahren als "Porzellanhochzeit" bezeichnet, denn nach dem Zerdeppern von vielen Tellern und Tassen ist es an der Zeit, neues Porzellan zu kaufen.

Wie viel Porzellan im Laufe der Zeit beim "Dinner" zerbrochen ist - weiß ich nicht ... aber die Sendereihe ist

"Forever young" geblieben.

Also geht es auf in die nächsten 20 Jahre - denn es gibt auch in Zukunft noch viel wegzusündigen.



Again 'N Again

ist ein Titel des 42jährigen Musikers und Podcasters Ees - und der trifft für seine dritte Teilnahme an dieser Sendereihe zu. Er ist als

Deutsch-Namibier geboren, aber nach 130 Jahren der Erste aus seiner Familie, der nach Deutschland zurückgegangen ist.

Und er passt gut in diese voxsche Geburtstagsfeier, denn zu einer solchen lädt man lieber Gäste ein, die Feierlaune mitbringen und den Ernst des Lebens für eine Weile vergessen lassen,

obwohl man nebenher die nicht ganz so ulkigen Verwandten zum Fest bitten muss, an denen man einfach nicht vorbeikommt.

Im Vorabinterview an der Seite der ernsteren Katrin tastet sich Eik nur langsam an seine Höchstform als Unterhalter heran - und bewundert ernsthaft, ehrlich oder auch nicht Katrins Allgemeinwissen übers Kochen. Ees ist ohnehin mit anderen Dingen beschäftigt und hat im Hinterkopf sicher noch seinen späteren

Showauftritt mit dem Song Good Vibes only,

der sich in dieser Woche gern als Motto verbreiten darf.


Das Menü

Der TV-Koch, der Ees begleitet, ist Ralf Zacherl - und steht mit Rat, Tat und Fröhlichkeit in seiner Küche.

Die Mopanewürmer probiert Ralf im rohen Zustand und bemerkt: "Sie schmecken muffig - und werden im Mund immer mehr."

Er empfiehlt, sie zu frittieren.

Unerschrocken beißt Gunni in die spezielle Vorspeisenbeilage, die in Namibia so beliebt sein soll: Würmer, die eigentlich Raupen sind ... ich denke an Schmetterlinge, die sich nie als solche entpuppen werden.

In Namibia, erzählt Ees, nascht man die wie Chips ... warum dann nicht gleich Chips oder ähnliches essen ... anstelle von getrockneten Lebewesen?

Die Steaks im Hauptgang sind so weit durchgegart, als hätten sie die Wüste durchquert ... auch Rückwärtsanbraten wird nichts, wenn man den Deckel auf die Pfanne legt.

Für den Nachtisch-Tartebelag nutzt Ees die Kraft eines

Soßenbinders. Manch einem gehen die Ideen eben niemals aus ...


Fazit

Endlich warmgelaufen erklärt Eik in kurzen Worten die Entstehungsgeschichte dieser Sendereihe, die logisch macht, was manche schon immer geahnt haben:

"Ich bin quasi der Gründer des perfekten Dinners."

Und ich saß beim 1. Schluck Wein oder Bier vor dem Bildschirm auf dem Trockenen. Ist ja auch eine Funktion. Denn was wäre eine Sendung ohne Zuschauer ... sie würde zumindest niemals 20 Jahre alt werden.

Die Punkte für den sympathischen Ees: je 8 von Eik, Moritz und Katrin, 7 von Gunni.

Das ergibt die Summe von 31 Umdrehungen.

Ich bin sicher, dass das noch locker getoppt werden wird. 



Guten Morgen, Gruß Silvia