Montag, 13. April 2026

12. April 2026 - ARD - Tatort Köln - "Showtime"



Schauspieler und ihre Rollen

Klaus J. Behrendt als Max Ballauf
Dietmar Bär als Freddy Schenk
Joe Bausch als Dr. Roth
Roland Riebeling als Norbert Jütte
Tinka Fürst als Natalie Förster
Max Giermann als Frank Anders




Tatort Köln - "Showtime"

Beruflich kurz hinterm Himmel und privat noch weit vor dem Teufel als Zeichen von Bosheit - wohnt Frank Anders in seinem eigenen Kopf, der ständig bereit ist, Wände zu durchbrechen - diese vielen Schläge machen ihn nur noch böser, unberechenbarer, verrückter, teuflischer - und welcher

Schauspieler könnte diesen Kerl besser darstellen als Max Giermann? - Zum Glück bleibt seine bekannte Klaus Kinski-Parodie weitgehend außen vor,

denn sein Frank Anders ist mindestens ebenso in aller negativer Hinsicht durchgeknallt wie damals nur Kinski als solcher Angst und Schrecken um sich herum verbreitet hat. Selbst als Zuschauer und von ganz weit außen betrachtet, blieb es einem nicht verborgen. Aber Frank Anders ist anders als Kinski, wenn er auch nur auf eine andere Art böse ist.

Frank Anders ist das Zugpferd und der Mitproduzent einer seit vielen Jahren beliebten Fernseh-Serie für Kinder. Vor der Kamera blödelt er für die Kids und

spielt den Erklärbär, eben diesen lustigen Typen, den alle mögen: nur einer mag ihn noch mehr als alle Kinder zusammen - und das ist Frank Anders. Er hält sich für den donnernden Gott der TV-Welt, dem sich jeder unterordnen muss, der seinen Brot-Job erhalten will.

Seine Eskalationen sind bestens geeignet, Magengeschwüre wachsen zu lassen - und sowohl Mord- als auch Suizid-Gedanken durchaus in Erwägung zu ziehen.

Ermordet wird erst einmal der Kamera-Mann dieses bejubelten Kinderprogrammes - und Frank Anders ordnet an,

dass dieser immer einen Platz in aller Herzen haben wird. Sagt sein Mörder - und vergießt dabei

trockene Tränen, die daran zweifeln lassen, dass er jemals für andere als für Kinder spielen könnte.


Dann wird Frank Anders ermordet

Doch damit sind zum Glück die erfrischend-erschreckenden Auftritte des Max Giermann noch lange nicht vorbei,

denn in Rückblenden hat er weiterhin seine bitterbösen Anfälle, die nicht einmal vor Kindern Halt machen, die sich für diese Serie beworben haben.

Er macht einfach keine Unterschiede in seinen Hass-Attacken, an denen jeder Psychiater seine Freude hätte. Oder auch nicht ...

Aber wer würde sich trauen, den Teufel in Menschengestalt endlich dorthin zu schicken, wo er beheimatet ist? In die Hölle!


Als kleines Mädchen

war Marianne sein größter Fan: im Kinderheim gemobbt, fühlte sie sich tief in die Welt dieser Kinderserie hinein - und Frank Anders galt als ihr Nonplusultra von

Menschlichkeit.

Als erwachsene Frau wird sie als Praktikantin Maria für die Serie eingestellt und muss erfahren, dass sie all ihre Liebe einem Ungeheuer gewidmet hat.

Sie möchte, dass er sich ändert, dass er endlich der wird, den er vor den Kameras spielt ... doch er greift sie in der Absicht an,

sie zum Schweigen zu bringen. Es wäre schließlich nicht sein erster, sondern sein zweiter Mord - und man bekommt Übung ...

Sie vernebelt seine Augen mit Pfefferspray ... und er fällt hintenüber vom Balkon.

Folglich hat Frank Anders seinen Heimweg in die Hölle ganz allein gefunden ...


Fazit

Eine interessante Sichtweise aufs Fernsehen: nicht ganz neu, nicht wirklich überraschend, aber so viel ehrliche Retrospektive, wenn sicherlich auch überzeichnet, ist einen positiven Punkt für die ARD wert.

Max Giermanns Part ist 5 von 5 möglichen Sternen wert,

während mir der Gesamt-Plot 3,5 Sterne abluchst.



Guten Morgen, Gruß Silvia


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